Auto_Neuheiten

Spritspar-Diät bei Opel: Abgespeckt und tiefer gelegt

Opel legt die ecoFLEX-Varianten von Corsa und Astra neu auf. Mit CO2-Emissionen von 109 (Corsa 1.3 CDTI ecoFLEX) und 119 g/km (Astra 1.7 CDTI ecoFLEX) gehören der Kleine und der Kompakte zu den Spritspar-Könnern: Pro 100 Kilometer verbrauchen sie nach Werksangaben 4,1 beziehungsweise 4,5 Liter Diesel (serienmäßig mit wartungsfreiem Dieselpartikelfilter). Beide Modelle werden in Paris präsentiert und kommen noch in diesem Jahr auf den Markt. Die sparsamsten Rüsselsheimer mit Benzin-, Diesel- sowie Erdgasantrieb tragen das ecoFLEX-Umweltlable von Opel.

Corsa und Astra ecoFLEX nutzen ähnliche Rezepte um Kraftstoffverbrauch und Emissionen zu vermindern. Beim Corsa wurde die Motorkalibrierung optimiert und an die längere Getriebeübersetzung angepasst. Um die Aerodynamik zu verbessern, haben die Ingenieure das Fahrzeug um 20 Millimeter abgesenkt, die Lufteinlässe optimiert und die Räder mit neuen, besonders effektiven Radkappen versehen. Der Corsa ecoFLEX ist auch mit besonders rollwiderstandsarmen, kleineren Reifen ausgestattet: 175/70 statt 185/70, auf leichteren, strömungsgünstig geformten 14“ Stahlrädern. Die Ingenieure haben besondere Aufmerksamkeit auf die Gewichtsverminderung gerichtet und den Corsa 45 Kilogramm erleichtert. Die optimierten Räder und Reifen allein haben 7,2 Kilogramm zu dieser Gewichtsreduktion beigetragen. Mit 75 PS, einem maximalen Drehmoment von 170 Newtonmetern sowie einer Höchstgeschwindigkeit von 168 km/h entsprechen die Leistungswerte nahezu denen des Vorgängermodells.

Komplett neu ist der Astra 1.7 CDTI ecoFLEX. Der Kompaktwagen ist als Dreitürer, Fünftürer und als Kombi erhältlich. Der 1,7-Liter-Common-Rail-Diesel im neuen ecoFLEX-Modell leistet maximal 110 PS und gibt bei 2.000 min-1 ein Drehmoment von 260 Newtonmetern an das serienmäßige Sechsgang-Schaltgetriebe ab. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 188 km/h, der Verbrauch bei 4,5 Liter Diesel/100 km, was 119 g/km CO2 entspricht.
Der Astra 1.7 CDTI speckte um 30 kg ab und wurde ebenfalls tiefer gelegt und seine Aerodynamik optimiert.

Im Sommer 2009 soll die ecoFLEX-Variante des neuen Topmodells Insignia folgen.

ALLGEMEINES

Das Volk murrt und fordert strenge Grenzen

Schluss mit lustig: Die Europäer wollen endlich sparsamere Autos und die EU soll strenge CO2-Grenzwerte bis 2012 durchsetzen. 83 Prozent der Bundesbürger verlangen von ihren politischen Repräsentanten, dass sie die Autoindustrie dazu zwingen,  bis 2012 verbrauchsärmere Autos auf den Markt zu bringen.
Für 67 Prozent der Deutschen ist beim Neuwagenkauf inzwischen der niedrige Verbrauch eines Wagens entscheidend. Damit liegt dieser Aspekt erstmals weit vor Sicherheit (42 Prozent), Motorleistung (12 Prozent) und Komfort (11 Prozent). Für technische Maßnahmen zur Verbrauchsreduzierung würden Neuwagenkäufer durchschnittlich 14 Prozent des Kaufpreises mehr ausgeben.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hatte das Brüsseler Meinungsforschungsinstitut tns-opinions mit einer entsprechenden Umfrage beauftragt und heute in Berlin u. a. diese Ergebnisse vorgestellt. Die Umfrage sei „ein klares Signal“ an die Bundesregierung und die deutschen Mitglieder im Europäischen Parlament, „sich ohne Wenn und Aber“ für einen Flottendurchschnitt von 120 Gramm CO2/km aller Hersteller einzusetzen und ihren Widerstand gegen die Vorschläge der EU-Kommission aufzugeben, so der BUND.

87 Prozent der Europäer wollen die 120-Gramm-Hürde
Parallel wurden gleiche Umfragen auch in Italien, Spanien, Frankreich und Großbritannien von dortigen Friends-of-the-Earth-Partnerorganisationen in Auftrag gegeben. Im Durchschnitt finden es 87 Prozent der befragten Europäer dringend erforderlich, einen CO2-Grenzwert von 120 Gramm pro Kilometer einzuführen. In Frankreich wollen dies sogar 92 Prozent der Befragten. 55 Prozent der Deutschen sehen in diesem Grenzwert den besten Weg, Spritsparautos durchzusetzen. 25 Prozent glauben, dass Steueranreize, 10 Prozent, dass bessere Verbraucherinformation wichtig wäre.

Werner Reh, BUND-Verkehrsexperte: „Die Ergebnisse der Umfragen belegen eindrucksvoll, dass die deutsche und die europäische Bevölkerung auf eine neue Modellpolitik der europäischen Automobilhersteller warten. Sie sind sogar bereit, für effiziente Autos mehr Geld zu zahlen, weil es sich auf Dauer rechnen wird und das Klima wesentlich entlastet.“

Unter www.fuer-autos-mit-weniger-abgasen.org/ können Verbraucherinnen und Verbraucher von den EU-Abgeordneten mehr Engagement für Sprit sparende Autos einfordern.

ALLGEMEINES

Deutsche Umwelthilfe fordert “Schluss mit schneller, schwerer, stärker”

Die führenden deutschen Autohersteller sind nach wie vor weit davon entfernt, geplante Klimaschutzvorgaben der EU zu erfüllen. Um die unter maßgeblichem deutschen Lobbyeinfluss bereits abgeschwächte Forderung der EU-Kommission von 130 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer (g CO2/km) bis 2012 zu erfüllen, muss der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch neu zugelassener Pkw bei VW und BMW um 19 Prozent, bei Daimler sogar um 24 Prozent sinken. Das geht aus einem heute in Brüssel veröffentlichten Dossier des europäischen Dachverbands ökologisch orientierter Umwelt- und Verkehrsorganisationen Transport and Environment hervor. Unter 18 untersuchten EU-Ländern steht Deutschland beim Kraftstoffverbrauch bzw. den CO2-Emissionen neu zugelassener Pkw auf Rang 15.
„Statt wie in den vergangenen Monaten ein Trommelfeuer gegen die Pläne der EU-Kommission zu entfachen, müssen Bundesregierung und die Länderministerpräsidenten in den Autoländern Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg ihren Herstellern klar machen, dass die deutsche Autoindustrie vor einem historischen Niedergang steht, wenn sie weiter dem Wettbewerb des schneller, schwerer, stärker hinterher rennt“, sagte DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch.
Vor zehn Jahren hatten die europäischen Autohersteller zugesagt, die CO2-Emissionen ihrer Neuwagen bis 2008 auf 140 g/km abzusenken. Erreicht wurden im vergangenen Jahr nach der Untersuchung 168 Gramm. Resch erinnerte daran, dass die Hersteller nach Abgabe ihres Versprechens begannen, schwere Luxus Jeeps zu entwickeln, die Verbrauch und Emissionen auf viel zu hohem Niveau hielten. Gleichzeitig wurden Spritsparfahrzeuge wie der VW Lupo oder der Audi A2 wieder vom Markt genommen, statt sie kundengerecht weiterzuentwickeln.

Auto_Neuheiten

Hybrid-Conceptcar von Peugeot

Die Franzosen gehen aufs Ganze: „Leidenschaft und Emotionen, gepaart mit Umwelteffizienz“ soll das neue Concept-Car “RC . . .“ von Peugeot unter einer Decke – pardon – Motorhaube vereinen. Der vollständige Name wird gemeinsam mit der „automobilen Leidenschaft“ beim Pariser Automobilsalon enthüllt.
Computerbilder vom leidenschaftlichen Hybriden zeigen wir jetzt schon. Das “Gran Turismo” Coupé, soll zwischen den Concept-Cars RC Pik und RC Karo aus dem Jahr 2002 und dem 908 RC als eines der Highlights des Pariser Autosalons 2006 die Brücke schlagen. Vom Konzept her ist der neue “RC…” ein benutzerfreundliches, viertüriges Allroundtalent mit vier Plätzen und Hybridantrieb. Sowohl bei den Fahrleistungen (230 kW/313 PS) als auch beim Umweltverhalten (109 g/km CO2 im Gesamtzyklus bzw. 0 g/km mit reinem Elektroantrieb) liegt das Augenmerk auf höchster Effizienz.

ALLGEMEINES

VCD: Toyota gewinnt im Bereich Umweltengagement

Neben der gerade erst veröffentlichten Auto-Umweltliste, kürt VCD auch regelmäßig das Umweltengagement der Autohersteller. Diesmal gewinnt Toyota erstmals allein. Grund ist, dass der Hersteller erkannt hat, dass die Umweltperformance in einigen europäischen Ländern sehr wichtig ist, und investiert konsequent in Umweltmanagement und -kommunikation. Außerdem kommuniziert Toyota den durchschnittlichen CO2-Ausstoß seiner in Deutschland verkauften Pkw – anders als die meisten deutschen Hersteller. Erfreulich ist, dass die VW-Töchter Seat und Skoda aus diesem Informationsverweigerungskartell ausbrechen. Volkswagen selbst hat seine frühere Spitzenposition in diesem Ranking verloren – weniger, weil der Konzern schmutziger produziert als früher, sondern weil er zu häufig fürchtet, Wettbewerbern zu viel zu verraten. Und weil die VW-Manager beim CO2-Wert „Angst vor dem Porsche“ haben.

Top Five – Umweltengagement
1. Toyota
2. Daimler/Smart
3. BMW/Mini
4. Renault/Dacia
5. Volkswagen

Auto_Neuheiten, mobil_Politik

Smart fortwo cdi: Mogelpackung

CO2 hui, Feinstaub pfui! Mächtig viel Staub hat heute in Berlin der VCD aufgewirbelt – es ging um die Diesel-Variante des smart fortwo. Bei der Präsentation seiner Auto-Umweltliste 2008/2009 schubste der ökologisch orientierte Verkehrsclub Deutschland das „sauberste Straßenfahrzeug der Welt“ vom Thron und krönte die nachträgliche Disqualifizierung mit einer Kaufwarnung:
„Wir hatten das Fahrzeug in unser Umweltranking aufgenommen, weil uns die Daimler AG verbindlich zugesichert hatte, dass der Diesel-smart ab Oktober endlich serienmäßig mit einem geschlossenen Partikelfilter gegen krankmachenden Dieselruß ausgeliefert wird“, erklärt Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher und Auto-Experte des VCD. Erst nach Drucklegung der VCD Auto-Umweltliste habe Daimler mitgeteilt, dass sich die Auslieferung wegen technischer Probleme mit dem Filter ins nächste Jahr verschiebe. Bisher verfüge der Diesel lediglich über einen offenen Filter und blase deshalb ein Vielfaches an besonders gesundheitsschädlichen Feinststaubpartikeln in die Atemluft. Lottsiepen warnt: „Diese Mogelpackung entspricht nicht dem Stand der Technik und unterläuft den notwendigen Schutz der Gesundheit – insbesondere in Ballungsgebieten. Niemand sollte den Diesel-smart ohne vollwertigen Partikelfilter kaufen.“
Daimler gehe jetzt davon aus, dass das Fahrzeug ab dem ersten Quartal 2009 mit Vollfilter verfügbar ist. Der Diesel-smart sei eine „Mogelpackung mit gefährlichem Inhalt“. Mit seinem offenen Filtersystem bläst er 13 mg/km in die Atemluft und bleibt damit zwar unter dem derzeit aktuellen Grenzwert von 25 mg/km, schafft aber nicht die wesentlich höhere Hürde von 5 mg/km, die ab September 2009 in der Euro-5-Verordnung vorgeschrieben wird. „Das ist für ein modernes Auto völlig inakzeptabel“, wettert der VCD. „Falls Sie sich für den Kauf dieses Fahrzeugs entscheiden sollten, warten Sie unbedingt auf die Version mit Vollfilter.“
In der Druckfassung der brandaktuellen VCD Auto-Umweltliste 2008/2009 (s. hier) landete der smart fortwo coupé cdi mit einem kombinierten Verbrauch von 3,4 Liter und einem CO2-Ausstoß von 88 g/km auf Platz drei der Top Ten und an erster Stelle in der Rubrik „Die Klimabesten – CO2 in g/km“. Die Mitteilung, dass der cdi ab Herbst 2008 serienmäßig mit einem geschlossenen Dieselpartikelfilter ausgerüstet werden soll, hatte die Daimler AG am 11. Juli veröffentlicht.

ALLGEMEINES, Auto_Hybrid, Auto_Neuheiten

Neue VCD Auto-Umweltliste: Sieger Toyota Prius

Im Abstand von zwei Jahren fragt der VCD – konzeptionell unterstützt vom Öko-Institut – bei den Herstellern nach Details der Produktion, prüft die Umwelt- und Nachhaltigkeitsberichte, untersucht das Engagement für bessere Umwelttechnik in den Fahrzeugen und die Qualität der umweltrelevanten Informationen für die Autokäufer. Diesmal wurden über 350 Fahrzeuge unter die Lupe genommen.
Der Toyota Prius ist diesmal knapp vor dem Honda Civic Hybrid Gewinner der VCD Auto-Umweltliste. Der Honda Civic Hybrid landet hinter dem Prius auf Platz 2. Dafür führt er aber die Bestenliste der Kompaktklasse an. Die weiteren Platzierungen sind direkt bei VCD ersichtlich.
Der Toyota Prius und der Honda Civic Hybrid, unterscheiden sich in ihrem Hybrid-Konzept. Der Prius ist ein Vollhybrid, Honda nennt den Civic einen „mild hybrid“. Den Prius treiben ein 57 kW-Benzinmotor und ein 50 kW-Elektromotor an, der Honda hat einen stärkeren 70 kW-Verbrennungsmotor, der durch einen 15 kW-Elektromotor unterstützt wird. Beim Anfahren setzt der kräftige Toyota-Elektromotor den Prius allein in Bewegung, beim Honda leistet der E-Motor lediglich Unterstützung. Der E-Motor kann den Prius bei niedriger oder konstanter Geschwindigkeit kilometerweit ohne den Benzinmotor bewegen, der dann ausgeschaltet ist. Beim Honda läuft bei der Fahrt der Benzinmotor immer mit. Wenn er nicht gebraucht wird, werden die Ventile aller vier Zylinder geschlossen und die Kraftstoffzufuhr unterbrochen. Beide Hybrid-Pkw erzeugen den Strom ausschließlich an Bord, sie können nicht per Steckdose geladen werden. Der Clou: Der Strom wird teilweise durch Energie erzeugt, die sonst ungenutzt verpufft: durch die Nutzung des Schwungs nach dem Dynamo- Prinzip beim Fahrrad – immer dann, wenn der Fahrer kein Gas gibt. Auch die Bremsenergie wird in elektrische Energie umgewandelt und zum Aufladen des Batteriemoduls genutzt. Der Hybridantrieb ist deshalb besonders sparsam bei Fahrten mit häufigem Tempowechsel, also in der Stadt und auf Landstraßen. Bei Autobahnfahrten sind moderne Dieselmotoren im Vorteil.
Die VCD-Experten haben bei Ihrem Umweltcheck auch folgende, allgemeine Punkte festgestellt.
Neue Hoffnung: Elektroauto
Künftig sollen Autos mit Strom fahren und somit der Automobilität weder Ölpreis noch Klimawandel im Weg stehen. Kein Zweifel, das Elektroauto bekommt eine neue Chance, hier muss geforscht und entwickelt werden. Denn bisher gibt es weder eine ausgereifte und bezahlbare Batterietechnik noch eine Infrastruktur für massenhafte Elektromobilität. Auch optimistische Schätzungen gehen davon aus, dass im Jahr 2020 nur zwei Millionen Elektroautos in Deutschland zugelassen sein werden – bei einem Gesamtbestand von ca. 50 Millionen Pkw. Und für den VCD ist klar: Es muss beim beschlossenen Atomausstieg bleiben.
Kampf um Rußfilter ist gewonnen
Der Treibhauseffekt ist, global gesehen, das größte Umweltproblem. Die Note für den Ausstoß des Treibhausgases CO2 fließt deshalb auch zu 60 Prozent in die Gesamtbewertung in der VCD Auto-Umweltliste ein. Viele Jahre hat der VCD gegen den Widerstand der Autohersteller dafür gekämpft, dass der geregelte bzw. geschlossene Partikelfilter zur Serienausstattung wird. Er eliminiert fast 100 Prozent des gesundheitsgefährdenden, krebserzeugenden Dieselrußes. Der Kampf ist nun gewonnen. Etwa 90 Prozent der Neuwagen haben einen Vollfilter.
Ganz schön viel Öko
Auffällig in diesem Jahr ist die Vielzahl der Namenszusätze bei Autos, die Öko versprechen: die GreenLine von Skoda, die Formel „e“ bei Audi, EcoFLEX und ECOnetic bei Opel und Ford, EfficientDynamics bei BMW, BlueMotion bei VW, BlueEFFICIENCY bei Mercedes usw.
Die Kunden sind verwirrt. Hinter jeder Bezeichnung verbirgt sich ein anderes Technikpaket zur Verbrauchsminderung. Das zurzeit umfangreichste System ist das von BMW: Es umfasst Start-Stopp-Automatik, Bremsenergierückgewinnung, Schaltanzeige, reduzierten Rollwiderstand und Luftklappensteuerung. Einsparung laut BMW: bis zu 23 Prozent. Die Technik ist seit 2007 eine Million Mal verbaut worden. Inzwischen sind die meisten BMW-Modelle damit ausgestattet. EfficientDynamics kostet keinen Aufpreis, anders als beispielsweise bei VW. Die BlueMotion-Modellvarianten arbeiten unter anderem nicht mit Bremsenergierückgewinnung und sind nur gegen Aufpreis zu haben
Endlich Filter für Lkw
Gegenwärtig werden neue europäische Grenzwerte für Lastwagen und Busse festgelegt. Der ab dem 1. Oktober 2009 geltende Standard Euro V ist nach Ansicht des VCD zu lasch – er kann auch ohne Partikelfilter eingehalten werden. Euro VI wird dies ändern. Der Grenzwert für die Partikelmasse wird dann bei 10 mg/kWh liegen. Große Lkw können diesen Wert dann nur noch mit einem Filter einhalten. Zusätzlich wird die EU-Kommission die Partikelanzahl begrenzen, das heißt einen Grenzwert für den besonders gefährlichen Feinststaub festlegen. Dieser Grenzwert wird den Einbau eines geregelten Filters unumgänglich machen.
Allerdings soll die Verordnung erst Anfang 2014 in Kraft treten. Der VCD setzt sich für den Start bereits im Jahr 2011 ein. Ein Nachrüstprogramm und ein Förderprogramm für den Kauf von Neufahrzeugen mit geschlossenem Filter können dazu beitragen, dass schneller als von der EU vorgesehen sauberere Kleinlastwagen über die Straßen rollen.
Weitere Spritspartipps und Informationen dazu finden Sie hier.

ALLGEMEINES, Auto_Hybrid, MOBIL

Flottentest für Hybrid-LKW in Europa

Im Citymaut-exklusiven London startete die Daimler AG jetzt Europas größten Flottentest für LKW-Hybridfahrzeuge. Zehn Fuso Canter Eco Hybrid wurden an acht Kunden übergeben (Amey, DHL, Hill Hire, Ringway, Royal Mail, Scottish and Southern, Tesco und TNT). Ziel der drei Jahre dauernden Versuchsreihe ist es, neue Erkenntnisse aus dem Kundeneinsatz der 7,5-Tonnen Hybrid-Lkw zu gewinnen und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit des dieselelektrischen Hybridantriebs unter Beweis zu stellen. Der Fuso Canter Eco Hybrid kann bis zu 15 Prozent weniger Kraftstoff als konventionelle Dieselfahrzeuge verbrauchen.
Bei der Auswahl der Versuchspartner wurde darauf geachtet, möglichst unterschiedliche Kundenbedürfnisse an ein Nutzfahrzeug im Verteiler-Verkehr einzubeziehen. Während beispielsweise Lkw von Logistikunternehmen wie DHL, Royal Mail und TNT bei der Paketauslieferung viel im Stop-and-Go-Verkehr unterwegs sind und ständig zum Entladen halten müssen, fahren Lkw der Handelskette Tesco regelmäßig zwischen Zentrallager und Supermärkten hin- und her. Der Fuso Canter Eco Hybrid muss sein Potenzial zum Kraftstoffsparen unter allen Nutzungsvarianten beweisen.
Für seinen größten Flottentest von Hybrid-Lkw in Europa hat Daimlers Tochter Mitsubishi Fuso Truck and Bus Corporation (MFTBC) die Fahrzeuge in Kleinserie produziert und zwei Technologien miteinander verbunden: Das 7,5-Tonnen Serienfahrzeug Fuso Canter mit Euro 4-Antriebsstrang wird dabei um Hybridkomponenten, wie beispielsweise einen Elektromotor, erweitert. Diese Kombination ist speziell für den europäischen Markt zugeschnitten und erfüllt die EU-Abgasrichtlinie Euro 4.

ALLGEMEINES, Nachaltig leben

Anzeige der Woche: Lexus-Motiv

„Eine giftige Kröte, die in finsteren Löchern lauert“, nannte der deutsche Philosoph Schopenhauer den Neid. Der amerikanische Volkswirtschaftler John Galbraith stellt die Frage: „Wer könnte mit Sicherheit behaupten, der Hunger schmerze mehr als der Neid auf des Nachbars neuen Wagen?“
Die aktuelle Lexus Hybrid-Kampagne mit dem Slogan “Grün vor Neid” setzt den Stachel genau in dieses Fleisch – und ist damit erfolgreich. Als „Anzeige der Woche“ wurde sie jetzt mit dem Award des Marketing-Fachmagazins “Kontakter” ausgezeichnet. „Mit dem frechen Slogan bringt sie die Überzeugung der Lexus-Käufer auf den Punkt. Denn ihre Entscheidung für einen Lexus mit Hybridantrieb drückt Überzeugung aus und nicht Imponiergehabe. Der Neid der Nachbarn (oder auch der Lexus Wettbewerber) wird dabei zum willkommenen Nebeneffekt“, erläutert Lexus den Sinn der Werbung.
“Die Anmutung der Anzeige übersetzt den Anspruch eines ökologischen Premium-Autos mit formaler Klarheit. Die Headline verspricht Belohnung für den Käufer – endlich wieder ein Auto mit echtem Neid-Faktor”, stellte die Jury fest. Der Lexus RX 400h ist seit seinem Debüt im Jahr 2005 der einzige SUV mit Hybridantrieb auf dem deutschen Markt. Nach Angaben von Lexus entscheiden sich in Europa rund 90 Prozent der RX-Kunden für die Hybridvariante des SUV. Der 272 PS starke Allrader ist der meistverkaufte Lexus in Deutschland. Der CO2-Ausstoß liegt bei 192 g/km.
„Bei den Herstellern besteht die Tendenz, vornehmlich schwere Energiefresser mit der Hybridtechnik auszustatten. Es ist zu hoffen, dass die Technik zukünftig auch in kleinere Wagen eingebaut wird, die dann noch sparsamer sein können, “ relativiert der VCD diese Daten.

Auto_CNG_Erdgas, Auto_LPG_Flüssiggas, Auto_Neuheiten

Autogas und Erdgas bei Ford

Größere Reichweite und kürzere Lieferzeiten: Mit „fahrzeugtechnischen Verbesserungen und einer neuen Produktionsstruktur“ will Ford den Käufern seiner Pkw-Modelle mit Flüssiggas-/Autogasantrieb (LPG) ab sofort mehr bieten. Das vollelektronische Gassystem des Ford Focus LPG und des Ford C-MAX LPG wurde weiter optimiert, teilte Ford mit. Um jeweils rund einen Liter pro 100 Kilometer konnte der Autogas-Verbrauch gesenkt werden – der Durchschnittsverbrauch liegt dann bei 9,3 Liter, beim Ford C-MAX LPG bei 9,5 Liter. Der Vorteil für die Kunden: Die Reichweite mit Flüssiggas steigt bei beiden Modellen um 50 Kilometer. Zusammen mit den serienmäßigen 55-Liter-Tanks für Superkraftstoff sind nun bei beiden Pkw-Modellen Gesamtreichweiten von bis zu 1.200 Kilometer möglich.
Die Produktion der beiden LPG-Modelle wird ab sofort von Mainz in das Ford-Werk Saarlouis (Saarland) verlegt. Dadurch kann die Produktion ausgeweitet und die Lieferzeiten künftig deutlich kürzer werden. Die CNG-Technik GmbH (20 Mitarbeiter) rüstet für Ford derzeit pro Jahr rund 300 Ford Focus, rund 250 Ford C-MAX und rund 150 Ford Transit-Nutzfahrzeuge je nach Kundenwunsch entweder auf Erdgas- oder auf Flüssiggasantrieb um. In Saarlouis können nun jährlich über 2.000 Ford Focus und Ford C-MAX mit LPG-Antrieb produziert werden. Die Kunden bestellen ihr Ford-Erdgas- oder -Flüssiggasfahrzeug wie bisher bei ihrem Ford-Händler. Dieser gibt die Produktion in Auftrag und liefert das Erdgas- oder Flüssiggasauto wie bisher an den Kunden aus. Auch die Umrüstkosten bleiben unverändert: Beim Ford Focus / Ford C-MAX beträgt der Mehrpreis für die Umrüstung auf Erdgasantrieb (CNG) 3.275 Euro, die Umrüstung auf Autogasantrieb (LPG) kostet 2.500 Euro. Für die Umrüstung des Nutzfahrzeugs Ford Transit auf CNG müssen ab 3.950 Euro, auf LPG 2.920 Euro bezahlt werden (jeweils inklusive Mehrwertsteuer).

Nächste Seite »