Auto_Elektro

Daimler und RWE starten ins Zeitalter der Elektromobilität

Berlin tankt Strom: Mit „e-mobility Berlin“ starten die Daimler AG und die RWE AG heute das weltweit größte Gemeinschaftsprojekt für klimafreundliche Elektroautos. Diese fahren lokal emissionsfrei und leisten somit einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz und zur Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Die Initiative umfasst alle Komponenten für die effiziente Nutzung von batterieelektrischen Fahrzeugen – von modernster, innovativer Antriebstechnik bis hin zur kundenfreundlichen Infrastruktur. Daimler stellt mehr als 100 Elektroautos der Marken Mercedes-Benz und smart und sorgt für den Service der Fahrzeuge. RWE übernimmt die Entwicklung, den Aufbau und Betrieb der Ladeinfrastruktur mit rund 500 Stromladepunkten, die Stromlieferung und die zentrale Systemsteuerung. Der Zahlungsverkehr wird durch den Datenaustausch zwischen einem speziellen Kommunikationssystem im Fahrzeug und der intelligenten Ladestation ermöglicht. Die einzigartige branchenübergreifende Kooperation bündelt das spezifische Know-how zweier Schlüsselbranchen. Aufgrund seiner Bedeutung für die nachhaltige Mobilität der Zukunft wird dieses Projekt von der Bundesregierung unterstützt.
„Unsere Gemeinschaftsinitiative ist ein gutes Beispiel dafür, was erreicht werden kann, wenn Politik, Energieversorger und Automobilindustrie an einem Strang ziehen“, so Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars. „Unser Mobilitätskonzept setzt auf eine integrierte Lösung, die uneingeschränkt alltagstaugliche Elektroautos und eine darauf abgestimmte Ladeinfrastruktur kombiniert. Damit verbessern wir die Kundenfreundlichkeit und Alltagstauglichkeit des Elektroautos entscheidend.“
„E-Mobilität für jeden Privatkunden – dafür entwickeln wir ein umfassendes Konzept mit einer maßgeschneiderten, intelligenten und komfortablen Ladeinfrastruktur zu Hause, am Arbeitsplatz und im öffentlichen Bereich. Dazu Tarife, die man sich leisten kann, etwa mit Preisgarantie oder als Öko-Strom-Tarif.“, so Jürgen Großmann, Vorstandsvorsitzender der RWE AG.

Wegweisende Innovationen von Daimler
„Wir sind überzeugt: Die Zukunft der Mobilität ist grün, und die deutsche Industrie hat alle Voraussetzungen, um auf dem Weg dorthin eine Führungsrolle zu übernehmen. Heute gehen wir gemeinsam mit RWE einen wichtigen Schritt in die Zukunft”, sagte Zetsche. Daimler bringt in das  Gemeinschaftsprojekt seine umfassende Erfahrung im Automobilgeschäft ein, und dabei vor allem die Erkenntnisse aus der langjährigen, erfolgreichen Forschungs- und Entwicklungsarbeit im Bereich emissionsfreier Fahrzeuge mit
Elektroantriebs- und Batterietechnologie. Im Rahmen von „e-mobility Berlin“ kommen der smart ed (electric drive) der neuen Generation und batterieelektrische Fahrzeuge von Mercedes-Benz zum Einsatz. Zu den wichtigsten Fahrzeug-Innovationen zählt die eigens für den automobilen Einsatz entwickelte Lithium-Ionen Batterie. Diese Technologie ermöglicht im Vergleich zu konventionellen Batterien eine größere Reichweite bei kürzerer Ladezeit und führt zu kleineren und leichteren Batterien. Daimler bringt die Lithium-Ionen Batterietechnologie bereits im nächsten Jahr im Mercedes S 400 BlueHYBRID in Serie.

RWE – Flächendeckendes Versorgungsnetz mit rund 500 Ladestationen
Die RWE AG übernimmt die Entwicklung, den Aufbau und den Betrieb der Ladeinfrastruktur für „e-mobility Berlin“. Im Berliner Stadtgebiet werden für den Großversuch rund 500 Ladepunkte errichtet, ein sukzessiver Ausbau ist möglich. Die für einen effektiven, kundenfreundlichen und komfortablen Alltagsbetrieb erforderlichen Schnittstellen zwischen Fahrzeug und „Strom-Tankstelle“ entwickeln die Partner gemeinsam neu. Diese werden schon heute so konzipiert, dass zukünftig bei Verfügbarkeit entsprechender Batterien auch eine Rückspeisung von im Fahrzeug gespeicherter Energie in das Versorgungsnetz (vehicle-to-grid) möglich sein wird. Das bedeutet, dass die Autobatterie der Zukunft beispielsweise dann Strom speichert, wenn die Nachfrage gering ist, und den Strom wieder einspeist, wenn die Nachfrage hoch ist.

Beide Partner setzen dabei auf offene Standards und möchten künftig mit weiteren Unternehmen an gemeinsamen Lösungen arbeiten. „Die Ladestationen werden beim Kunden zu Hause, am Arbeitsplatz und im öffentlichen Parkraum installiert. Außerdem werden Business-to-Business Partner, wie Shoppingzentren, Parkhäuser oder Flottenkunden, in die Infrastruktur eingebunden. Das Abrechnungssystem soll so einfach und komfortabel wie beim Handy werden“, sagte Großmann.

Modellcharakter auch für serienmäßige Elektromobilität ab 2010
Das neue Projekt profitiert auch von den Erfahrungen, die Daimler im Rahmen des laufenden Pilotversuchs zur Elektromobilität in London gesammelt hat. Dort ist seit dem vorigen Jahr eine Testflotte mit smart fortwo ed der ersten Generation erfolgreich im täglichen Einsatz, unter anderem bei Behörden wie der Polizei. Das Engagement in Berlin ist eine Initialzündung für die erfolgreiche Zukunft der Elektromobilität. Das gilt sowohl für weitere Projekte dieser Art in anderen Metropolen der Welt als auch für den Start der Serienfertigung von Batteriefahrzeugen der Marken Mercedes-Benz und smart in 2010. Dabei folgt Daimler einem ganzheitlichen, integrierten Ansatz, der den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeugs umfasst. Erst wenn Entwicklung, Produktion, Betrieb und Recycling der Komponenten und Teile eines Fahrzeugs vollumfänglich einbezogen werden, lässt sich eine ökologisch ausgewogene Gesamtbilanz erzielen.

comments

2 Responses to “Daimler und RWE starten ins Zeitalter der Elektromobilität”

  1. Paris Motorshow: Neuer Mercedes S 400 BlueHybrid mit Elektroaggregat on September 19th, 2008

    [...] S 400 ist mit einem V6 Aggregat mit 279 PS ausgestattet. Zusätzlich werkelt unter der Haube ein Elektromotor mit 20 PS. Kombiniert stehen sozusagen 299 PS zur Verfügung. Das ergibt ein kombiniertes [...]

  2. www.nie-mehr-benzin.de on Dezember 6th, 2008

    Der S 400 ist ein reines Greenwashing-Objekt.

    Einzig der neue E-Smart ist es wert, uim Zusammenhang mit Elektromobilität erwähnt zu werden.

    Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste Berichterstattung ;)

Leave a Reply