Bundesregierung plant Subventionierung von Spritfressern
Das heute vorgestellte, angebliche Anreizprogramm zum Kauf umweltfreundlicher Neuwagen ist ein einseitiges Konjunkturprogramm zur Absatzförderung von Spritfressern. So wird der Kauf spritsparender Kleinwagen wie Smart mit 40,50 Euro subventioniert, der 500 PS-Monster Audi Q7 (12 Zylinder Dieselmotor) mit einem CO2-Ausstoß von 298 Gramm pro Kilometer hingegen mit 1.852,80 €. Die angebliche Einschränkung der heute angekündigten Förderung von Neufahrzeugen mit den Schadstoffklassen Euro 4, 5 und 6 heißt im Klartext:
- Alle Neufahrzeuge sollen finanziell gefördert werden – unabhängig von Spritverbrauch und Klimaschädlichkeit (Neufahrzeuge der Euroklassen 1-3 dürfen bereits seit 2005 nicht mehr zugelassen werden).
- Durch die ein- bzw. zweijährige Aussetzung der Kfz-Steuer werden spritdurstige Fahrzeuge mit großvolumigen Motoren um bis zum 50-fachen höher subventioniert als sparsame Klein- und
Mittelklassewagen.
Deshalb fordert die Deutsche Umwelthilfe den Bundestag auf, die von der Bundesregierung geplante absurde Subvention für Neuwagen zu stoppen. DUH-Bundesgeschäftsführer Resch meint dazu: „Die Bundesregierung verabschiedet sich mit dieser Verkaufsförderung für Klimakiller vom Klimaschutz im Verkehrsbereich. Anstatt, dass die Autoindustrie endlich marktgerechte verbrauchsarme Autos herstellt, setzt sie weiter auf die großen Fahrzeuge. Die geplante Steuerbefreiung ist eine weitere gigantische Verkaufsförderung für Klimakiller.“ Resch erinnerte daran, dass die nun von Umweltminister Sigmar Gabriel als „besonders saubere Fahrzeuge“ angepriesenen Autos ab dem kommenden Jahr EU-weiter gesetzlicher Standard sind. Und ab September 2009 dürfen nur noch Autos mit der Schadstoffklasse Euro 5 verkauft werden – sie erfüllen also lediglich die Gesetzeslage.
comments
One Response to “Bundesregierung plant Subventionierung von Spritfressern”
Leave a Reply

Sehr geehrte Damen und Herren,
auf dem Markt überschlagen sich die Ereignisse und Ihr Blog schweigt! Vermutlich sind die Vorbereitungen auf die erste Ausgabe so zeitraubend. Dennoch sollte es doch möglich sein die aktuellsten Neuerungen auf dem Markt der “Ecomobile” hier auf der Seite anzukündigen. Genau wie im Magazin würde es ja zunächst reichen die Pressemitteilungen zu übernehmen.
So hat z.B. Volvo inzwischen die ersten Modelle mit unter 120g CO2 Emission angekündigt: C30, S40 und V50 in der drive Version mit 4,5 Liter Normverbrauch.
Entweder wir beschließen alle miteinander, das kommende Ölknappheit und die Klimaerwärmung alles nur Märchen sind, dan sollten Sie sich weitere Arbeit sparen. Oder aber wir, und Sie, nehmen die Entwicklung ernst, dann bedarf es sehr wohl eines ausgewogenen Fachmagazins welches den Mobilitätskonsumenten klar aufzeigt welche Alternativen es heute schon gibt und wie hoch der “Preis” ist, den wir dafür zahlen müssen. Alternativen und Kompromisse sind gefragt.
In diesem Blog sollten Sie doch zumindest den Appetit wecken und auf die leider noch recht spärlichen echten Neuerungen der Industrie hinweisen. Fast 1 Monat mit einem längst überholten Artikel ist einfach zu lang.
Dennoch wünsche ich Ihnen viel Erfolg beim Magazinstart!