ADAC-Straßenwacht mit Brennstoffzellen unterwegs
Die ADAC-Straßenwacht wird ab Januar 2009 mit dem Opel HydroGen4 ein Brennstoffzellenauto im Pannendienst einsetzen. Die Gelben Engel testen das Auto zunächst bis 2010 in Berlin, um herauszufinden, ob Fahrzeug und Betankungstechnologie den hohen Anforderungen beim Pannendienst standhalten. Die im Langzeittest ermittelten Ergebnisse werden dem Hersteller im permanenten Datenaustausch zur Verfügung gestellt. Die Emissionsfreiheit im Betrieb ist ein klarer Vorteil des Brennstoffzellenantriebs. Statt eines Verbrennungsmotors besitzt der HydroGen4 einen Elektromotor. Dieser erhält seinen Strom von der wasserstoffbetriebenen Brennstoffzelle. Sie liefert Strom für Antrieb und Steuerungselektronik. Das Fahrzeug verfügt über einen leisen und effizienten Antrieb. Als „Abgas“ entsteht nur Wasserdampf.
Nationale Strategiekonferenz Elektromobilität
Am 25. und 26. November 2008 findet in Berlin die „Nationalen Strategiekonferenz Elektromobilität“ statt. Die Konferenz wurde von der Bundesregierung als Signal von Politik, Forschung und Wirtschaft initiiert, um die führende Rolle Deutschlands in den Bereichen Automobil und Energietechnik auch bei der Elektromobilität zu stärken. 400 Experten und Entscheidungsträger aus Industrie, Wirtschaft, Forschung und Politik werden als Teilnehmer erwartet. Mit mehr als zehn Jahren Erfahrung im Bereich elektrisch betriebener Fahrzeuge ist die FINE Mobile GmbH, Hersteller des TWIKE, als kompetenter Ratgeber vom Veranstalter eingeladen worden. Das Unternehmen wird deshalb als Teilnehmer und Aussteller an der Veranstaltung teilnehmen. Interessierte Gastpiloten haben bei der Konferenz die Möglichkeit, die aktuelle Version LION TWIKE in Aktion zu erleben. Diese neueste Generation des Elektromobils wird in der Modellvariante „Active“ für Probefahrten bereit stehen. In diesem Modell wird, anders als beim TWIKE „Easy“, einem reinrassigen Elektromobil, der leistungsfähige Elektromotor durch eine Human-Power-Komponente ergänzt. Die Piloten haben hier die Möglichkeit, mit Ihrer Muskelkraft über Pedale zum Antrieb beizutragen.
Solarindustrie will Opel kaufen
Solarworld AG will Opel kaufen und den ersten grünen Automobilkonzern errichten. Ein Angebot ist bereits zu GM unterwegs. Die SolarWorld AG plant dem US-amerikanischen Automobilkonzern General Motors (GM) das Angebot zu unterbreiten, die vier deutschen Werke und das Entwicklungszentrum in Rüsselsheim der Adam Opel GmbH zu übernehmen. Damit materialisiert sich die strukturelle-tektonische Verschiebung und Umbau in der deutschen Industrielandschaft, wonach eine “grüne” Industrie rund um die Solarbranche sich anschickt, Leitindustrie zu werden und damit die Automobilindustrie als solche abzulösen. Dafür kann die SolarWorld AG Opel Barmittel in Höhe von 250 Mio. Euro und Banklinien von 750 Mio. Euro vorbehaltlich einer Bundesbürgschaft bereitstellen.
Der bisher ausschließlich in der Solartechnologie aktive Konzern würde damit Opel zum ersten ‘grünen’ europäischen Autokonzern weiterentwickeln. Kernvoraussetzung für die Abgabe des Angebotes zur Übernahme ist die komplette Trennung aus dem GM-Konzern und eine Kompensationszahlung von 40.000 Euro pro deutschem Arbeitsplatz (insgesamt 1 Mrd. Euro).
An den vier deutschen Opel-Standorten soll nach Vorstellung der SolarWorld AG künftig neben der nachhaltigen Weiterentwicklung der erfolgreichen Baureihen eine neue Fahrzeuggeneration mit energieeffizienten und emissionsarmen Antrieben produziert werden. Das europäische Entwicklungszentrum in Rüsselsheim arbeitet bereits an Lösungen für zukunftsfähige Elektrofahrzeuge wie dem ‘Volt’. Mit dem Umbau der Produktpalette würde der traditionsreiche deutsche Autobauer künftig insbesondere Elektro- und Hybridfahrzeuge und Typen neuester Technologie wie extended-range Elektrofahrzeuge anbieten, die Elektro- und Verbrennungsmotor hocheffizient kombinieren.
