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Biotreibstoffe fördern fossile Abhängigkeit

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100 km Reichweite für 3 Euro

Ein bivalentes Autogas-Konzeptfahrzeug auf Basis des Chevrolet Matiz hat Fahrmitgas.de (Systemlieferant für Chevrolet Deutschland) entwickelt. Dieses Fahrzeug soll nach eigenen Angaben mit drei Euro Treibstoffkosten zirka 100 Kilometer weit fahren können. Möglich werde dies durch den Einsatz einer neu abgestimmten LPG-Anlage (die als Sonderausstattung im Chevrolet-Programm erhältlich ist) sowie mehrerer verbrauchsreduzierender Maßnahmen. So wurde die Steuerelektronik speziell auf die 111-Oktan-Qualität von Autogas programmiert und die Leistungsentfaltung im mittleren Drehzahlbereich verbessert. Hilfreich war außerdem eine Start/Stopp-Automatik, Leichtlaufreifen und eine dreifarbige Tachometer-Anzeige. Durch die Montage von speziellen Fahrwerksfedern liegt die Studie um zirka drei Zentimeter tiefer auf der Straße, was der Aerodynamik und damit der Treibstoffreduktion zuträglich ist.
Das Resultat ist eine CO2-Reduzierung des Concept Cars von 15 Prozent gegenüber dem Serienmodell (107 Gramm CO2/km). Angaben zum Verbrauch machte der Anbieter bislang noch nicht.
Fahrmitgas.de-Geschäftsführer Udo Szamatulski denkt bereits über die Weiterentwicklung zum Serienauto nach.

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Schnellstes Elektroauto kurz vor Serienreife

Der US-amerikanische Rennwagenhersteller Shelby SuperCars (SSC) will bis Ende 2009 das schnellste Elektroauto der Welt produzieren. Der Aero EV (Electric Vehicle) soll mit 1000 PS in rund 2,5 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigen und eine Spitzengeschwindigkeit von mehr als 330 km/h erreichen. Völlig neu sind auch die Ladezeiten für die Batterie, die angeblich nur zehn Minuten betragen, berichtet das Unternehmen. Angetrieben wird der Aero EV durch eine Eigenentwicklung des Unternehmens. Das Batterie-Konzept “All-Electric Scalable Powertrain” ist nach Herstellerangaben aufgrund seiner skalierbaren PS-Leistung, seinem geringen Gewicht, der kompakten Bauform und minimalen Ladedauer bisher weltweit einzigartig.
Bilder: http://www.shelbysupercars.com/press-photos.php

- rl / SSC -
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Zunehmendes Interesse an Öko-Autos

Die große Mehrheit der deutschen Autofahrer ist einer Umfrage zufolge grundsätzlich am Kauf umweltfreundlicher Autos interessiert und würde dafür sogar mehr Geld ausgeben. Das geht aus der jüngsten Umfrage der Dekra unter mehr als 1250 Personen im November und Dezember hervor.

92,4 Prozent aller Befragten seien zu einem Umstieg auf ein Fahrzeug mit alternativer Technik bereit. Fast zwei Drittel (62,9 Prozent) würden dafür auch einen höheren Preis zahlen, wenn sie Förderungen bekommen oder das Auto relativ niedrige Betriebskosten hat. Außerdem akzeptieren die meisten Autofahrer für mehr Umweltschutz auch Nachteile.
Fast zwei Drittel der Befragten (61,5 Prozent) würden auch, der Studie zufolge, eine geringere Fahrleistung in Kauf nehmen und rund 40 Prozent eine geringere Reichweite. Mit einem schlechteren Tankstellennetz könnten sich 37,3 Prozent arrangieren, mit häufigerer Wartung der Fahrzeuge fast jeder Dritte (27,8 Prozent). 17,7 Prozent der Autofahrer sind allerdings nicht bereit, für ein spritsparenderes Auto Nachteile zu akzeptieren.

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Autopolitik in der Sackgasse

Als konjunkturpolitisch weitgehend wirkungslos und ökologisch kontraproduktiv haben die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und der Verkehrsclub Deutschland (VCD) die im Rahmen des Konjunkturprogramms der Bundesregierung beschlossenen Hilfen für die Automobilindustrie kritisiert. Die Eckpunkte für eine am CO2-Ausstoß orientierte Kfz-Steuer und der als „Umweltprämie“ verbrämte reine Kaufzuschuss zur Ankurbelung des Autoabsatzes seien inakzeptabel.
„Jahrelang haben Bund und Länder die am CO2-Ausstoß orientierte Kfz-Steuerreform diskutiert, um den Individualverkehr Richtung Klimaschutz zu steuern – und nun sollen zukünftige Autokäufer ausgerechnet für die übelsten Klimakiller weniger zahlen als bisher“, sagte Resch. Mit dem Konzept eines „Sockelbetrags“ und nur schwach steigenden Belastungen pro Gramm CO2-Ausstoß, die zudem erst bei 120g CO2-Ausstoß pro Kilometer ansetzen, fehle für die Autobauer außerdem der Anreiz, Sprit sparende Fahrzeuge mit deutlich niedrigeren CO2-Emissionen voranzutreiben oder innovative Antriebe wie etwa Erdgas-, Hybrid- oder Elektro-Motoren weiter zu entwickeln.
Lottsiepen forderte stattdessen Investitionen in den öffentlichen Personenverkehr (ÖPNV), die viel höhere Beschäftigungs- und Umwelteffekte zur Folge hätten. Würde der Umweltverbund durch modernere Fahrzeuge und bessere Verbindungen gestärkt, führe dies zu mehr Fahrgästen in Bussen und Bahnen und somit zu einem Aufschwung bei Busherstellern und im Schienenfahrzeugbau. Mehr Bus-, Lok- und Straßenbahnfahrer würden gebraucht, dazu mehr Service- und Wartungskräfte. So könnten zigtausende Jobs geschaffen und eine zukunftsfähige Verkehrspolitik eingeleitet werden.
Resch und Lottsiepen erklärten, sie seien keineswegs grundsätzlich gegen konjunkturfördernde Umweltprämien im Autobereich. So wäre es nach Überzeugung von DUH und VCD vernünftig, Dieselpartikelfilter in Nutzfahrzeugen zu fördern, wovon allerdings im Konjunkturprogramm der Regierung keine Rede sei. Partikelfilter in Transportern und Lkw würden die Luftqualität in den Ballungszentren nachhaltig verbessern. Weil sie hauptsächlich in heimischen mittelständischen Betrieben gefertigt und in ortsansässigen Werkstätten eingebaut werden, hätte ein solches Programm tatsächlich eine konjunkturfördernde Wirkung.

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Elektroauto Mindset in Berlin

Anlässlich der Konferenz “Elektromobilität und Ihre Auswirkungen für die Energiewirtschaft” (14. und 15. Januar) fand gestern die erste Fahrt des Schweizer Konzeptfahrzeuges Mindset auf öffentlichen Straßen statt. Es ist das erste, rein für die Elektromobilität entwickelte Auto Europas. Die Probefahrt mit Chefingenieur Stephan Hartmann (Mindset AG) am Steuer, führte vom Brandenburger Tor aus, rund um den Berliner Tiergarten. Kongressteilnehmer und Journalisten begleiteten den Elektroflitzer in einem Open-Top Sightseeing Bus.

Den Paradigmenwechsel, den die Schweizer Entwickler mit mindset vorantreiben wollen, erläuterte Prof. Paolo Tumminelli (Spirt Avert AG) während der Konferenz. Er plädierte, auf humorvolle Art, an die deutschen Entscheidungsträger, doch mit Herz und Fantasie neue Wege zu beschreiten und weniger zu Zaudern.

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CDU/CSU plant Kfz-Steuergeschenke für Spritschleudern

Der Vorschlag von der CDU/CSU zur Ausgestaltung der Kfz-Steuerreform führt zu Quersubventionierung von Klimakiller-Pkw durch Kleinwagenhalter – deshalb fordert die Deutsche Umwelthilfe eine CO2-basierte Kfz-Steuer mit klarer Lenkungswirkung für klimafreundliche Fahrzeuge.
Der deutschen Umwelthilfe zufolge, dient der neue Vorschlag der Union für eine „aufkommensneutrale“ CO2-basierte Kfz-Steuerreform einmal mehr einer steuerlichen Entlastung übermotorisierter Luxus-Pkw aus den Häusern Daimler, VW/Porsche und BMW – zulasten klimafreundlicher Pkw. Zur für den kommenden Montag vorgesehenen Koalitionsrunde lassen die deutschen Autobauer die CDU/CSU einen Kfz-Steuer-Vorschlag unterbreiten, der dazu führen würde, dass der Opel Corsa Fahrer zukünftig einen Solidarbeitrag für den Porsche Cayenne Fahrer zahlen müsste: Da die neue Kfz-Steuer nach CO2 insgesamt zu keinen Steuermehreinnahmen führen soll, führt eine „Grundsteuer für emissionsarme Fahrzeuge“ wie von der Union vorgeschlagen automatisch zu einer Absenkung des Betrages pro Gramm CO2. Bei dem von der CDU geforderten linearen Verlauf wirkt sich diese Senkung umso stärker aus, je höher Spritverbrauch und damit CO2-Ausstoß des Fahrzeugs ist. Kritik übt die DUH aber auch an den SPD-Vorschlägen, die Besteuerung erst bei 250 – 300 g CO2/km progressiv zu erhöhen. Dies würde ganze 1 – 3 % der Neuzulassungen betreffen.

Konkret schlägt die DUH vor, alle Fahrzeuge unter 100 g CO2 / km von der Kfz-Steuer zu befreien und bereits bei 160 g CO2 / km die lineare CO2-Besteuerung progressiv und ab 210 g CO2 /km stark progressiv ansteigen zu lassen.