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Honda: Zufrieden mit AMI, Absage für IAA 2009

Geld? Es kommt drauf an, was man draus macht! Mal eben einen zweistelligen Millionenbetrag spart sich branchenüblich ein Autohersteller, der nicht an der IAA in Frankfurt teilnimmt – auch Honda sagte nach Nissan, Mitsubishi und Daihatsu jetzt die Teilname für dieses Jahr ab. 

Mit einer „Retourkutsche“ (deutsche Hersteller gaben mit Ausnahme von Porsche bereits unisono der Tokyo Motor Show 2009 einen Korb) habe die Absage jedoch nichts zu tun, bestätigte uns Dr. Alexander Heintzel, Sprecher von Sprecher von Honda Motor Europe North.

Hier Millionen einsparen . . .

Der japanische Hersteller reagiere vielmehr „auf das globale ökonomische Klima“ – will heißen: Sparen an allen Ecken ist angesagt. Dabei trifft es sich gut, dass die Absage auch gleich dem globalen ökologischen Klima zugute kommt. Statt Millionen in Frankfurt auszugeben „stärken wir die Aktivitäten in den Bereichen, die direkt der Umwelt und den Kunden zugute kommen.“ Es gibt viel zu tun: Honda plant u. a. für 2010 die Markteinführung eines sportlichen Hybriden basierend auf dem CR-Z Concept. Danach wird der Jazz Hybrid folgen.

. . . dort Millionen investieren

Was in diesem Jahr in Frankfurt gespart wird, wird andernorts in Deutschland anlegt: Statt in Messestand, Techniktross, Werbungs-, Hotel- und Reisekosten, investiert Honda Millionen in ein neues Forschungsprojekt und ein Schulungszentrum: Die Honda Research & Development in Offenbach wird im Herbst 2009 mit einer Langzeitstudie beginnen. Dabei sollen auf Basis des FCX Brennstoffzellentechnik und Wasserstoffeinsatz unter europäischen Bedingungen erprobt werden. In Hanau fand am 23. März der Spatenstich für die neue Honda Akademie statt, ein Schulungszentrum mit einem Investitionsvolumen von rund 15 Millionen Euro. Das Trainings Zentrum soll nicht nur für Deutschland, sondern für Honda Europa und auch Dritten als Schulungsstätte dienen. Schließlich müssen Mitarbeiter von Honda ihren Kunden auch künftig fundiert erklären können, wie ein Hybrid funktioniert.

Volle Bude auch dank Insight

Das geschieht inzwischen hunderte Male am Honda-Messestand auf der AMI Leipzig: Dort herrscht „volle Bude trotz rückläufiger Besucherzahlen“. Diesen erfreulichen Zwischenbericht gab uns Alexander Heintzel ebenfalls. Erfreulich deshalb, weil wir u. a. erfuhren, dass der neue Insight nicht nur in Japan bereits läuft wie geschnitten Brot (in zwei Monaten 18.000 Bestellungen) sondern auch in Leipzig sehr gut ankommt: Das neue Hybridfahrzeug steht ab 18. April bei den deutschen Händlern und die, sagte Heintzel, „bestellten auf der Messe bereits recht gut“. Lob also für die Automesse in Leipzig: „Das ist eine sehr wichtige, lohnende Regionalmesse“.

Das beste Ergebnis seit 17 Jahren

Über 400 Testfahrten haben Messebesucher bereits für den Insight Hybrid gebucht (Stand 2. April). Händler und Kunden geben sich das Lenkrad zu Probefahrten in die Hand und demonstrieren dem eingebauten Ecoassistenten mit Feuereifer ihr Fahr&Spar-Können. Mit einem Rekord-Durchschnittsverbrauch von 4,0 Liter sei der sparsamste Insight-Fahrer aus einem Wettbewerb unter Verbrauchern hervorgegangen – damit läge dieser Spritspar-King noch um 0,8 Liter unter den Herstellerangaben. Hybrid fahren kann also Spaß machen, lautet die Quintessenz: „Das Auto passt jetzt genau“, resümiert Heintzel deshalb „sehr zufrieden“ – und das, obwohl das stärkste Messewochenende in Leipzig erst noch bevorsteht. Zufrieden kann Honda auch mit der aktuellen Verkaufsbilanz sein, die das Kraftfahrt-Bundesamt jetzt turnusmäßig veröffentlichte: Mit 7799 verkauften Einheiten (vor allem Jazz und Civic) fuhr der japanische Importeur hierzulande sein bestes Ergebnis seit 1992 ein, 90 Prozent mehr als im März 2008.   

 - darue –

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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