Renault-Nissan: Mit Null-Emission gegen die Krise
Ruckzuck, so macht man Umweltpolitik: Prüfen, Chance erkennen und die Tür zur Zukunft öffnen. Monaco und Renault-Nissan besiegelten ihre Zusammenarbeit. Das bedeutet: Ab 2011 soll im Fürstentum Monaco flächendeckend eine vollkommen emissionsfreie Mobilität etabliert werden.
Der Plan sieht vor, dass in zwei Jahren in Monaco jedes zweite Neufahrzeug der öffentlichen Fahrzeugflotte emissionsfrei mit Strom angetrieben wird. Bei der Allianz mit Nissan-Renault geht es nicht nur darum die Elektrofahrzeugflotte auszubauen (siehe weiter unten), sondern auch das bereits bestehende Ladenetz mit derzeit 176 Stationen. An 300 Stellen wird man künftig in Monaco Strom tanken können, darunter an drei spezielle Stationen, die Schnellladevorgänge innerhalb weniger Minuten ermöglichen. So schnell kann’s gehen: Monaco ist nach Portugal damit das zweite europäische Land, das mit der Allianz Renault-Nissan ein Abkommen über ein Null-Emissions-Programm vereinbart hat.
Die monegassische Regierung erwägt darüber hinaus Kaufanreize für Elektrofahrzeuge, meldet Nissan anlässlich der jetzt beschlossenen Kooperation. Weitere Maßnahmen, wie zum Beispiel spezielle Parkplätze mit bevorzugter Nutzung durch Besitzer von Elektrofahrzeugen sowie vergünstigte Parkgebühren werden ebenfalls geprüft. Um den Bekanntheitsgrad des Zero-Emissions-Programms zu steigern und der Öffentlichkeit die neue Technologie näher zu bringen, planen die Partner Informationsveranstaltungen und Fahrzeug-Demonstrationen während des Formel 1 Grand Prix in Monaco. Denn Fürst Albert II. von Monaco ist fest überzeugt: „Die aktuelle Weltkrise bietet innovativen Automobilherstellern wie Renault-Nissan eine einmalige Gelegenheit, und diese Chance muss für fortschrittliche Lösungen genutzt werden.“ Wir meinen: Europäische Regenten könnten sich von Entschlossenheit und Weitblick des Fürsten ein Scheibchen abschneiden. Und deshalb unser Gruß an den G-20-Gipfel nach London: Yes you can – Just do it!
Und weil der Fürst gleich Nägel mit Köpfen machen wollte, unterzeichnete er auch gleich eine weitere Absichtserklärung mit Mitsubishi Motors Europe und MC Automobile Europe. Das Fürstentum Monaco will mit einer Flotten von Elektrofahrzeugen den CO2-Ausstoß im Land senken und beabsichtigt, weltweit eine führende Rolle für den Einsatz dieser Automobile zu übernehmen. Mitsubishi Motors, sieht das Fürstentum als idealen Partner für weitere Tests und die Vermarktung des Mitsubishi i MIEV. Ende 2009 wird eine Fahrzeugflotte bei der Post und der Telefongesellschaft, aber auch von Hotels und dem Kasino in Monte Carlo eingesetzt werden. Ziel ist es dabei, die Alltagstauglichkeit der Elektrofahrzeuge zu demonstrieren. Derzeit wird der Mitsubishi I MIEV in Japan, Neuseeland, Amerika und Europa vorgestellt und getestet. Die Markteinführung in Japan ist für den Sommer dieses Jahres vorgesehen. Der Europa-Start des Elektrofahrzeugs (Linkslenker-Version) ist für das Jahr 2010 vorgesehen.
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One Response to “Renault-Nissan: Mit Null-Emission gegen die Krise”
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Es ist wirklich erstaunlich, wie sehr momentan alle im Elektro-Auto Wahn sind. Alle wollen die fortschrittlichsten sein und unterstützen die Autobauer mit Verträgen oder Subventionierungen. Naja. Alle außer Deutschland
In den USA spendiert Barack Obama 8 Milliarden Dollar an Ford und Nissan um die Entwicklung der Elektrofahrzeuge zu finanzieren und voran zu bringen. Vielleicht ist es in Zukunft ja wirklich der Fall, dass wir alle nur noch mit den umweltfreundlichen Autos unterwegs sind. Wenn jetzt der ganze Strom mit Windkraft und Solarenergie erzeugt würde, wäre die Umwelt sicherlich unheimlich dankbar