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i-MiEV on the road: juwi und Mitsubishi kooperieren in Sachen Zukunft

mitsubishi-imiev_juwismallDie Welt blickt auf das rheinhessische Wörrstadt. Und wir auf den Horizont. Dort, zwischen den Feldern, hinter den summenden Windrädern taucht er auf: Ein ganz normaler Kleinwagen. So sieht er aus. Aber warten Sie mal bis er näher kommt, dann hören Sie, dass er etwas ganz Besonderes ist: Sie hören nichts.

Der Mitshubishi i-MiEV (Mitsubishi innovative Electric Vehicle) fährt rein elektrisch. Er ist kein abgefahrenes Forschungsfahrzeug, das von Event zu Event tingelt, sondern das weltweit erste in Großserie gebaute Elektro-Fahrzeug. „Lieber heute als morgen“, sollte der etwa 80 Fahrzeuge umfassende Fuhrpark der Sauberstrommänner von juwi komplett auf serienreife Elektromobile umgestellt werden, „sicher jedoch noch in diesem Jahr“, hatte Dr. Ronald Große als Projektleiter und Manager Solare Mobilität uns im Frühjahr prophezeit.
Und siehe da: Gerade mal fünf Monate nachdem wir dem energiegeladenen Vorstand der juwi-Gruppe, Matthias Willenbacher, einen elektrisierenden Besuch in Wörrstadt abgestattet hatten (lesen Sie hier), gab er jetzt ebendort den Startschuss für die deutschlandweite Roadshow des i-MiEV.

matthias-willenbacher-und-fred-jung-78Ehre wem Ehre gebührt: juwi ist einer der führenden international tätigen Projektentwickler von Wind-, Solar- und Bioenergie-Anlagen zur sauberen Stromerzeugung und einen wie den i-MiEV gibt es weltweit kein zweites Mal. Seit Juli rollt er serienmäßig stromgetrieben über japanische Straßen. In Zukunft wird er nun eine wichtige Rolle im rheinland-pfälzischen Fuhrpark des Global-Players juwi spielen.

Ob der 3,40 Meter lange richtige Viersitzer womöglich dem Tesla-Roadster die Show stehlen wird, der bislang bei juwi in Wörrstadt unter dem Solarparkdach und im Rampenlicht steht? Auch den holte sich E-Mobil-Fan Willenbacher als Erster von allen nach Europa.

Elektrosportwagen Tesla Roadster am Pariser Platz Matthias Willenbacher und Martin van Vugt, Geschäftsführer von Mitsubishi Motors Deutschland erklärten am 29. Juli ihre gemeinsame Absicht, den Mitsubishi i-MiEV als Zero-CO2-Fahrzeug ins rechte Licht zu rücken. Der Flitzer aus Japan soll in Deutschland Ende 2010 den Automobilmarkt aufmischen und den deutschen Diesel- und Benzinpropagandisten zeigen wo der Bartel den Strom und die Menschheit zukunftsfähige Technik herholt.

Dass die Zusammenarbeit von juwi und Mitsubishi sich „positiv auf die Umwelt auswirken wird“, wie Martin van Vugt bei der Unterzeichnung der Absichtserklärung in Wörrstadt sagte, ist so sicher wie das Ende der fossilen Treibstoffe. Und dass „die Verbindung von Elektrofahrzeugen mit erneuerbaren Energien ist ein wirkungsvoller Beitrag zum Klimaschutz ist“, propagieren in diesen Tagen nicht nur Politiker und Umweltverbände.

Matthias Willenbacher wiederholte noch einmal sein Credo, das er gemeinsam mit Compagnon Fred Jung vertritt: “Elektromobilität alleine reicht nicht und macht nur Sinn, wenn der Strom von Anlagen erzeugt wird, die aus erneuerbaren und damit sauberen Energieträgern gespeist werden.“ So wie aus dem hauseigenen Solarcarport, der vor dem Wörrstädter Firmensitz der juwi steht – „natürlich“ dem effizientesten Bürogebäude der Welt.

An acht Standorten in ganz Deutschland (die wir hier veröffentlichen, sobald Mitsubishi unsere diesbezügliche Anfrage beantwortet hat) wird Mitsubishi Motors in den kommenden Wochen Vorserienmodelle des i-MiEV der interessierten Öffentlichkeit, Journalisten und Unternehmen der Energiebranche vorstellen. Fahrtests stehen dabei ebenso auf dem Programm wie die technische Präsentation des Fahrzeug-Konzepts.

mitsubishi_miev_querschnittsmallDer Mitsubishi i-MiEV ist „ein wesentlicher Kernpunkt der Umweltstrategie von Mitsubishi Motors“. Bis zum Jahr 2020 will das japanische Unternehmen den Anteil von Elektrofahrzeugen an der Gesamtproduktion auf 20 Prozent erhöhen. Der knapp 3,40 Meter lange Viersitzer wird ausschließlich über einen 64 PS starken Elektromotor im Heck angetrieben. Die Batterie-Einheit, 88 Lithium-Ionen-Akkus des Batterieherstellers Yuasa, sitzt im Fahrzeugboden. Mit einer vollen Batterieladung hat der 1100 Kilogramm wiegende Viersitzer eine Reichweite von 144 Kilometern (EU Zyklus) und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 130 km/h.

mitshubishi_miev_cockpitsmallInnerhalb von sieben Stunden kann die Batterie an jeder konventionellen Haushaltssteckdose geladen werden, eine Schnellladung an einer speziellen Schnellladestation dauert ca. eine halbe Stunde, so die Herstellerangaben. Noch keine Angaben machte Mitsubishi über den europäischen Preis. In Japan, wo dieses Jahr ca. 2000, nächstes Jahr 4000 i- MiEVs gebaut und exportiert werden sollen, kostet der elektrisierende Kompakte derzeit umgerechnet etwa 34000 Euro.

- darue – quelle/fotos: ecomobil/juwi/mitsubishi motors

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One Response to “i-MiEV on the road: juwi und Mitsubishi kooperieren in Sachen Zukunft”

  1. André Gesellchen on August 3rd, 2009

    Bei all den Jubeltönen sollte man Folgendes bedenken: Ein vergleichbarer Kleinwagen mit Benzin-Motor kostet, sagen wir mal 12.000 Euro und verbraucht sechs Liter auf 100 km. Bei einem Literpreis von großzügigen 1,50 Euro lohnt sich die Anschaffung des I-MiEV bei ca. 240.000 Kilometern Laufleistung. Und da habe ich die Kosten für den Strom (und die irgendwann fällige, teure Ersatzbatterie) noch nicht eingerechnet. Fazit: so wichtig Alternativen und die E-Mobilität auch sind, Auf dem Markt für Kleinwagen zählt auch die wirtschaftliche Seite.

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