Honda startet Aufklärungsoffensive: Ein Hybrid ist nicht unanständig!
Gerührt oder geschüttelt? Gemischt oder gekreuzt? Analog und zugleich digital? Elektrisch und fossil? Ein Maulesel, eine Apfelbirne oder gar ein Bastard? Chimäre, Zwitter oder Hermaphrodit?
Was ist eigentlich ein Hybrid?
Haben wir Sie auf dem falschen Fuß erwischt? Drücken auch Sie sich verschämt in der Halbwissen-Ecke herum? Von Selbstüberschätzung (griechisch „Hybris“) weit und breit keine Spur: Fragen Sie mal alle Besserwisser nach der genauen Definition: Aber googeln gilt nicht! Wenn Sie Glück haben, kann’s Ihr Autohändler ums Eck erklären, ohne rot zu werden. Vielleicht ist er ein Toyota/Lexus- oder Honda-Händler. Die nämlich müssten es auf alle Fälle wissen: Verkaufen sie doch Europas derzeit einzige Serien-Hybriden mit Verbrennungs- und Elektromotor.
Honda verkauft seinen neuen Insight übrigens wie die berühmten warmen Semmeln (oder geschnitten Brot): Im April, dem ersten Verkaufsmonat des Insight in Europa, war der Mild-Hybrid (Ottomotor + Elektromotor) „das populärste Fahrzeug mit benzin-elektrischem Antrieb auf dem Markt“. 2001 Insights wurden verkauft, meldet Honda Europa aus Offenbach stolz und freut sich über den Erfolg, der „einhergeht mit dem Erfolg des Insight in Japan, wo er im April das erste Hybridfahrzeug war, das auf Platz eins der Zulassungsstatistik kletterte“. In Europa sind bis Ende Mai mittlerweile knapp 5.400 und weltweit bereits über 38.000 Insights verkauft worden.
Aufklären wie weiland Oswald Kolle
Damit es noch mehr werden und der neue Toyota Prius, der in diesen Tagen auf den europäischen Markt rollt, dem Insight keinen dicken Strich durch die Erfolgsstory macht, startet Honda eine Aufklärungsoffensive wie weiland Oswald Kolle. Damit alle Autofahrer begreifen, dass ein Hybrid nichts Unanständiges ist und wie’s funktioniert, gibt es Hybrid-Infoveranstaltungen beim Händler : „Praxisnahe Informationen zur Hybridtechnik“ verspricht der japanische Hersteller allen Interessierten, und sich selbst: „Missverständnisse aus dem Weg zu räumen, offene Fragen zu klären und Vorbehalte abzubauen“. Und beide Hybrid-Modelle (Civic Hybrid und Insight Hybrid) ins richtige Rampenlicht zu rücken. Insgesamt sind in den ersten zwölf Monaten über 20 Veranstaltungen in Deutschland geplant. Einen Insight Probe fahren darf man auch. Termine sind im Internet unter www.honda.de/hybrid-infoabend abrufbar, wer mag, kann sich online für die Teilnahme registrieren lassen. Stationen im Juli sind unter anderem München, Hamburg, Augsburg, Dortmund und Stuttgart.
O,6 Liter mehr, 5.400 Euro weniger
Das Segment der Fahrzeuge, die mit alternativen Kraftstoffen oder Hybridantrieb angetrieben werden, wird auch in Zukunft weiter wachsen, kündigt Honda an. Mit der Serienversion des CR-Z Concept und einem Jazz Hybrid will der japanische Hersteller die Auswahl an Hybridfahrzeugen auch in kleineren Fahrzeugsegmenten „in Zukunft deutlich vergrößern“. Weltweit will Honda über 500 000 Hybride pro Jahr verkaufen. Der Insight kostet in Deutschland ab 19.550 Euro, und wurde deshalb zum „Volks-Hybrid“ ernannt. Der Normverbrauch laut Hersteller beträgt 4,5 Liter auf 100 Kilometer (lesen Sie dazu auch unseren Fahrbericht). Der Toyota Prius fährt seit 1997 inzwischen eine Million Mal über den Globus, allerdings dauerte dies etwa zwölf Jahre (seit 1997). Der neue Prius der dritten Generation steht seit 27. Juni beim Händler und vermeldet: Normverbrauch 3,9 Liter/100 km, Preis ab 24.950 Euro.
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