Wie man besser fährt. Bundesweite Spritsparaktion startet
Die Fahrer von mehr als 720 Millionen Pkw auf den Straßen der Welt (bis 2020 sollen schätzungsweise noch einmal 130 Millionen dazu kommen) müssen lernen wie man besser fährt. Denn noch verbrennen diese Pkw jährlich etwa 500 Milliarden Liter Diesel und Benzin, und pusten rund 1,2 Milliarden Tonnen CO2 in die Luft. Zuviel zum Überleben.
Gut, dass es heute bereits kluge Technik (z.B. Eco Assist und eco:DRIVE), kluge Fahrschullehrer und kluge Autofahrer gibt, die wissen wie man Sprit spart. Ohne dieses Wissen läuft in Zukunft nichts mehr.
„Für Geldbeutel und Klima“ startet der ökologische Verkehrsclub gemeinsam mit den bundesdeutschen Verbraucherzentralen (vzbv) jetzt eine bundesweite Spritsparaktion. Autofahrer erhalten Spritspartipps, mit denen sie „bis zu 30 Prozent Kraftstoff sparen und damit zum Klimaschutz beitragen können”. Ab Montag, 20.Juli informieren Verbraucherzentralen und der Verkehrsclub Deutschland an Straßen, Rastplätzen oder Ausflugszielen Autofahrer, wie sie mit einfachen Tricks Sprit, CO2 und Geld sparen können.
Sprit sparen ist das, was wir alle JETZT tun können, solange die Ingenieure noch am Tüfteln sind und die Autohersteller händeringend grübeln, wie sie ihre Produktionsbänder endlich komplett umstellen können auf effiziente(re) Sparmodelle. Denn: „Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Automobilwirtschaft hängt mehr denn je von der Leistungsfähigkeit, den Kosten für Schlüsseltechnologien sowie der Kooperation der Akteure in Forschung, Wirtschaft und Politik ab“, sagt Univ.-Prof. Dr. Marion Weissenberger-Eibl, Institutsleiterin des Fraunhofer ISI.
Jedes Milchmädchen weiß, dass clevere Autofahrer, die den Fuß vom Gas und die Zementsäcke aus dem Kofferraum nehmen, ebenso unabdingbar sind für unsere Welt, wie neue Schlüsseltechnologien für den Individualverkehr: Denn von den knapp 170 Millionen Tonnen CO2, die der gesamte Verkehrssektor pro Jahr verantwortet, gehen über die Hälfte auf das Konto der 41 Millionen in Deutschland zugelassenen Pkw, rechnet der VCD vor, und: “Wenn nur ein Prozent der Autofahrer(und -innen) in Deutschland alle Spritspartipps beherzigt und ihren Kraftstoffverbrauch um 30 Prozent reduziert, würden pro Jahr knapp 265.000 Tonnen CO2 eingespart”, sagt vzbv-Vorstand Gerd Billen.
Billen appelliert zugleich an die Autohersteller, bei der Entwicklung klimaverträglicher Antriebstechniken „nicht nachzulassen“ und sparsame Modelle stärker zu bewerben – “allerdings mit realistischen Angaben über den Sprit-Verbrauch”. “Denn noch immer schönt die Autoindustrie bei vielen Modellen die Verbrauchswerte”, warnte Billen. Die Klimakampagne “für mich. für dich. fürs klima.” mahnte bereits mehrere Hersteller und Händler wegen falscher oder fehlender Angaben zum Kraftstoffverbrauch einzelner Modelle ab.
“Wenn Hersteller, Handel und Verbraucher an einem Strang ziehen, kann der CO2-Ausstoß im Verkehrsbereich erheblich gesenkt werden”, so Billen. “Die Autofahrer können schon mit einfachen Tricks ihre Tankkosten um bis zu mehrere hundert Euro im Jahr senken – ohne auf Komfort zu verzichten oder weniger mobil zu sein.”
Wir meinen: Sprit sparen sollte zu einer grundsätzlichen sozialen Kompetenz werden. So wie höflich grüßen, Hausaufgaben machen, Steuer zahlen und die Toilettentür hinter sich schließen.
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Zehn Spritspartipps zum Mitnehmen
Ein Faltblatt der Kampagne “für mich. für dich. fürs klima.” in Kooperation mit dem Verkehrsclub Deutschland (VCD) gibt “Zehn Spritspartipps”. Die vier größten Einsparhelfer sind:
Kurzstrecken: Bei kurzen Strecken unter fünf Kilometer ist der Verbrauch und der Verschleiß besonders hoch. Deshalb lieber öfter das Auto stehen lassen und zu Fuß gehen oder Rad fahren.
Reifendruck: Hoher Reifendruck sowie Leichtlaufreifen verringern den Rollwiderstand des Wagens.
Hochschalten: Zügiges Anfahren und schnelles Hochschalten sparen Sprit.
Ballast: Jedes unnötige Gewicht im Kofferraum oder ein unbenutzter Dachgepäckträger kostet zusätzlich Treibstoff.
Details zu Aktionen gibt es in den einzelnen Bundesländern bei den Klimateams der Verbraucherzentralen vor Ort (Kontakt unter www.verbraucherzentrale.de).
Die Verbraucherallianz
“für mich. für dich. fürs klima.” ist eine Kampagne des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) mit den 16 Verbraucherzentralen, dem Deutschen Mieterbund (DMB), der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO), dem Verkehrsclub Deutschland (VCD) dem VerbraucherService (VS) im Katholischen Deutschen Frauenbund und Germanwatch. Die Allianz klärt mit bundesweiten Aktionen über die Chancen jedes Einzelnen beim CO2-Einsparen auf. Gegenüber Politik und Wirtschaft vertritt sie die Interessen der Verbraucher für einen Klimaschutz ohne Hürden. Unlautere Werbung mit Klimaschutzargumenten stoppt sie mit juristischen Mitteln
Quelle: VCD
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One Response to “Wie man besser fährt. Bundesweite Spritsparaktion startet”
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Eîne gute und sinnvolle, längst überfällige Aktion.
Es nicht ganz einfach, fest verankerte Verhaltensweisen zu verändern. Das Know How wäre vorhanden, Spartips gibt es überall reichlich (siehe z.B. ‘Das Spritsparbuch’), trotzdem muss es ‘One Mind at a Time’ umgesetzt werden.
Dass der richtige Reifendruck dabei ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt ist, sprich sich auch langsam herum – endlich.
Die Erkenntnis, dass Klimaschutz für jeden einzelnen Autofahrer (mit den richtigen Tools) auch ‘Geld sparen’ bedeuten kann, ist noch nicht so verbreitet.
Direkt messende Reifendruck-Kontrollsysteme lassen sich z.B. schon für rund 130 Euro nachrüsten. Je nach Jahreskilometern ist das System in 6 – 18 Monaten amortisiert, nur über den eingesparten Kraftstoff.
CO2 reduzieren und dabei auch noch Geld sparen – eine gute Kombination, die voll im Trend liegt…