Steigen Sie ein! Jetzt testen: Tesla, iMiEV, Zero
Bayerischer Tag der Solaren Mobilität bietet
Größte Elektrofahrzeugschau Deutschlands
Es gibt kein zurück: „Mit dem Elektroauto wird das Automobil neu erfunden“. Sagt auch Hans Wimmer, Geschäftsführer der HaWi Energietechnik. Jetzt kommt es darauf an wo, wie und wann begierige Kunden in die Elektromobilität einsteigen können. Bei HaWi in Eggenfelden können Sie am 3. Oktober Elektromobile aller Art besteigen: Vom Fahrrad über den Zweisitzer bis zum Sportflitzer.
„Steigen Sie ein in die Zukunft!“, heißt das Motto, beim Bayerischen Tag der Solaren Mobilität, am 3. Oktober in Eggenfelden. Und alle, die schon immer mehr als ihre Nachbarn wissen wollten, können sich am kommenden Samstag im HaWi Technologiezentrum Eggenfelden, 90 Fahrminuten östlich von München, selbst ein Bild über Elektromobilität machen. Es steht bereit: „Die größte Palette an Elektrofahrzeugen, die Deutschland bisher gesehen hat“.
Aufsitzen, anfassen und ausprobieren kann man von 9 bis 16 Uhr elektrisch getriebene Fahrräder, Roller, Motorräder, Leichtmobile, Pkw, Sportwagen und Transporter. Ein besonderes Highlight ist die Präsentation des bisher einzigen Serienautos eines großen Herstellers – der Mitsubishi i MiEV. Die Ehre geben sich außerdem der berühmte Tesla Roadster, ein elektrischer Mini, das stylische Moped El Moto und die spektakulären Bikes von Quantia und Zero.
Nicht nur Aufsehen werden diese Fahrzeuge erregen, sondern auch Adrenalinschübe verursachen. Also Vorsicht: Wer bislang der Meinung ist, Elektroautos seien lahme Kisten für Öko-Freaks, der wird sich freudig erregt eines Besseren belehren lassen! Und wenn Sie am Nachmittag nach Hause fahren, sehen Sie die Begriffe „Effizienz“ und „Drehmoment“ mit anderen Augen.
Dass Elektromobilität den urbanen Individualverkehr grundlegend verändern wird und dabei vielfältige Auswirkungen auf Infrastruktur, Energieversorgung und neue Funktionalitäten haben wird, ist nicht nur dem Veranstalter der Bayerischen Solarmobiltage „sonnenklar“. Denn ein zentraler Aspekt der E-Mobilität wird die „Betankung“ sein. Selbstredend, dass HaWi als eine der führenden Planungs- und Vertriebsgesellschaften für Solarstromanlagen der Photovoltaik eine „zentrale Rolle als überlegene und umweltfreundliche Energiegewinnung“ zuspricht. Hans Wimmer sagt dazu: „Die Entwicklung der Fahrzeuge ist längst so weit fortgeschritten, dass es höchste Zeit ist, sich über die richtige Form der Energiegewinnung und der notwendigen Infrastruktur klar zu werden. Elektromobilität angetrieben durch Kernkraft wird nicht der richtige Weg sein.“
Begleitet wird die Ausstellung von einem Vortragsprogramm, das verschiedenste Aspekte elektrischer Mobilität beleuchtet. Gezeigt werden außerdem ein breit gefächertes Angebot von netzgebundenen und netzunabhängigen Ladestationen, Solarcarports und -überdachungen oder die neuesten Trends bei der Fassadenintegration von Solarsystemen.
Wer’s noch genauer wissen will, lässt sich aus erster Hand zum Thema Elektromobilität informieren. Namhafte Referenten, an der Spitze Dr. Franz Alt (Freitag, 2. Oktober – Anmeldung erforderlich), zeigen den Weg zur solaren Mobilität.
Last but not least: Peter Grett, Chefredakteur von ecomobil und Beiratsvorsitzender des Bundesverbands Elektromobilität, gibt in seinem Vortrag (12 und 14 Uhr) einen Marktüberblick zu Elektrofahrzeugen in Deutschland. Die Details zu Veranstaltung am 3. Oktober, von 10 bis 16 Uhr können sie hier als pdf laden.
- darue -
AUTO, Auto_Effizienztechnik, Auto_Fahrberichte, Auto_NeuheitenWir haben uns nicht geschämt
Der Volvo XC60 DRIVEe könnte noch mehr sparen
Gretchenfrage an den Ecomobilisten: Wie hältst du’s mit dem SUV? Ein Auto, das mit eindrucksvoller Bodenfreiheit auf vier großen Rädern steht, sehr komfortabel und geräumig ist, zudem richtig gut fährt und aussieht? Wir geben zu: Wir haben uns nicht geschämt im Volvo XC 60 DRIVE e.
Unter dem Label DRIVE e bietet Volvo seine besonders Sprit sparenden Modelle an. Dabei bedient man sich einiger der bekannten, Verbrauch reduzierenden Instrumente wie Leichtlauföle und -Reifen, optimierte Motoren, Sechs-Gang-Schaltung oder Schaltanzeigen. Wir fuhren die Sparvariante des XC 60. Und: Der SUV gefiel uns auf den ersten Blick.
Der geräumige Wagen vermittelt nicht den martialischen Eindruck vieler seiner protzigen SUV-Brüder, die als durstige Imponierkarossen in Verruf geraten sind. Ein dezenter Auftritt ist schließlich ein sympathisches Markenzeichen der Schweden. Wer jedoch das atemberaubende Konzept-Car vor Augen hat, das auf den Messen Emotionen weckte, hätte sich eine mutigere Umsetzung ins Serienmodell gewünscht. Doch, wir haben das Design des XC 60 zu loben und ein Hingucker war er auf unseren bayerischen Straßen allemal.
Der DRIVEe verfügt nicht wie die anderen Modellversionen über Allrad-, sondern über einen Frontantrieb. Wir empfinden dies nicht als Einschränkung. Wozu über 3000 Euro mehr ausgeben und dafür auch noch einen deutlich höheren Verbrauch in Kauf nehmen? Mit ganzen 6 Litern soll sich dagegen diese Sparversion eines SUV begnügen. Das wäre wirklich ordentlich für einen so großen Wagen mit 175 PS.
Jedoch: Abgesehen davon, dass dieser Wert natürlich nicht annähernd zu erreichen ist (unser Schnitt 8,3 Liter), könnte man durchaus noch ein Plus an Effizienz erzielen. So ist es absolut unverständlich, dass das aktuelle Modell noch nicht über ein Start-Stopp-System verfügt. Auch wenn dessen Effekte überschaubar sind, so darf man heute diese Technik in einem Auto dieser Kategorie erwarten. Zumal in einem Modell mit Sparanspruch wie dem DRIVE e. Ein unnötiges Ärgernis? Ja.
Ansonsten: Wir empfanden echtes Vergnügen beim Fahren. Der Volvo XC60 animiert nicht zu sinnlosem Gasgeben, sondern vielmehr zum Gleiten. Man reist entspannt und komfortabel. Platz für Kinder und allerlei Gepäck ist reichlich vorhanden. Mehr SUV muss wirklich nicht sein. Und wenn schon SUV, dann ein Fahrzeug wie den XC 60 und wenn XC 60, dann natürlich den DRIVE e – etwas anderes sollte Volvo gar nicht erst anbieten.
Über acht Liter realer Verbrauch, 159 g CO2 und (nur) Euro 4 – mit solchen Werten könnten wir den XC60 freilich nicht in die Ruhmeshallen der sparsamen Greencars aufnehmen. Dennoch vermerken wir anerkennend, dass der Volvo damit in seiner Klasse relativ gut liegt. Man wünscht den Schweden dieselbe Konsequenz, die sie in Sachen Sicherheit seit jeher an den Tag legen, auch beim Verfolgen ihrer Ziele in Sachen Effizienz. Immerhin, die Richtung stimmt, und Start-Stopp gibt es demnächst auch. Na also, geht doch!
pg/darue
Schon gefahren: Renault Kangoo Z.E.
Bravo für die Nase mit Weitblick!
Renault meint es ernst mit der E-Mobility. Zumindest was den europäischen Markt betrifft, haben die „Créateur d’automobiles électriques“ derzeit die Nase vorne. Eine Nase mit Weitblick!
Auf der Internationalen Automobil Ausstellung (IAA) in Frankfurt, die ohnehin unter Strom stand, versetzte Renault die Besucher mit einer ganzen Modellpalette von Elektrofahrzeugen in Staunen. Vier E-Mobile, der Zweisitzer Twizy der elegante Zoe, die Limousine Fluence und der Kleintransporter Kangoo werden ab 2011 auf den europäischen Markt surren. Alle vier tragen die Typenbezeichnung Z.E. für Zero Emission. Die Entwicklungsstufe „Hybrid“ übersprangen die Franzosen mit élégance und verve. Warum damit aufhalten, besser gleich auf reine Stromer setzen, nach dem Motto: „Elektroautos für alle“. Den weltweit einzigen fahrbereiten Prototypen des Kangoo Z.E. Concept durften wir auf der IAA schon ausprobieren.
Die ersten Eindrücke? Elektrisierend. Nüchtern betrachtet: Ausgesprochen positiv. Das erste Lob gilt dem Ladeanschluss, der unter einer Klappe an der Fahrzeugfront angebracht ist. Bravo! Mitgedacht! Denn in den meisten Fällen werden Autofahrer künftig frontal an eine Ladestelle andocken. Andere Hersteller machen es sich da einfacher. Wo früher schon immer ein „Loch“ in der Karosserie war, nämlich für die Tanköffnung, da platzieren die Ingenieure „praktischer Weise“ den Anschluss fürs Ladekabel. Spart Denkarbeit. Weniger praktisch ist es dann allerdings für den Fahrer, vier Meter Kabel zur Ladesäule zu zerren.
Der geräumige Kangoo (3,95 Meter lang, 1,80 Meter breit) unterscheidet sich nicht vom konventionellen Serienmodell, dank der im Bodenbereich angebrachten Lithium-Batterien geht im Innenraum kein Zentimeter verloren. Zum Anfahren betätigt man einfach einen Hebel, vergleichbar mit dem einer (etwas archaischen) Automatikschaltung: Das Gefährt bewegt sich lautlos und sanft.
Der Transporter für große Familien und kleine Betriebe bietet 70 kW und bedarf keiner besonders dynamischen Beschleunigung, was bei einem E-Motor mit hohem Drehmoment problemlos möglich wäre. Dennoch sind wir ausreichend flott unterwegs. Das Handling ist gut, der Wagen lässt sich leicht manövrieren und ist uns rasch vertraut. Nur die vergleichsweise stärkere Verzögerung, beim „Vom-Gas-Gehen“ fällt uns auf.
Hilfreiche Extras: Wenn sich die Passagiere nähern, beginnt eine außen an der Fahrertür platzierte Leiste zu leuchten. Wie bei einem Handy signalisiert sie den aktuellen Ladezustand der Batterie. Eine ähnliche Anzeige findet sich in der Armaturentafel und ein kluges Navi weist den Weg zur nächsten Ladestation. Die doppelwandige Karosserie des Kangoo Z.E. Concept funktioniert wie eine Thermoskanne und reduziert die Temperaturschwankungen im Innenraum, Solarzellen auf dem Dach setzen kühlende Ventilatoren in Gang wenn der Wagen in der Sonne steht.
Die Reichweite des Kangoo Z.E. soll in der Serie 160 km betragen und alle vier E-Mobile von Renault werden auch schnellladefähig sein (rund 80 Prozent Kapazität in 20 bis 30 Minuten an einer 400 Volt Drei-Phasen-Kraftstromsteckdose mit 32 bis 63 Ampere). Die Standardladung an der üblichen Haushaltssteckdose mit 220 Volt Spannung und zehn oder 16 Ampere Ladestrom erlaubt die vollständige Ladung der Batterien innerhalb von vier bis acht Stunden. Als dritte Variante soll das Quickdrop-System einen Batteriewechsel innerhalb von drei Minuten ermöglichen. Die Renault-Nissan Allianz hat in Zusammenarbeit mit Better Place dazu neuartige Stationen für den schnellen und sicheren Batteriewechsel entwickelt.
Was uns außerdem positiv auffällt: Renault orientiert sich bei den kommunizierten CO2-Werten (69 g/km) am derzeitigen europäischen Strommix und behauptet nicht einfach, ein echtes 0-Emissionsfahrzeug vorzustellen. Verblüffend ehrlich, auch wenn die Typenbezeichnung anderes verheißt. Vier E-Mobile, der Zweisitzer Twizy, der Zoe, die Limousine Fluence und der Kleintransporter Kangoo werden ab 2011 auf den europäischen Markt surren:
pg/darue



i-MiEV on the road: juwi und Mitsubishi kooperieren in Sachen Zukunft
Die Welt blickt auf das rheinhessische Wörrstadt. Und wir auf den Horizont. Dort, zwischen den Feldern, hinter den summenden Windrädern taucht er auf: Ein ganz normaler Kleinwagen. So sieht er aus. Aber warten Sie mal bis er näher kommt, dann hören Sie, dass er etwas ganz Besonderes ist: Sie hören nichts.
Der Mitshubishi i-MiEV (Mitsubishi innovative Electric Vehicle) fährt rein elektrisch. Er ist kein abgefahrenes Forschungsfahrzeug, das von Event zu Event tingelt, sondern das weltweit erste in Großserie gebaute Elektro-Fahrzeug. „Lieber heute als morgen“, sollte der etwa 80 Fahrzeuge umfassende Fuhrpark der Sauberstrommänner von juwi komplett auf serienreife Elektromobile umgestellt werden, „sicher jedoch noch in diesem Jahr“, hatte Dr. Ronald Große als Projektleiter und Manager Solare Mobilität uns im Frühjahr prophezeit.
Und siehe da: Gerade mal fünf Monate nachdem wir dem energiegeladenen Vorstand der juwi-Gruppe, Matthias Willenbacher, einen elektrisierenden Besuch in Wörrstadt abgestattet hatten (lesen Sie hier), gab er jetzt ebendort den Startschuss für die deutschlandweite Roadshow des i-MiEV.
Ehre wem Ehre gebührt: juwi ist einer der führenden international tätigen Projektentwickler von Wind-, Solar- und Bioenergie-Anlagen zur sauberen Stromerzeugung und einen wie den i-MiEV gibt es weltweit kein zweites Mal. Seit Juli rollt er serienmäßig stromgetrieben über japanische Straßen. In Zukunft wird er nun eine wichtige Rolle im rheinland-pfälzischen Fuhrpark des Global-Players juwi spielen.
Ob der 3,40 Meter lange richtige Viersitzer womöglich dem Tesla-Roadster die Show stehlen wird, der bislang bei juwi in Wörrstadt unter dem Solarparkdach und im Rampenlicht steht? Auch den holte sich E-Mobil-Fan Willenbacher als Erster von allen nach Europa.
Matthias Willenbacher und Martin van Vugt, Geschäftsführer von Mitsubishi Motors Deutschland erklärten am 29. Juli ihre gemeinsame Absicht, den Mitsubishi i-MiEV als Zero-CO2-Fahrzeug ins rechte Licht zu rücken. Der Flitzer aus Japan soll in Deutschland Ende 2010 den Automobilmarkt aufmischen und den deutschen Diesel- und Benzinpropagandisten zeigen wo der Bartel den Strom und die Menschheit zukunftsfähige Technik herholt.
Dass die Zusammenarbeit von juwi und Mitsubishi sich „positiv auf die Umwelt auswirken wird“, wie Martin van Vugt bei der Unterzeichnung der Absichtserklärung in Wörrstadt sagte, ist so sicher wie das Ende der fossilen Treibstoffe. Und dass „die Verbindung von Elektrofahrzeugen mit erneuerbaren Energien ist ein wirkungsvoller Beitrag zum Klimaschutz ist“, propagieren in diesen Tagen nicht nur Politiker und Umweltverbände.
Matthias Willenbacher wiederholte noch einmal sein Credo, das er gemeinsam mit Compagnon Fred Jung vertritt: “Elektromobilität alleine reicht nicht und macht nur Sinn, wenn der Strom von Anlagen erzeugt wird, die aus erneuerbaren und damit sauberen Energieträgern gespeist werden.“ So wie aus dem hauseigenen Solarcarport, der vor dem Wörrstädter Firmensitz der juwi steht – „natürlich“ dem effizientesten Bürogebäude der Welt.
An acht Standorten in ganz Deutschland (die wir hier veröffentlichen, sobald Mitsubishi unsere diesbezügliche Anfrage beantwortet hat) wird Mitsubishi Motors in den kommenden Wochen Vorserienmodelle des i-MiEV der interessierten Öffentlichkeit, Journalisten und Unternehmen der Energiebranche vorstellen. Fahrtests stehen dabei ebenso auf dem Programm wie die technische Präsentation des Fahrzeug-Konzepts.
Der Mitsubishi i-MiEV ist „ein wesentlicher Kernpunkt der Umweltstrategie von Mitsubishi Motors“. Bis zum Jahr 2020 will das japanische Unternehmen den Anteil von Elektrofahrzeugen an der Gesamtproduktion auf 20 Prozent erhöhen. Der knapp 3,40 Meter lange Viersitzer wird ausschließlich über einen 64 PS starken Elektromotor im Heck angetrieben. Die Batterie-Einheit, 88 Lithium-Ionen-Akkus des Batterieherstellers Yuasa, sitzt im Fahrzeugboden. Mit einer vollen Batterieladung hat der 1100 Kilogramm wiegende Viersitzer eine Reichweite von 144 Kilometern (EU Zyklus) und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 130 km/h.
Innerhalb von sieben Stunden kann die Batterie an jeder konventionellen Haushaltssteckdose geladen werden, eine Schnellladung an einer speziellen Schnellladestation dauert ca. eine halbe Stunde, so die Herstellerangaben. Noch keine Angaben machte Mitsubishi über den europäischen Preis. In Japan, wo dieses Jahr ca. 2000, nächstes Jahr 4000 i- MiEVs gebaut und exportiert werden sollen, kostet der elektrisierende Kompakte derzeit umgerechnet etwa 34000 Euro.
- darue – quelle/fotos: ecomobil/juwi/mitsubishi motors
AUTO, Auto_Hybrid, Auto_NeuheitenNeue Hybride: Toyota und Honda legen nach
Bereits nächstes Jahr erweitert Toyota sein Angebot an Hybridmodellen in Europa um den Auris. Tags zuvor hatte Honda die Serienfertigung des Honda CR-Z Hybridfahrzeugs angekündigt (Verkaufsstart in Japan Februar 2010). Wann der CR-Z auf den deutschen Markt rollt, will Honda Ende dieses Jahres wissen lassen, auch der kleine Jazz soll nächstes Jahr als emissionsarmer Hybrid in Europa fahren.
Ein Kopf-an-Kopf-Rennen auf den europäischen und japanischen Märkten liefern sich die beiden japanischen Autobauer derzeit mit dem neuen Honda Insight (Mild-Hybrid) und der dritten Generation des 5.000 Euro teureren Toyota Prius (Voll-Hybrid), der einige Kilometer rein elektrisch fahren kann. Toyota will jetzt seine Vollhybridtechnologie auch in die Kompaktklasse einbauen und damit ab 2010 für weitere Baureihen und in unteren Preisklassen verfügbar zu machen. Der Auris HV soll der erste Toyota Hybrid sein, der in Europa vom Band läuft, und er wird auch in Europa – im britischen Werk Burnaston – gebaut (Start ist Mitte 2010).
Mit einem durchschnittlichen Normverbrauch von 3,9 Litern je 100 Kilometer (CO2-Ausstoß 89g/km unterbietet der Prius derzeit die Treibstoffkosten aller vergleichbaren Fahrzeuge, der Honda Insight kommt als Mildversion auf 4,6 Liter/100 km (Norm-Durchschnitt entsprich 109 g/km CO2) und real getesteten 5,8 Litern (siehe unser Fahrbericht). Honda hat in Europa außerdem den Civic als Hybridversion im Rennen und entwickelt momentan ein neues Hybridantriebssystem für Fahrzeuge in der Mittel- und Oberklasse.
AUTO, Auto_Effizienztechnik, Auto_Neuheiten, ecomobil_AKTUELLPreisverdächtig: Fiat fährt mit Spritspar-Gadgets
Computer-Tools und Gadgets für sparsameres Fahren: Daraus könnte eine erfolgreiche Serie werden. Vor kurzem berichteten wir über unsere „Erfahrungen“ mit dem Eco Assist im Honda Insight, der uns mit Balken und Blüten auf dem Cockpit-Display spielerisch zum Spritsparen trimmt, jetzt baut Fiat seine Fahranalyse eco:Drive weiter aus.
Bislang war die von Fiat entwickelte Software für die Modelle 500, Grande Punto und Bravo auf dem Markt, ab sofort wird sie auch in den Qubo und den Croma eingebaut. Fiatfahrer können das Programm im Internet unter www.fiat.de/ecodrive kostenlos downloaden: Kombiniert mit dem Telematiksystem Blue&Me ermöglicht es eine computergestützte Analyse des eigenen Fahrstils. Der Fahrer steckt vor Fahrbeginn einfach einen handelsüblichen USB-Stick ein (Anschluss in der Konsole) und das Programm speichert sämtliche Fahrdaten, wie Beschleunigung, Brems- und Schaltvorgänge, Fahrverhalten bei Stop-and-Go-Verkehr, usw. auf den Stick. Daheim werden die Daten auf den PC übertragen und die eco:Drive- Software analysiert die Fahrt und gibt Tipps wie man effizienter fahren kann. „In Ergänzung der technischen Möglichkeiten des Fahrzeugs“, ließe sich so der Kraftstoffverbrauch um bis zu 15 Prozent reduzieren, sagt Fiat.
Wir meinen: Schade, dass es so eine Software nicht für alle Autos mit USB-Anschluss gibt, und schade, dass wir weder den Eco Assist vom Honda Insight noch das eco:Drive-Programm von Fiat für den ÖkoGlobe vorschlagen können – die Frist für den Preis, der im Herbst in Köln für Mobilitäts-Innovationen überreicht wird, ist bereits verstrichen. Aber vielleicht hat’s jemand anderes getan?
darue
Honda startet Aufklärungsoffensive: Ein Hybrid ist nicht unanständig!
Gerührt oder geschüttelt? Gemischt oder gekreuzt? Analog und zugleich digital? Elektrisch und fossil? Ein Maulesel, eine Apfelbirne oder gar ein Bastard? Chimäre, Zwitter oder Hermaphrodit?
Was ist eigentlich ein Hybrid?
Haben wir Sie auf dem falschen Fuß erwischt? Drücken auch Sie sich verschämt in der Halbwissen-Ecke herum? Von Selbstüberschätzung (griechisch „Hybris“) weit und breit keine Spur: Fragen Sie mal alle Besserwisser nach der genauen Definition: Aber googeln gilt nicht! Wenn Sie Glück haben, kann’s Ihr Autohändler ums Eck erklären, ohne rot zu werden. Vielleicht ist er ein Toyota/Lexus- oder Honda-Händler. Die nämlich müssten es auf alle Fälle wissen: Verkaufen sie doch Europas derzeit einzige Serien-Hybriden mit Verbrennungs- und Elektromotor.
Honda verkauft seinen neuen Insight übrigens wie die berühmten warmen Semmeln (oder geschnitten Brot): Im April, dem ersten Verkaufsmonat des Insight in Europa, war der Mild-Hybrid (Ottomotor + Elektromotor) „das populärste Fahrzeug mit benzin-elektrischem Antrieb auf dem Markt“. 2001 Insights wurden verkauft, meldet Honda Europa aus Offenbach stolz und freut sich über den Erfolg, der „einhergeht mit dem Erfolg des Insight in Japan, wo er im April das erste Hybridfahrzeug war, das auf Platz eins der Zulassungsstatistik kletterte“. In Europa sind bis Ende Mai mittlerweile knapp 5.400 und weltweit bereits über 38.000 Insights verkauft worden.
Aufklären wie weiland Oswald Kolle
Damit es noch mehr werden und der neue Toyota Prius, der in diesen Tagen auf den europäischen Markt rollt, dem Insight keinen dicken Strich durch die Erfolgsstory macht, startet Honda eine Aufklärungsoffensive wie weiland Oswald Kolle. Damit alle Autofahrer begreifen, dass ein Hybrid nichts Unanständiges ist und wie’s funktioniert, gibt es Hybrid-Infoveranstaltungen beim Händler : „Praxisnahe Informationen zur Hybridtechnik“ verspricht der japanische Hersteller allen Interessierten, und sich selbst: „Missverständnisse aus dem Weg zu räumen, offene Fragen zu klären und Vorbehalte abzubauen“. Und beide Hybrid-Modelle (Civic Hybrid und Insight Hybrid) ins richtige Rampenlicht zu rücken. Insgesamt sind in den ersten zwölf Monaten über 20 Veranstaltungen in Deutschland geplant. Einen Insight Probe fahren darf man auch. Termine sind im Internet unter www.honda.de/hybrid-infoabend abrufbar, wer mag, kann sich online für die Teilnahme registrieren lassen. Stationen im Juli sind unter anderem München, Hamburg, Augsburg, Dortmund und Stuttgart.
O,6 Liter mehr, 5.400 Euro weniger
Das Segment der Fahrzeuge, die mit alternativen Kraftstoffen oder Hybridantrieb angetrieben werden, wird auch in Zukunft weiter wachsen, kündigt Honda an. Mit der Serienversion des CR-Z Concept und einem Jazz Hybrid will der japanische Hersteller die Auswahl an Hybridfahrzeugen auch in kleineren Fahrzeugsegmenten „in Zukunft deutlich vergrößern“. Weltweit will Honda über 500 000 Hybride pro Jahr verkaufen. Der Insight kostet in Deutschland ab 19.550 Euro, und wurde deshalb zum „Volks-Hybrid“ ernannt. Der Normverbrauch laut Hersteller beträgt 4,5 Liter auf 100 Kilometer (lesen Sie dazu auch unseren Fahrbericht). Der Toyota Prius fährt seit 1997 inzwischen eine Million Mal über den Globus, allerdings dauerte dies etwa zwölf Jahre (seit 1997). Der neue Prius der dritten Generation steht seit 27. Juni beim Händler und vermeldet: Normverbrauch 3,9 Liter/100 km, Preis ab 24.950 Euro.
darue
ALLGEMEINES, Auto_Elektro, Auto_Neuheiten, ecomobil_AKTUELLMitsubishi i MiEV auf der Hannover Messe
Mitsubishi i MiEV - das komplizierte Buchstabengemenge klingt ausgesprochen nach „iii, Mief“, hat aber nix mit Muffigem aus vergangener Zeit zu tun, im Gegenteil: Das „weltweit erste Großserien-Elektrofahrzeug“ kommt nächste Woche auf die größte Technologiemesse der Welt, die Hannover Messe vom 20. bis 24. April.
Der Mitsubishi i MiEV (Mitsubishi innovative Electric Vehicle) ist derzeit auf Promotion-Tour durch Europa und wird im Rahmen von Flottentests Entscheidungsträgern aus Regierungskreisen, Unternehmen und Energiewirtschaft vorgestellt. Außerhalb Europas finden zur Zeit Alltagstests in den USA, Kanada, Hongkong und Neuseeland statt.
Noch für diesen Sommer kündigt der Hersteller den Start der Serienproduktion und Markteinführung in Japan an, Anfang 2010 soll eine Rechtslenker-Version in Großbritannien an den Start rollen, gefolgt von einer modifizierten Linkslenker-Version in den übrigen europäischen Ländern. Nach Deutschland soll der i MiEV Ende 2010 kommen.
Der Mitsubishi i MIEV wiegt 1080 Kilogramm (davon 200 kg für die Batteriemodule) und ist mit einem Synchronmotor ausgestattet, der 64 PS leistet. Damit kann der knapp 3,40 Meter lange Viersitzer maximal 130 km/h schnell sein. Eine Ladung der im Fahrzeugboden eingebauten Lithium-Ionen Batterien garantiert eine Reichweite von 144 Kilometern. Eine Schnellladung der Batterien ist in knapp 25 bis 30 Minuten möglich, die On-board-Ladung dauert 5-7 Stunden.
– darue/Mitsubishi -Auto_Fahrberichte, Auto_Hybrid, Auto_Neuheiten, ecomobil_AKTUELL
Hybrid fahren für alle
Darauf haben Hybridfans gespannt gewartet: 19.550 Euro soll er kosten, der neue Insight, das gab Honda vor Eröffnung des Autosalons in Genf bekannt. Um 450 Euro unterboten hat der japanische Hersteller die Preisspekulationen. Als Volkshybrid mit dicken Lorbeeren bevorschusst, ist der Insight damit das günstigste Hybridfahrzeug auf dem deutschen Markt.
Sein Einstiegspreis ist knapp 4.000 Euro niedriger als der des hausinternen Mitbewerbers Civic Hybrid und liegt 6.000 Euro unter dem des Konkurrenten Toyota Prius, den beiden einzigen Hybridalternativen im C-Segment. Übrigens: Er ist auch billiger als ein Golf Diesel. Ab 18. April steht er bei den Händlern, in Deutschland können Hybrid-Fans erstmals am 28. März in Leipzig auf der AMI Probe sitzen.
Testen konnten wir den erschwinglichen Familien-Fünfsitzer (hinten drei Sitzplätze auch für große Kinder) bereits Ende Januar. Dabei lagen wir mit 5,8 Litern „nur respektable“ 1,4 Liter/100 Kilometer über den Angaben des Herstellers. Mit 4,4 l/100 km, 101 g CO2/km und Euro5-Steuerbefreiung möchte Honda mächtig Appetit aufs Hybrid fahren machen und in diesem Jahr 5.000 Insights in Deutschland verkaufen, 300.000 sollen es weltweit werden. Ob sparsame Autofahrer im Insight auf ihre Kosten kommen und ob der serienmäßige EcoAssist in Wirklichkeit eher ein Spartrainer oder ein eingebauter Spaßfaktor ist – darüber in Kürze mehr.
Mehr Bilder? honda_insight_diashowmpg
Auto_LPG_Flüssiggas, Auto_Neuheiten100 km Reichweite für 3 Euro
Ein bivalentes Autogas-Konzeptfahrzeug auf Basis des Chevrolet Matiz hat Fahrmitgas.de (Systemlieferant für Chevrolet Deutschland) entwickelt. Dieses Fahrzeug soll nach eigenen Angaben mit drei Euro Treibstoffkosten zirka 100 Kilometer weit fahren können. Möglich werde dies durch den Einsatz einer neu abgestimmten LPG-Anlage (die als Sonderausstattung im Chevrolet-Programm erhältlich ist) sowie mehrerer verbrauchsreduzierender Maßnahmen. So wurde die Steuerelektronik speziell auf die 111-Oktan-Qualität von Autogas programmiert und die Leistungsentfaltung im mittleren Drehzahlbereich verbessert. Hilfreich war außerdem eine Start/Stopp-Automatik, Leichtlaufreifen und eine dreifarbige Tachometer-Anzeige. Durch die Montage von speziellen Fahrwerksfedern liegt die Studie um zirka drei Zentimeter tiefer auf der Straße, was der Aerodynamik und damit der Treibstoffreduktion zuträglich ist.
Das Resultat ist eine CO2-Reduzierung des Concept Cars von 15 Prozent gegenüber dem Serienmodell (107 Gramm CO2/km). Angaben zum Verbrauch machte der Anbieter bislang noch nicht.
Fahrmitgas.de-Geschäftsführer Udo Szamatulski denkt bereits über die Weiterentwicklung zum Serienauto nach.
