Schnellstes Elektroauto kurz vor Serienreife
Der US-amerikanische Rennwagenhersteller Shelby SuperCars (SSC) will bis Ende 2009 das schnellste Elektroauto der Welt produzieren. Der Aero EV (Electric Vehicle) soll mit 1000 PS in rund 2,5 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigen und eine Spitzengeschwindigkeit von mehr als 330 km/h erreichen. Völlig neu sind auch die Ladezeiten für die Batterie, die angeblich nur zehn Minuten betragen, berichtet das Unternehmen. Angetrieben wird der Aero EV durch eine Eigenentwicklung des Unternehmens. Das Batterie-Konzept “All-Electric Scalable Powertrain” ist nach Herstellerangaben aufgrund seiner skalierbaren PS-Leistung, seinem geringen Gewicht, der kompakten Bauform und minimalen Ladedauer bisher weltweit einzigartig.
Bilder: http://www.shelbysupercars.com/press-photos.php
Elektroauto Mindset in Berlin
Anlässlich der Konferenz “Elektromobilität und Ihre Auswirkungen für die Energiewirtschaft” (14. und 15. Januar) fand gestern die erste Fahrt des Schweizer Konzeptfahrzeuges Mindset auf öffentlichen Straßen statt. Es ist das erste, rein für die Elektromobilität entwickelte Auto Europas. Die Probefahrt mit Chefingenieur Stephan Hartmann (Mindset AG) am Steuer, führte vom Brandenburger Tor aus, rund um den Berliner Tiergarten. Kongressteilnehmer und Journalisten begleiteten den Elektroflitzer in einem Open-Top Sightseeing Bus.
Den Paradigmenwechsel, den die Schweizer Entwickler mit mindset vorantreiben wollen, erläuterte Prof. Paolo Tumminelli (Spirt Avert AG) während der Konferenz. Er plädierte, auf humorvolle Art, an die deutschen Entscheidungsträger, doch mit Herz und Fantasie neue Wege zu beschreiten und weniger zu Zaudern.
Auto_NeuheitenSpritspar-Diät bei Opel: Abgespeckt und tiefer gelegt
Opel legt die ecoFLEX-Varianten von Corsa und Astra neu auf. Mit CO2-Emissionen von 109 (Corsa 1.3 CDTI ecoFLEX) und 119 g/km (Astra 1.7 CDTI ecoFLEX) gehören der Kleine und der Kompakte zu den Spritspar-Könnern: Pro 100 Kilometer verbrauchen sie nach Werksangaben 4,1 beziehungsweise 4,5 Liter Diesel (serienmäßig mit wartungsfreiem Dieselpartikelfilter). Beide Modelle werden in Paris präsentiert und kommen noch in diesem Jahr auf den Markt. Die sparsamsten Rüsselsheimer mit Benzin-, Diesel- sowie Erdgasantrieb tragen das ecoFLEX-Umweltlable von Opel.
Corsa und Astra ecoFLEX nutzen ähnliche Rezepte um Kraftstoffverbrauch und Emissionen zu vermindern. Beim Corsa wurde die Motorkalibrierung optimiert und an die längere Getriebeübersetzung angepasst. Um die Aerodynamik zu verbessern, haben die Ingenieure das Fahrzeug um 20 Millimeter abgesenkt, die Lufteinlässe optimiert und die Räder mit neuen, besonders effektiven Radkappen versehen. Der Corsa ecoFLEX ist auch mit besonders rollwiderstandsarmen, kleineren Reifen ausgestattet: 175/70 statt 185/70, auf leichteren, strömungsgünstig geformten 14“ Stahlrädern. Die Ingenieure haben besondere Aufmerksamkeit auf die Gewichtsverminderung gerichtet und den Corsa 45 Kilogramm erleichtert. Die optimierten Räder und Reifen allein haben 7,2 Kilogramm zu dieser Gewichtsreduktion beigetragen. Mit 75 PS, einem maximalen Drehmoment von 170 Newtonmetern sowie einer Höchstgeschwindigkeit von 168 km/h entsprechen die Leistungswerte nahezu denen des Vorgängermodells.
Komplett neu ist der Astra 1.7 CDTI ecoFLEX. Der Kompaktwagen ist als Dreitürer, Fünftürer und als Kombi erhältlich. Der 1,7-Liter-Common-Rail-Diesel im neuen ecoFLEX-Modell leistet maximal 110 PS und gibt bei 2.000 min-1 ein Drehmoment von 260 Newtonmetern an das serienmäßige Sechsgang-Schaltgetriebe ab. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 188 km/h, der Verbrauch bei 4,5 Liter Diesel/100 km, was 119 g/km CO2 entspricht.
Der Astra 1.7 CDTI speckte um 30 kg ab und wurde ebenfalls tiefer gelegt und seine Aerodynamik optimiert.
Im Sommer 2009 soll die ecoFLEX-Variante des neuen Topmodells Insignia folgen.
Auto_NeuheitenHybrid-Conceptcar von Peugeot
Die Franzosen gehen aufs Ganze: „Leidenschaft und Emotionen, gepaart mit Umwelteffizienz“ soll das neue Concept-Car “RC . . .“ von Peugeot unter einer Decke – pardon – Motorhaube vereinen. Der vollständige Name wird gemeinsam mit der „automobilen Leidenschaft“ beim Pariser Automobilsalon enthüllt.
Computerbilder vom leidenschaftlichen Hybriden zeigen wir jetzt schon. Das “Gran Turismo” Coupé, soll zwischen den Concept-Cars RC Pik und RC Karo aus dem Jahr 2002 und dem 908 RC als eines der Highlights des Pariser Autosalons 2006 die Brücke schlagen. Vom Konzept her ist der neue “RC…” ein benutzerfreundliches, viertüriges Allroundtalent mit vier Plätzen und Hybridantrieb. Sowohl bei den Fahrleistungen (230 kW/313 PS) als auch beim Umweltverhalten (109 g/km CO2 im Gesamtzyklus bzw. 0 g/km mit reinem Elektroantrieb) liegt das Augenmerk auf höchster Effizienz.

Smart fortwo cdi: Mogelpackung
CO2 hui, Feinstaub pfui! Mächtig viel Staub hat heute in Berlin der VCD aufgewirbelt – es ging um die Diesel-Variante des smart fortwo. Bei der Präsentation seiner Auto-Umweltliste 2008/2009 schubste der ökologisch orientierte Verkehrsclub Deutschland das „sauberste Straßenfahrzeug der Welt“ vom Thron und krönte die nachträgliche Disqualifizierung mit einer Kaufwarnung:
„Wir hatten das Fahrzeug in unser Umweltranking aufgenommen, weil uns die Daimler AG verbindlich zugesichert hatte, dass der Diesel-smart ab Oktober endlich serienmäßig mit einem geschlossenen Partikelfilter gegen krankmachenden Dieselruß ausgeliefert wird“, erklärt Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher und Auto-Experte des VCD. Erst nach Drucklegung der VCD Auto-Umweltliste habe Daimler mitgeteilt, dass sich die Auslieferung wegen technischer Probleme mit dem Filter ins nächste Jahr verschiebe. Bisher verfüge der Diesel lediglich über einen offenen Filter und blase deshalb ein Vielfaches an besonders gesundheitsschädlichen Feinststaubpartikeln in die Atemluft. Lottsiepen warnt: „Diese Mogelpackung entspricht nicht dem Stand der Technik und unterläuft den notwendigen Schutz der Gesundheit – insbesondere in Ballungsgebieten. Niemand sollte den Diesel-smart ohne vollwertigen Partikelfilter kaufen.“
Daimler gehe jetzt davon aus, dass das Fahrzeug ab dem ersten Quartal 2009 mit Vollfilter verfügbar ist. Der Diesel-smart sei eine „Mogelpackung mit gefährlichem Inhalt“. Mit seinem offenen Filtersystem bläst er 13 mg/km in die Atemluft und bleibt damit zwar unter dem derzeit aktuellen Grenzwert von 25 mg/km, schafft aber nicht die wesentlich höhere Hürde von 5 mg/km, die ab September 2009 in der Euro-5-Verordnung vorgeschrieben wird. „Das ist für ein modernes Auto völlig inakzeptabel“, wettert der VCD. „Falls Sie sich für den Kauf dieses Fahrzeugs entscheiden sollten, warten Sie unbedingt auf die Version mit Vollfilter.“
In der Druckfassung der brandaktuellen VCD Auto-Umweltliste 2008/2009 (s. hier) landete der smart fortwo coupé cdi mit einem kombinierten Verbrauch von 3,4 Liter und einem CO2-Ausstoß von 88 g/km auf Platz drei der Top Ten und an erster Stelle in der Rubrik „Die Klimabesten – CO2 in g/km“. Die Mitteilung, dass der cdi ab Herbst 2008 serienmäßig mit einem geschlossenen Dieselpartikelfilter ausgerüstet werden soll, hatte die Daimler AG am 11. Juli veröffentlicht.
Neue VCD Auto-Umweltliste: Sieger Toyota Prius


Im Abstand von zwei Jahren fragt der VCD – konzeptionell unterstützt vom Öko-Institut – bei den Herstellern nach Details der Produktion, prüft die Umwelt- und Nachhaltigkeitsberichte, untersucht das Engagement für bessere Umwelttechnik in den Fahrzeugen und die Qualität der umweltrelevanten Informationen für die Autokäufer. Diesmal wurden über 350 Fahrzeuge unter die Lupe genommen.
Der Toyota Prius ist diesmal knapp vor dem Honda Civic Hybrid Gewinner der VCD Auto-Umweltliste. Der Honda Civic Hybrid landet hinter dem Prius auf Platz 2. Dafür führt er aber die Bestenliste der Kompaktklasse an. Die weiteren Platzierungen sind direkt bei VCD ersichtlich.
Der Toyota Prius und der Honda Civic Hybrid, unterscheiden sich in ihrem Hybrid-Konzept. Der Prius ist ein Vollhybrid, Honda nennt den Civic einen „mild hybrid“. Den Prius treiben ein 57 kW-Benzinmotor und ein 50 kW-Elektromotor an, der Honda hat einen stärkeren 70 kW-Verbrennungsmotor, der durch einen 15 kW-Elektromotor unterstützt wird. Beim Anfahren setzt der kräftige Toyota-Elektromotor den Prius allein in Bewegung, beim Honda leistet der E-Motor lediglich Unterstützung. Der E-Motor kann den Prius bei niedriger oder konstanter Geschwindigkeit kilometerweit ohne den Benzinmotor bewegen, der dann ausgeschaltet ist. Beim Honda läuft bei der Fahrt der Benzinmotor immer mit. Wenn er nicht gebraucht wird, werden die Ventile aller vier Zylinder geschlossen und die Kraftstoffzufuhr unterbrochen. Beide Hybrid-Pkw erzeugen den Strom ausschließlich an Bord, sie können nicht per Steckdose geladen werden. Der Clou: Der Strom wird teilweise durch Energie erzeugt, die sonst ungenutzt verpufft: durch die Nutzung des Schwungs nach dem Dynamo- Prinzip beim Fahrrad – immer dann, wenn der Fahrer kein Gas gibt. Auch die Bremsenergie wird in elektrische Energie umgewandelt und zum Aufladen des Batteriemoduls genutzt. Der Hybridantrieb ist deshalb besonders sparsam bei Fahrten mit häufigem Tempowechsel, also in der Stadt und auf Landstraßen. Bei Autobahnfahrten sind moderne Dieselmotoren im Vorteil.
Die VCD-Experten haben bei Ihrem Umweltcheck auch folgende, allgemeine Punkte festgestellt.
Neue Hoffnung: Elektroauto
Künftig sollen Autos mit Strom fahren und somit der Automobilität weder Ölpreis noch Klimawandel im Weg stehen. Kein Zweifel, das Elektroauto bekommt eine neue Chance, hier muss geforscht und entwickelt werden. Denn bisher gibt es weder eine ausgereifte und bezahlbare Batterietechnik noch eine Infrastruktur für massenhafte Elektromobilität. Auch optimistische Schätzungen gehen davon aus, dass im Jahr 2020 nur zwei Millionen Elektroautos in Deutschland zugelassen sein werden – bei einem Gesamtbestand von ca. 50 Millionen Pkw. Und für den VCD ist klar: Es muss beim beschlossenen Atomausstieg bleiben.
Kampf um Rußfilter ist gewonnen
Der Treibhauseffekt ist, global gesehen, das größte Umweltproblem. Die Note für den Ausstoß des Treibhausgases CO2 fließt deshalb auch zu 60 Prozent in die Gesamtbewertung in der VCD Auto-Umweltliste ein. Viele Jahre hat der VCD gegen den Widerstand der Autohersteller dafür gekämpft, dass der geregelte bzw. geschlossene Partikelfilter zur Serienausstattung wird. Er eliminiert fast 100 Prozent des gesundheitsgefährdenden, krebserzeugenden Dieselrußes. Der Kampf ist nun gewonnen. Etwa 90 Prozent der Neuwagen haben einen Vollfilter.
Ganz schön viel Öko
Auffällig in diesem Jahr ist die Vielzahl der Namenszusätze bei Autos, die Öko versprechen: die GreenLine von Skoda, die Formel „e“ bei Audi, EcoFLEX und ECOnetic bei Opel und Ford, EfficientDynamics bei BMW, BlueMotion bei VW, BlueEFFICIENCY bei Mercedes usw.
Die Kunden sind verwirrt. Hinter jeder Bezeichnung verbirgt sich ein anderes Technikpaket zur Verbrauchsminderung. Das zurzeit umfangreichste System ist das von BMW: Es umfasst Start-Stopp-Automatik, Bremsenergierückgewinnung, Schaltanzeige, reduzierten Rollwiderstand und Luftklappensteuerung. Einsparung laut BMW: bis zu 23 Prozent. Die Technik ist seit 2007 eine Million Mal verbaut worden. Inzwischen sind die meisten BMW-Modelle damit ausgestattet. EfficientDynamics kostet keinen Aufpreis, anders als beispielsweise bei VW. Die BlueMotion-Modellvarianten arbeiten unter anderem nicht mit Bremsenergierückgewinnung und sind nur gegen Aufpreis zu haben
Endlich Filter für Lkw
Gegenwärtig werden neue europäische Grenzwerte für Lastwagen und Busse festgelegt. Der ab dem 1. Oktober 2009 geltende Standard Euro V ist nach Ansicht des VCD zu lasch – er kann auch ohne Partikelfilter eingehalten werden. Euro VI wird dies ändern. Der Grenzwert für die Partikelmasse wird dann bei 10 mg/kWh liegen. Große Lkw können diesen Wert dann nur noch mit einem Filter einhalten. Zusätzlich wird die EU-Kommission die Partikelanzahl begrenzen, das heißt einen Grenzwert für den besonders gefährlichen Feinststaub festlegen. Dieser Grenzwert wird den Einbau eines geregelten Filters unumgänglich machen.
Allerdings soll die Verordnung erst Anfang 2014 in Kraft treten. Der VCD setzt sich für den Start bereits im Jahr 2011 ein. Ein Nachrüstprogramm und ein Förderprogramm für den Kauf von Neufahrzeugen mit geschlossenem Filter können dazu beitragen, dass schneller als von der EU vorgesehen sauberere Kleinlastwagen über die Straßen rollen.
Weitere Spritspartipps und Informationen dazu finden Sie hier.
Autogas und Erdgas bei Ford
Größere Reichweite und kürzere Lieferzeiten: Mit „fahrzeugtechnischen Verbesserungen und einer neuen Produktionsstruktur“ will Ford den Käufern seiner Pkw-Modelle mit Flüssiggas-/Autogasantrieb (LPG) ab sofort mehr bieten. Das vollelektronische Gassystem des Ford Focus LPG und des Ford C-MAX LPG wurde weiter optimiert, teilte Ford mit. Um jeweils rund einen Liter pro 100 Kilometer konnte der Autogas-Verbrauch gesenkt werden – der Durchschnittsverbrauch liegt dann bei 9,3 Liter, beim Ford C-MAX LPG bei 9,5 Liter. Der Vorteil für die Kunden: Die Reichweite mit Flüssiggas steigt bei beiden Modellen um 50 Kilometer. Zusammen mit den serienmäßigen 55-Liter-Tanks für Superkraftstoff sind nun bei beiden Pkw-Modellen Gesamtreichweiten von bis zu 1.200 Kilometer möglich.
Die Produktion der beiden LPG-Modelle wird ab sofort von Mainz in das Ford-Werk Saarlouis (Saarland) verlegt. Dadurch kann die Produktion ausgeweitet und die Lieferzeiten künftig deutlich kürzer werden. Die CNG-Technik GmbH (20 Mitarbeiter) rüstet für Ford derzeit pro Jahr rund 300 Ford Focus, rund 250 Ford C-MAX und rund 150 Ford Transit-Nutzfahrzeuge je nach Kundenwunsch entweder auf Erdgas- oder auf Flüssiggasantrieb um. In Saarlouis können nun jährlich über 2.000 Ford Focus und Ford C-MAX mit LPG-Antrieb produziert werden. Die Kunden bestellen ihr Ford-Erdgas- oder -Flüssiggasfahrzeug wie bisher bei ihrem Ford-Händler. Dieser gibt die Produktion in Auftrag und liefert das Erdgas- oder Flüssiggasauto wie bisher an den Kunden aus. Auch die Umrüstkosten bleiben unverändert: Beim Ford Focus / Ford C-MAX beträgt der Mehrpreis für die Umrüstung auf Erdgasantrieb (CNG) 3.275 Euro, die Umrüstung auf Autogasantrieb (LPG) kostet 2.500 Euro. Für die Umrüstung des Nutzfahrzeugs Ford Transit auf CNG müssen ab 3.950 Euro, auf LPG 2.920 Euro bezahlt werden (jeweils inklusive Mehrwertsteuer).
Nissan auf Elektro-Kurs
Nissan hat die Prototypen eines Elektroautos und eines Elektrohybrids vorgestellt. Beide Fahrzeuge werden mit Energie aus einer Lithium-Ionen-Batterie versorgt. Das japanische Unternehmen will vollkommen elektrisch fahrende Automobile bereits 2010 präsentieren, 2012 soll die weltweite Massenvermarktung starten.
Der Strom getriebene Nissan-Prototyp mit Frontantrieb wird von einem neu entwickelten, 80 kW starken Motor und Inverter angetrieben. Die Batterien sind im Unterboden montiert und beeinträchtigen weder den Passagier- noch den Kofferraum. Das eigenständige, nicht auf einem aktuellen Nissan-Modell basierende Serienfahrzeug wird 2010 vorgestellt.
Der HEV-Prototyp ist mit einem Hybridsystem mit Hinterradantrieb und einem parallel angeordneten Hybrid-Antriebsstrang bestückt, das über zwei Kupplungen verfügt. Dabei ist der Elektromotor über zwei separate Kupplungen mit dem Verbrennungsmotor und dem Getriebe verbunden. Je nach Fahrbedingung wechselt der Elektromotor zwischen den beiden Kupplungen, um die Ausnutzung der Energie zu optimieren und den Kraftstoffverbrauch zu verringern.
Im Stand versorgt die Batterie den Elektromotor mit Strom, um den Leerlauf des Verbrennungsmotors zu vermeiden und Kraftstoff zu sparen. Im normalen Fahrbetrieb liefert der Verbrennungsmotor Energie für den Elektromotor und lädt die Batterie auf. Beim Beschleunigen versorgen sowohl der Verbrennungsmotor als auch die Batterie den Elektromotor mit Energie. Auch die Bremsenergie wird zurück gewonnen und zum Aufladen der Batterie verwendet.

Ein grüner Amerikaner in Berlin
Am Dienstag, dem 12. August hat an der Berliner Siegessäule eine kleine Revolution stattgefunden. Ecomobil-Redakteur Andreas Manthey, zuständig für Elektro- und Hybridthemen durfte als einer der ersten in Deutschland den amerikanischen Supersportwagen Tesla-Roadster fahren. In nur 3,9 Sekunden beschleunigt der grüne Bolide von 0 auf 100 km/h, aber kein Auspuffbrüllen, kein Motorgrollen, nur ein leises Summen des Lüftermotors begleitet die Geräusche der Regentropfen auf der Windschutzscheibe. Umso jäher ist der Eindruck dieser sonst nur in Freizeitparks anzutreffenden Beschleunigungsorgien dieses rein elektrischen Zweisitzers.
Ab Frühjahr 2009 will Teslamotors 250 Stück der vollelektrischen Edelsportwagen nach Europa verkaufen, das Stück für 99.000 Euro. 2010 soll er dann bereits ab 89.000 Euro in einer abgespeckten Version erhältlich sein.
Zur Zeit werden 4 Fahrzeuge pro Woche gefertigt, die auf Kaliforniens Straßen ihre Runden drehen. Später soll auch eine Montage in Europa erfolgen. Das Basisfahrzeug kommt sowieso schon von Lotus aus Großbritannien. „Die erste Niederlassung in Deutschland könnte in München angesiedelt werden“, so Aaron Platshon, Teslamotors-Marketingleiter für Europa.
Die nächste Generation steht bei Teslamotors auch schon in den Startlöchern: eine 5-sitzige Limousine, deren Batterie sich in kurzer Zeit austauschen lässt, so der Fahrer dies will. Bereits ab 2010 soll auch dieser elektrische Familiensportwagen nach Deutschland rollen.

Hybridautos mit künstlichem Motorlärm
Der britische Autohersteller Lotus hat eine Technologie entwickelt, die auch fast geräuschlose Hybridautos mit klassischen Motorengeräuschen ausstattet. Damit soll das Sicherheitsrisiko für Fußgänger und Radfahrer gesenkt werden, die oft zu spät auf die leise herannahenden Hybridautos aufmerksam werden. Die “Safe and Sound Hybrid Technology” von Lotus simuliert die traditionellen Geräusche von Verbrennungsmotoren. Bei geringen Geschwindigkeiten werden Hybridautos von Elektromotoren angetrieben, die nur ein Summen von sich geben. In dieser Phase schaltet sich die Geräusch-Simulation von Lotus automatisch ein. Sobald bei höheren Geschwindigkeiten der herkömmliche Verbrennungsmotor den Antrieb übernimmt, schalten sich die künstlichen Geräusche aus. Produziert werden die falschen Motorengeräusche durch einen wasserabweisenden Lautsprecher, der direkt neben dem Motorkühler angebracht ist. So wird der Eindruck erweckt, die Geräusche kämen wirklich aus dem Motor unter der Motorhaube. Tonlage und Frequenz passen sich der Geschwindigkeit des Autos an, damit Fußgänger den Abstand und die Geschwindigkeit des Autos abschätzen können. Das System ist bereits in einem Toyota Prius Modell in Anwendung, kann aber auch nachträglich in Autos eingebaut werden.


