ALLGEMEINES, AUTO, Auto_Elektro, Auto_Hybrid, Auto_Technik, Nachaltig leben

Frauen wissen mehr über Hybridtechnik – Männer wollen Spaß

continental_hybridumfrage_frau_smallTja, meine Herren, das zum Thema Fahrspaß: Entweder 19,9 Prozent von euch wissen nach einer Infratest-Umfrage* wirklich nichts davon, dass ein elektrisch angetriebenes Auto, ebenso wie ein Hybrid, ein testosterongesteuertes Drehmoment zu bieten hat, oder Frauen sind einfach die cleveren Autofahrer: Beim Hybrid fahren den Appetit holen, daheim Spaß haben

Wir haben es geahnt: Etwa 76 Prozent der Autofahrer wissen nicht genug über „alternative Mobilität“. Das zumindest hat das Meinungsforschungsinstitut forsa in einer anderen Erhebung herausgefunden. Jeder dritte Autofahrer wünscht mehr Aufklärung über Elektroautos, jeder fünfte interessiert sich für Biodiesel und 45 Prozent der Autofahrer wollen mehr über andere alternative Antriebe wissen.

„Gerade die Vor- und Nachteile der „alternativen Mobilität“ sind vier von fünf Autofahrern nicht klar“, teilte das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) mit, das die Umfrage** im Mai beauftragt hatte. Und wie sollte es auch anders sein: „Vor allem Frauen (86 Prozent) fühlen sich wenig informiert“, heißt es in dem Ergebnisbericht. Nun wissen wir nicht, ob sich die Formulierung „fühlen sich wenig informiert“, auf die subjektive Gefühlslage der befragten Frauen im Allgemeinen zurückführen lässt, oder auf deren objektiven Mangel an Information oder – dritte Möglichkeit – auf die möglicherweise suggestive Fragestellung. Haben die Mitarbeiter von forsa womöglich gefragt: „Fühlen Sie sich wenig informiert?“

Fragen über Fragen! Kaum veröffentlicht, verblüfft uns dieser Tage eine weitere Umfrage in Sachen alternative Antriebe. TNS/Infratest stellte im Auftrag des Autozubehör-Herstellers Continental ebenfalls Fragen an tausend repräsentative Autofahrer. Schwerpunkt der Studie waren wie im Vorjahr das Fahrverhalten, der Kenntnisstand sowie die Ansichten der Autofahrer zu Hybridantriebssystemen. Denn Continental baut Komponenten für elektrische Antriebssysteme und erwartet für das Jahr 2012 rund zwei Millionen Hybrid- und Elektrofahrzeuge weltweit.

Ein Ergebnis der Conti/Infratest-Umfrage lautet: Der Bekanntheitsgrad alternativer Antriebe und insbesondere Hybridtechnologien steigt deutschlandweit stetig. Auf die Frage, ob sie schon mal etwas darüber gelesen oder gehört hätten, antworteten nach 86,9 Prozent im Vorjahr nun 88,9 Prozent mit Ja. Und: Besonders bei den weiblichen Befragten sei – so steht es in der Mitteilung von Continental – „eine positive Tendenz erkennbar“. Damit nicht genug: Frauen haben nicht nur schon mal was von Hybridtechnik gehört, sondern sie wissen sogar WAS DAS IST! Und mehr als ein Drittel kann sich sogar vorstellen einen Hybriden zu fahren, JAWOHL!

In Zahlen: Während 2007 weniger als zwei Drittel (61,6 Prozent) der Autofahrerinnen Hybridtechnologien kannten, konnten bereits im Jahr drauf rund 75 Prozent und 2009 sogar gut 79 Prozent diese entsprechend einordnen. Der Anteil der Frauen, die wissen, dass es sich bei Hybridantrieben um eine alternative Antriebsart handelt, die Elektro- und Verbrennungsmotor kombiniert, hat sich seit dem vergangenen Jahr sogar um rund 36 Prozent gesteigert. Knapp jede fünfte Befragte (18,4 Prozent; 2007: 13,5 Prozent) konnte diese Technologie ungestützt erklären.

Übrigens: Neben den Anschaffungskosten beeinflussen Fahr- und Umweltfaktoren die Entscheidung über einen Hybridkauf – allerdings mit unterschiedlicher Priorität bei männlichen und weiblichen Befragten. Fast jede vierte (23,2 Prozent) deutsche Autofahrerin würde sich der Umwelt zu Liebe für ein Hybridauto entscheiden. Der Fahrspaß steht mit 11,2 Prozent hingegen nicht im Vordergrund. Die deutschen Männer glauben jedoch, dass der Fahrspaß (19,9 Prozent) wichtiger ist als der Umweltgedanke (12,0 Prozent). Die Wahrscheinlichkeit für den Kauf eines Hybridautos ist marginal gestiegen. 28,4 Prozent (2008: 27,4 Prozent) der Deutschen kann sich vorstellen, bestimmt oder mit großer Wahrscheinlichkeit einen Hybridwagen zu kaufen.

Und last and least haben wir auch noch eine Frage: Verstehen Sie das Foto (s.o.), das Continental zur Illustration seiner Pressemitteilung über Hybrid-Versteherinnen zur Verfügung stellt?

- darue -

AUTO, Auto_Hybrid, Auto_Neuheiten

Neue Hybride: Toyota und Honda legen nach

Toyota_Auris_smallBereits nächstes Jahr erweitert Toyota sein Angebot an Hybridmodellen in Europa um den Auris. Tags zuvor hatte Honda die Serienfertigung des Honda CR-Z Hybridfahrzeugs angekündigt (Verkaufsstart in Japan Februar 2010). Wann der CR-Z auf den deutschen Markt rollt, will Honda Ende dieses Jahres wissen lassen, auch der kleine Jazz soll nächstes Jahr als emissionsarmer Hybrid in Europa fahren.

Honda_CR-Z_Concept_smallEin Kopf-an-Kopf-Rennen auf den europäischen und japanischen Märkten liefern sich die beiden japanischen Autobauer derzeit mit dem neuen Honda Insight (Mild-Hybrid) und der dritten Generation des 5.000 Euro teureren Toyota Prius (Voll-Hybrid), der einige Kilometer rein elektrisch fahren kann. Toyota will jetzt seine Vollhybridtechnologie auch in die Kompaktklasse einbauen und damit ab 2010 für weitere Baureihen und in unteren Preisklassen verfügbar zu machen. Der Auris HV soll der erste Toyota Hybrid sein, der in Europa vom Band läuft, und er wird auch in Europa – im britischen Werk Burnaston – gebaut (Start ist Mitte 2010).

Mit einem durchschnittlichen Normverbrauch von 3,9 Litern je 100 Kilometer (CO2-Ausstoß 89g/km unterbietet der Prius derzeit die Treibstoffkosten aller vergleichbaren Fahrzeuge, der Honda Insight kommt als Mildversion auf 4,6 Liter/100 km (Norm-Durchschnitt entsprich 109 g/km CO2) und real getesteten 5,8 Litern (siehe unser Fahrbericht). Honda hat in Europa außerdem den Civic als Hybridversion im Rennen und entwickelt momentan ein neues Hybridantriebssystem für Fahrzeuge in der Mittel- und Oberklasse.

AUTO, Auto_Fahrberichte, Auto_Hybrid

Hybrid mit Spiel(an)trieb – Effizient mobil mit dem neuen Honda Insight

Insight6_Tacho_135Lange Autofahrten gehen einher mit Gezeter auf den Kindersitzen. Gegen die gefürchtete Wann-sind-wir-endlich-da-Frage helfen seit Generationen Pixie-Bücher, Gameboy und Tamagotchi. Jetzt können Sie sich derartige portable Spaß-Roboter im Auto sparen – wenn Sie einen neuen Honda Insight fahren:

Der neue elektronische Langstreckenunterhalter für Autofahrer ab zwei Jahren heißt „Eco Assist“ – und er ist nicht nur pädagogisch äußerst wertvoll: Er erzieht uns zu möglichst effizienter Fahrweise. Der Eco Assist zieht die gespannten Blicke aller Insassen auf sich und das farbenprächtig leuchtende Cockpit, dessen Schalter und Displays jedem Space Shuttle zur Ehre gereichen. Leider wurde dieses Cockpit, wie weiland der Ur-Gameboy, in graues Plastik verpackt. Das stört uns aber nicht weil der Honda für den kompakten Fünftürer mit einem Basispreis unter der 20.000-Euro-Schmerzgrenze eine überaus familienfreundliche Preispolitik fährt.

Damit nicht genug: Das Spar-Fahren bereichert das Familienleben auch daheim: „Ällerbätsch, bei Papa leuchtet’s viel öfter grün!“, skandiert der Sechsjährige hämisch aus dem Hintergrund, und beim Heimkommen ist das erste, was der Kleine über den großen Bruder verpetzt: „Beim Tom sind heute alle Blumen verblüht!“ Rätselhaft? Wir erklären’s Ihnen:

Insight_ECO_ASSIST_GREEN_ACCELGemeinsam sind wir sparsam
Honda hat sich das so vorgestellt: Einen Hybrid fahren, bedeutet per se nicht, dass man auch sparsam fahren kann. „Wir haben ein preisgünstiges, effizientes, äußerst sparsames und emissionsarmes Fahrzeug produziert, aber es gibt Fahrstile und -techniken, die genutzt werden können, um noch mehr Vorteile aus der Hybridtechnologie zu ziehen“, erklären die japanischen Autobauer das für den Insight entwickelte „Ecological Drive Assist System“. Will heißen:Wer’s spritzig liebt und es permanent schnell mag, dem hilft die beste Spartechnik nix. Der „Eco-Assist“ des Insight soll jedoch helfen, die bestmögliche Kraftstoffeinsparung zu erreichen, und das, so sagt Honda, sei der Beginn „einer neuen Ära des Autofahrens: Hersteller und Fahrer sind gemeinsam für den tatsächlichen Kraftstoffverbrauch verantwortlich“.

Insight_ECON_Mode_buttonDem Insight-Fahrer wurde zu diesem Zweck der Econ-Knopf mit auf den Weg gegeben. Wird er gedrückt, zeigt eine grüne, vierblättrige Pflanze mit Blüte an, dass ab sofort die Motorleistung um vier Prozent gedrosselt und die Phasen der Stopp-Automatik verlängert werden. Außerdem schaltet das automatische Getriebe (noch) später, die Bremsenergie-Rückgewinnung wird maximiert und die Klimaanlage fährt auf Sparkurs. Und den müssen die Fahrer selbst einlegen. So kommt es, dass auch die ecomobil-Testfahrerin selbst ihren Blick anfangs nicht von den Balken lösen kann, die chamäleongleich die Farben wechseln, oder von links nach rechts und zurück wachsen, wo sie im Idealfall doch strichdünn in der Mitte bleiben sollten. Denn je weniger Ausschlag nach links oder rechts der Eco-Drive-Balken zeigt, desto effizienter fährt man.

So finden auch Sie ihre Mitte
Ob man seine Mitte gefunden hat, darüber gibt die Info-Taste am Multifunktions-Lenkrad auf Tastendruck Auskunft. Wie hoch der durchschnittliche und der jetzige Verbrauch sind, erfahren wir, ob die Akkus sich wieder aufladen oder ob der 14-PS-Elektromotor dem Benziner beim Beschleunigen hilft (am besten kann er das zwischen 1000 und 3000 Umdrehungen). Wie hypnotisierte Info-Junkies checken wir im Sekundentakt unsere Werte. Einmal nur möchten wir erleben, dass der E-Motor den Insight alleine antreibt! Und weil wir emsig probieren und üben, werden wir belohnt: Mit 46 km/h rollen wir gleichmäßig dahin ohne Gas zu geben. Schub ist genug vorhanden: Der Vierzylinder wird abgeschaltet und das Display zeigt mit laufenden, gestrichelten Linien an, dass der E-Motor die Akkus lädt. Wer jetzt gaaanz behutsam und gaaaanz langsam wieder Gas gibt, schafft es mit dem E-Motor weiter und sogar ein bisschen schneller zu werden – wir haben unsere Mitte gefunden! Etwas mehr als einen Kilometer könnten wir rein elektrisch auf diese Weise fahren, dann ist der Akku des Mildhybrid wieder leer.

Insight_ECO_ScoreAlle Infos, die wir uns ehrgeizig „erfahren“, verarbeitet der Bordcomputer zu einer Fahrstilanalyse. Am Fahrt-Ende wachsen dann Blumen auf dem Display, bestenfalls mit vier Blättern und Blüte. Wenn der Bleifuß ganz garstig auf dem Gaspedal lastete, verwelkt das ersprießliche Lob sogar wieder. Übrigens: Einen Lorbeerkranz mit Pokal konnte während unserer fast 2000 Kilometer währenden Testfahrtzeit auch der Sparsamste unter uns nicht erringen, aber der brachte es auf immerhin 4,9 Liter/100 km Verbrauch. Zum Vergleich: Ein Golf Diesel neuester Bauart braucht (im Fahrtest) ähnlich viel, ein Golf Benziner liegt um 1,5 Liter höher im Verbrauch. Mit unserer Bestmarke von 4,9 Litern im Test liegen wir etwa einen halben Liter über den genormten Hersteller-Angaben, erreicht haben wir das mit einem Anteil von 60 Prozent Stadt-, 30 Prozent Landstraßen und 10 Prozent Autobahnfahrt. Dem reibungslos funktionierenden Start-Stopp-System (mit knapp bemessenen Stopp-Phasen), dem CVT-Getriebe und dem Eco Assist (der alleine bis zu 10 Prozent sparen hilft) sei Dank.

Alles fließt, große Schuhnummern stolpern
Diese Stadt-Land-lass-es-fließen-Mischung machte uns mit dem 4,4 Meter langen und nur 1,2 Tonnen schweren Familien-Kompaktwagen auch am meisten Spaß und schafft ideale Umweltbedingungen für die Insight-Flora: Maximal fünf zweifach beblätterte Bäumchen belohnen am Ende den dahin fließenden Fahrer, der mit Weitblick und innerer Ruhe, ohne starkes Bremsen und wieder Beschleunigen auskommt.

Insight10_Heck_StadtIm Münchner Stadtverkehr bedarf es dazu einiger Übung, wie sie auch Fahrspartrainings lehren, ist doch der Insight-Eco-Assist nichts anderes als ein eingebauter, elektronischer Gameboy, pardon, Spartrainer, der mit blauen Balken mahnt: Runter vom Gas! Dieses „Runter vom Gas“ kann manchmal nur Nuancen, sprich Millimeter, bedeuten um die der Gasfuß seine Position verändern muss, und wir stellten bei unseren Testfahrten fest, dass größere Schuhnummern sich mit dieser Sensibilität mitunter schwer tun. Auch hierbei nützt die Betätigung des ECON-Knopfes, der u.a. auch dabei hilft, dass eine gleich bleibende, an Drehzahl und Bedingungen angepasste Gaszugabe erreicht wird. Wer befürchtet, sich während der Fahrt in seiner Konzentration zu sehr von den wachsenden Blumen im Cockpit ablenken zu lassen, der beschränke sich auf die Darstellung des ECO-Score bei ausgeschalteter Zündung. Dann meckern zwar die Kinder auf dem Rücksitz wieder (Platz für drei, aber nicht höher als 1,75 Meter), aber bei so großem Sparpotenzial reicht das Geld vielleicht für das Entertainment-System, das es für die Rücksitze zusätzlich gibt.

Apropos meckern: Für Fahrer, die es gewohnt sind, mal eben auf die Tube zu drücken, zackig zu beschleunigen und mit Max-Speed über die Autobahn zu düsen, empfehlen wir Ohrstöpsel oder lautes Singen. Der 1,3-Liter-Otto-Motor ist mit seinen 88 PS und einem Drehmoment von 121 Nm bei ca. 4800 min-1 wirklich nicht dafür gebaut und bekundet dies mit lautem Gejammer. „Verflixt noch mal, schalt doch endlich!“, ruft man der stufenlosen Automatik zu, aber der Insight schlägt erst leisere Töne an, wenn man wieder weniger Gas gibt. Das irritiert und wirkt wie ein hörbarer, erhobener Zeigefinger. Wir wissen ja, dass sich die japanischen Ingenieure aus einen sehr sparsamen, reibungsarmen Motor ausgetüftelt und außerdem aus Gewichtsgründen an schalldämmendem Material gespart haben, aber vielleicht könnten sie sich fürs nächste Modell doch einen harmonischeren, goldenen Mittelweg ausdenken?

Insight5_Heck-obenProtzen mit effizientem Fahrstil
Wenn dann die Kinder endlich schlafen, können wir uns den Insight auch mal in Ruhe von außen betrachten. Und siehe da: Knackig sieht er aus, und völlig egal ist uns, ob es Toyota oder Honda war, die das Design für den Prius oder den Insight zu erst auf dem Reißbrett hatten, schließlich kommt es darauf an, was man daraus macht. Und dafür wurde der neue Insight unlängst mit dem Oscar der Design-Welt, dem Red Dot Design Award ausgezeichnet. Trotzdem: Wer den neuen Insight haben will, will vor dem Nachbarn nicht mit einem Statussymbol protzen, sondern allenfalls mit Auto-Sachverstand und effizientem Fahrstil. Wer ein sparsames Automobil bauen (und fahren) will, muss auf viel Blech verzichten und aerodynamisch denken.

Insight_InteriorSportlich-Elegant wirkt der Insight und mit einer Mischung aus Stolz und Trotz schaut er uns an. Kein verweichlichtes Kulleraugengesicht rührt unser ökologisches Gewissen sondern das kantige Aussehen bestätigt unsere Erwartungen, die wir an innovative, mutige Technik stellen. Uns stört auch nicht das zweigeteilte Mini-Sichtfeld im Heckfenster, dessen Größe durch die coupéhafte Form eingeschränkt wird. Uns stört eher die geringe Kopf- und Kniefreiheit im Fond, weil manche Menschen über 1,80 m groß sind und hinten höchstens gepressten Platz haben. Weil die Insight-Erbauer die Kontrolleinheit und die Batterie des Hybridantriebs im Fahrzeugboden eingebaut haben, ist hingegen im Kofferraum genügend Platz für eine sehr große Spielesammlung, er bietet (selbst) gemessene Ausmaße von 1,41/0,95 m (max./min. Breite) auf 1,50/0,86 m (max./min. Länge) – die Rücksitze lassen sich 60:40 umklappen zu einer ebenen Ladefläche.

Als wir die Heckklappe leise ins Schloss fallen lassen und einen letzten Blick auf unser hybrides Spacemobil werfen, wird uns voller Stolz bewusst, dass wir verstanden haben, was ein Insight ist und wie man ihn fährt. Hinter dem Vorhang drüben bemerken wir unseren neugierigen Nachbarn. Morgen laden wir ihn zu einer Probefahrt ein und zeigen ihm, dass ein Hybrid nichts Unanständiges ist und wie er funktioniert. Klar, die Kinder dürfen wieder mit, und im Cockpit läufft dann das volle Programm.

darue
Insight_ECO_ASSIST_BG_BRAKING Insight_ECO_ASSIST_GREEN_ACCEL

Insight_ECO_Guide_3 Insight_ECO_Score

Insight3_Heck Insight5_Heck-oben

Insight2_Heck Insight11_Heck+seite_land

ALLGEMEINES, AUTO, Auto_Hybrid, Auto_Neuheiten

Honda startet Aufklärungsoffensive: Ein Hybrid ist nicht unanständig!

Honda_INSIGHT_ENGINE_smGerührt oder geschüttelt? Gemischt oder gekreuzt? Analog und zugleich digital? Elektrisch und fossil? Ein Maulesel, eine Apfelbirne oder gar ein Bastard? Chimäre, Zwitter oder Hermaphrodit?

Was ist eigentlich ein Hybrid?
Haben wir Sie auf dem falschen Fuß erwischt? Drücken auch Sie sich verschämt in der Halbwissen-Ecke herum? Von Selbstüberschätzung (griechisch „Hybris“) weit und breit keine Spur: Fragen Sie mal alle Besserwisser nach der genauen Definition: Aber googeln gilt nicht! Wenn Sie Glück haben, kann’s Ihr Autohändler ums Eck erklären, ohne rot zu werden. Vielleicht ist er ein Toyota/Lexus- oder Honda-Händler. Die nämlich müssten es auf alle Fälle wissen: Verkaufen sie doch Europas derzeit einzige Serien-Hybriden mit Verbrennungs- und Elektromotor.

Honda verkauft seinen neuen Insight übrigens wie die berühmten warmen Semmeln (oder geschnitten Brot): Im April, dem ersten Verkaufsmonat des Insight in Europa, war der Mild-Hybrid (Ottomotor + Elektromotor) „das populärste Fahrzeug mit benzin-elektrischem Antrieb auf dem Markt“. 2001 Insights wurden verkauft, meldet Honda Europa aus Offenbach stolz und freut sich über den Erfolg, der „einhergeht mit dem Erfolg des Insight in Japan, wo er im April das erste Hybridfahrzeug war, das auf Platz eins der Zulassungsstatistik kletterte“. In Europa sind bis Ende Mai mittlerweile knapp 5.400 und weltweit bereits über 38.000 Insights verkauft worden.

Aufklären wie weiland Oswald Kolle
Damit es noch mehr werden und der neue Toyota Prius, der in diesen Tagen auf den europäischen Markt rollt, dem Insight keinen dicken Strich durch die Erfolgsstory macht, startet Honda eine Aufklärungsoffensive wie weiland Oswald Kolle. Damit alle Autofahrer begreifen, dass ein Hybrid nichts Unanständiges ist und wie’s funktioniert, gibt es Hybrid-Infoveranstaltungen beim Händler : „Praxisnahe Informationen zur Hybridtechnik“ verspricht der japanische Hersteller allen Interessierten, und sich selbst: „Missverständnisse aus dem Weg zu räumen, offene Fragen zu klären und Vorbehalte abzubauen“. Und beide Hybrid-Modelle (Civic Hybrid und Insight Hybrid) ins richtige Rampenlicht zu rücken. Insgesamt sind in den ersten zwölf Monaten über 20 Veranstaltungen in Deutschland geplant. Einen Insight Probe fahren darf man auch. Termine sind im Internet unter www.honda.de/hybrid-infoabend abrufbar, wer mag, kann sich online für die Teilnahme registrieren lassen. Stationen im Juli sind unter anderem München, Hamburg, Augsburg, Dortmund und Stuttgart.

O,6 Liter mehr, 5.400 Euro weniger
Das Segment der Fahrzeuge, die mit alternativen Kraftstoffen oder Hybridantrieb angetrieben werden, wird auch in Zukunft weiter wachsen, kündigt Honda an. Mit der Serienversion des CR-Z Concept und einem Jazz Hybrid will der japanische Hersteller die Auswahl an Hybridfahrzeugen auch in kleineren Fahrzeugsegmenten „in Zukunft deutlich vergrößern“. Weltweit will Honda über 500 000 Hybride pro Jahr verkaufen. Der Insight kostet in Deutschland ab 19.550 Euro, und wurde deshalb zum „Volks-Hybrid“ ernannt. Der Normverbrauch laut Hersteller beträgt 4,5 Liter auf 100 Kilometer (lesen Sie dazu auch unseren Fahrbericht). Der Toyota Prius fährt seit 1997 inzwischen eine Million Mal über den Globus, allerdings dauerte dies etwa zwölf Jahre (seit 1997). Der neue Prius der dritten Generation steht seit 27. Juni beim Händler und vermeldet: Normverbrauch 3,9 Liter/100 km, Preis ab 24.950 Euro.

darue

ALLGEMEINES, Auto_Hybrid, ecomobil_AKTUELL, mobil_Politik

Honda: Zufrieden mit AMI, Absage für IAA 2009

Geld? Es kommt drauf an, was man draus macht! Mal eben einen zweistelligen Millionenbetrag spart sich branchenüblich ein Autohersteller, der nicht an der IAA in Frankfurt teilnimmt – auch Honda sagte nach Nissan, Mitsubishi und Daihatsu jetzt die Teilname für dieses Jahr ab. 

Mit einer „Retourkutsche“ (deutsche Hersteller gaben mit Ausnahme von Porsche bereits unisono der Tokyo Motor Show 2009 einen Korb) habe die Absage jedoch nichts zu tun, bestätigte uns Dr. Alexander Heintzel, Sprecher von Sprecher von Honda Motor Europe North.

Hier Millionen einsparen . . .

Der japanische Hersteller reagiere vielmehr „auf das globale ökonomische Klima“ – will heißen: Sparen an allen Ecken ist angesagt. Dabei trifft es sich gut, dass die Absage auch gleich dem globalen ökologischen Klima zugute kommt. Statt Millionen in Frankfurt auszugeben „stärken wir die Aktivitäten in den Bereichen, die direkt der Umwelt und den Kunden zugute kommen.“ Es gibt viel zu tun: Honda plant u. a. für 2010 die Markteinführung eines sportlichen Hybriden basierend auf dem CR-Z Concept. Danach wird der Jazz Hybrid folgen.

. . . dort Millionen investieren

Was in diesem Jahr in Frankfurt gespart wird, wird andernorts in Deutschland anlegt: Statt in Messestand, Techniktross, Werbungs-, Hotel- und Reisekosten, investiert Honda Millionen in ein neues Forschungsprojekt und ein Schulungszentrum: Die Honda Research & Development in Offenbach wird im Herbst 2009 mit einer Langzeitstudie beginnen. Dabei sollen auf Basis des FCX Brennstoffzellentechnik und Wasserstoffeinsatz unter europäischen Bedingungen erprobt werden. In Hanau fand am 23. März der Spatenstich für die neue Honda Akademie statt, ein Schulungszentrum mit einem Investitionsvolumen von rund 15 Millionen Euro. Das Trainings Zentrum soll nicht nur für Deutschland, sondern für Honda Europa und auch Dritten als Schulungsstätte dienen. Schließlich müssen Mitarbeiter von Honda ihren Kunden auch künftig fundiert erklären können, wie ein Hybrid funktioniert.

Volle Bude auch dank Insight

Das geschieht inzwischen hunderte Male am Honda-Messestand auf der AMI Leipzig: Dort herrscht „volle Bude trotz rückläufiger Besucherzahlen“. Diesen erfreulichen Zwischenbericht gab uns Alexander Heintzel ebenfalls. Erfreulich deshalb, weil wir u. a. erfuhren, dass der neue Insight nicht nur in Japan bereits läuft wie geschnitten Brot (in zwei Monaten 18.000 Bestellungen) sondern auch in Leipzig sehr gut ankommt: Das neue Hybridfahrzeug steht ab 18. April bei den deutschen Händlern und die, sagte Heintzel, „bestellten auf der Messe bereits recht gut“. Lob also für die Automesse in Leipzig: „Das ist eine sehr wichtige, lohnende Regionalmesse“.

Das beste Ergebnis seit 17 Jahren

Über 400 Testfahrten haben Messebesucher bereits für den Insight Hybrid gebucht (Stand 2. April). Händler und Kunden geben sich das Lenkrad zu Probefahrten in die Hand und demonstrieren dem eingebauten Ecoassistenten mit Feuereifer ihr Fahr&Spar-Können. Mit einem Rekord-Durchschnittsverbrauch von 4,0 Liter sei der sparsamste Insight-Fahrer aus einem Wettbewerb unter Verbrauchern hervorgegangen – damit läge dieser Spritspar-King noch um 0,8 Liter unter den Herstellerangaben. Hybrid fahren kann also Spaß machen, lautet die Quintessenz: „Das Auto passt jetzt genau“, resümiert Heintzel deshalb „sehr zufrieden“ – und das, obwohl das stärkste Messewochenende in Leipzig erst noch bevorsteht. Zufrieden kann Honda auch mit der aktuellen Verkaufsbilanz sein, die das Kraftfahrt-Bundesamt jetzt turnusmäßig veröffentlichte: Mit 7799 verkauften Einheiten (vor allem Jazz und Civic) fuhr der japanische Importeur hierzulande sein bestes Ergebnis seit 1992 ein, 90 Prozent mehr als im März 2008.   

 - darue –

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auto_Fahrberichte, Auto_Hybrid, Auto_Neuheiten, ecomobil_AKTUELL

Hybrid fahren für alle

Darauf haben Hybridfans gespannt gewartet: 19.550 Euro soll er kosten, der neue Insight, das gab Honda vor Eröffnung des Autosalons in Genf bekannt. Um 450 Euro unterboten hat der japanische Hersteller die Preisspekulationen. Als Volkshybrid mit dicken Lorbeeren bevorschusst, ist der Insight damit das günstigste Hybridfahrzeug auf dem deutschen Markt.

Sein Einstiegspreis ist knapp 4.000 Euro niedriger als der des hausinternen Mitbewerbers Civic Hybrid und liegt 6.000 Euro unter dem des Konkurrenten Toyota Prius, den beiden einzigen Hybridalternativen im C-Segment. Übrigens: Er ist auch billiger als ein Golf Diesel. Ab 18. April steht er bei den Händlern, in Deutschland können Hybrid-Fans erstmals am 28. März in Leipzig auf der AMI Probe sitzen.

Testen konnten wir den erschwinglichen Familien-Fünfsitzer (hinten drei Sitzplätze auch für große Kinder) bereits Ende Januar. Dabei lagen wir mit 5,8 Litern „nur respektable“ 1,4 Liter/100 Kilometer über den Angaben des Herstellers. Mit 4,4 l/100 km, 101 g CO2/km und Euro5-Steuerbefreiung möchte Honda mächtig Appetit aufs Hybrid fahren machen und in diesem Jahr 5.000 Insights in Deutschland verkaufen, 300.000 sollen es weltweit werden. Ob sparsame Autofahrer im Insight auf ihre Kosten kommen und ob der serienmäßige EcoAssist in Wirklichkeit eher ein Spartrainer oder ein eingebauter Spaßfaktor ist – darüber in Kürze mehr.

Mehr Bilder?  honda_insight_diashowmpg

ALLGEMEINES, Auto_Hybrid, Auto_Neuheiten

Neue VCD Auto-Umweltliste: Sieger Toyota Prius

Im Abstand von zwei Jahren fragt der VCD – konzeptionell unterstützt vom Öko-Institut – bei den Herstellern nach Details der Produktion, prüft die Umwelt- und Nachhaltigkeitsberichte, untersucht das Engagement für bessere Umwelttechnik in den Fahrzeugen und die Qualität der umweltrelevanten Informationen für die Autokäufer. Diesmal wurden über 350 Fahrzeuge unter die Lupe genommen.
Der Toyota Prius ist diesmal knapp vor dem Honda Civic Hybrid Gewinner der VCD Auto-Umweltliste. Der Honda Civic Hybrid landet hinter dem Prius auf Platz 2. Dafür führt er aber die Bestenliste der Kompaktklasse an. Die weiteren Platzierungen sind direkt bei VCD ersichtlich.
Der Toyota Prius und der Honda Civic Hybrid, unterscheiden sich in ihrem Hybrid-Konzept. Der Prius ist ein Vollhybrid, Honda nennt den Civic einen „mild hybrid“. Den Prius treiben ein 57 kW-Benzinmotor und ein 50 kW-Elektromotor an, der Honda hat einen stärkeren 70 kW-Verbrennungsmotor, der durch einen 15 kW-Elektromotor unterstützt wird. Beim Anfahren setzt der kräftige Toyota-Elektromotor den Prius allein in Bewegung, beim Honda leistet der E-Motor lediglich Unterstützung. Der E-Motor kann den Prius bei niedriger oder konstanter Geschwindigkeit kilometerweit ohne den Benzinmotor bewegen, der dann ausgeschaltet ist. Beim Honda läuft bei der Fahrt der Benzinmotor immer mit. Wenn er nicht gebraucht wird, werden die Ventile aller vier Zylinder geschlossen und die Kraftstoffzufuhr unterbrochen. Beide Hybrid-Pkw erzeugen den Strom ausschließlich an Bord, sie können nicht per Steckdose geladen werden. Der Clou: Der Strom wird teilweise durch Energie erzeugt, die sonst ungenutzt verpufft: durch die Nutzung des Schwungs nach dem Dynamo- Prinzip beim Fahrrad – immer dann, wenn der Fahrer kein Gas gibt. Auch die Bremsenergie wird in elektrische Energie umgewandelt und zum Aufladen des Batteriemoduls genutzt. Der Hybridantrieb ist deshalb besonders sparsam bei Fahrten mit häufigem Tempowechsel, also in der Stadt und auf Landstraßen. Bei Autobahnfahrten sind moderne Dieselmotoren im Vorteil.
Die VCD-Experten haben bei Ihrem Umweltcheck auch folgende, allgemeine Punkte festgestellt.
Neue Hoffnung: Elektroauto
Künftig sollen Autos mit Strom fahren und somit der Automobilität weder Ölpreis noch Klimawandel im Weg stehen. Kein Zweifel, das Elektroauto bekommt eine neue Chance, hier muss geforscht und entwickelt werden. Denn bisher gibt es weder eine ausgereifte und bezahlbare Batterietechnik noch eine Infrastruktur für massenhafte Elektromobilität. Auch optimistische Schätzungen gehen davon aus, dass im Jahr 2020 nur zwei Millionen Elektroautos in Deutschland zugelassen sein werden – bei einem Gesamtbestand von ca. 50 Millionen Pkw. Und für den VCD ist klar: Es muss beim beschlossenen Atomausstieg bleiben.
Kampf um Rußfilter ist gewonnen
Der Treibhauseffekt ist, global gesehen, das größte Umweltproblem. Die Note für den Ausstoß des Treibhausgases CO2 fließt deshalb auch zu 60 Prozent in die Gesamtbewertung in der VCD Auto-Umweltliste ein. Viele Jahre hat der VCD gegen den Widerstand der Autohersteller dafür gekämpft, dass der geregelte bzw. geschlossene Partikelfilter zur Serienausstattung wird. Er eliminiert fast 100 Prozent des gesundheitsgefährdenden, krebserzeugenden Dieselrußes. Der Kampf ist nun gewonnen. Etwa 90 Prozent der Neuwagen haben einen Vollfilter.
Ganz schön viel Öko
Auffällig in diesem Jahr ist die Vielzahl der Namenszusätze bei Autos, die Öko versprechen: die GreenLine von Skoda, die Formel „e“ bei Audi, EcoFLEX und ECOnetic bei Opel und Ford, EfficientDynamics bei BMW, BlueMotion bei VW, BlueEFFICIENCY bei Mercedes usw.
Die Kunden sind verwirrt. Hinter jeder Bezeichnung verbirgt sich ein anderes Technikpaket zur Verbrauchsminderung. Das zurzeit umfangreichste System ist das von BMW: Es umfasst Start-Stopp-Automatik, Bremsenergierückgewinnung, Schaltanzeige, reduzierten Rollwiderstand und Luftklappensteuerung. Einsparung laut BMW: bis zu 23 Prozent. Die Technik ist seit 2007 eine Million Mal verbaut worden. Inzwischen sind die meisten BMW-Modelle damit ausgestattet. EfficientDynamics kostet keinen Aufpreis, anders als beispielsweise bei VW. Die BlueMotion-Modellvarianten arbeiten unter anderem nicht mit Bremsenergierückgewinnung und sind nur gegen Aufpreis zu haben
Endlich Filter für Lkw
Gegenwärtig werden neue europäische Grenzwerte für Lastwagen und Busse festgelegt. Der ab dem 1. Oktober 2009 geltende Standard Euro V ist nach Ansicht des VCD zu lasch – er kann auch ohne Partikelfilter eingehalten werden. Euro VI wird dies ändern. Der Grenzwert für die Partikelmasse wird dann bei 10 mg/kWh liegen. Große Lkw können diesen Wert dann nur noch mit einem Filter einhalten. Zusätzlich wird die EU-Kommission die Partikelanzahl begrenzen, das heißt einen Grenzwert für den besonders gefährlichen Feinststaub festlegen. Dieser Grenzwert wird den Einbau eines geregelten Filters unumgänglich machen.
Allerdings soll die Verordnung erst Anfang 2014 in Kraft treten. Der VCD setzt sich für den Start bereits im Jahr 2011 ein. Ein Nachrüstprogramm und ein Förderprogramm für den Kauf von Neufahrzeugen mit geschlossenem Filter können dazu beitragen, dass schneller als von der EU vorgesehen sauberere Kleinlastwagen über die Straßen rollen.
Weitere Spritspartipps und Informationen dazu finden Sie hier.

ALLGEMEINES, Auto_Hybrid, MOBIL

Flottentest für Hybrid-LKW in Europa

Im Citymaut-exklusiven London startete die Daimler AG jetzt Europas größten Flottentest für LKW-Hybridfahrzeuge. Zehn Fuso Canter Eco Hybrid wurden an acht Kunden übergeben (Amey, DHL, Hill Hire, Ringway, Royal Mail, Scottish and Southern, Tesco und TNT). Ziel der drei Jahre dauernden Versuchsreihe ist es, neue Erkenntnisse aus dem Kundeneinsatz der 7,5-Tonnen Hybrid-Lkw zu gewinnen und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit des dieselelektrischen Hybridantriebs unter Beweis zu stellen. Der Fuso Canter Eco Hybrid kann bis zu 15 Prozent weniger Kraftstoff als konventionelle Dieselfahrzeuge verbrauchen.
Bei der Auswahl der Versuchspartner wurde darauf geachtet, möglichst unterschiedliche Kundenbedürfnisse an ein Nutzfahrzeug im Verteiler-Verkehr einzubeziehen. Während beispielsweise Lkw von Logistikunternehmen wie DHL, Royal Mail und TNT bei der Paketauslieferung viel im Stop-and-Go-Verkehr unterwegs sind und ständig zum Entladen halten müssen, fahren Lkw der Handelskette Tesco regelmäßig zwischen Zentrallager und Supermärkten hin- und her. Der Fuso Canter Eco Hybrid muss sein Potenzial zum Kraftstoffsparen unter allen Nutzungsvarianten beweisen.
Für seinen größten Flottentest von Hybrid-Lkw in Europa hat Daimlers Tochter Mitsubishi Fuso Truck and Bus Corporation (MFTBC) die Fahrzeuge in Kleinserie produziert und zwei Technologien miteinander verbunden: Das 7,5-Tonnen Serienfahrzeug Fuso Canter mit Euro 4-Antriebsstrang wird dabei um Hybridkomponenten, wie beispielsweise einen Elektromotor, erweitert. Diese Kombination ist speziell für den europäischen Markt zugeschnitten und erfüllt die EU-Abgasrichtlinie Euro 4.

Auto_Elektro, Auto_Hybrid, Auto_Neuheiten, Auto_Technik

Hybridautos mit künstlichem Motorlärm

Der britische Autohersteller Lotus hat eine Technologie entwickelt, die auch fast geräuschlose Hybridautos mit klassischen Motorengeräuschen ausstattet. Damit soll das Sicherheitsrisiko für Fußgänger und Radfahrer gesenkt werden, die oft zu spät auf die leise herannahenden Hybridautos aufmerksam werden. Die “Safe and Sound Hybrid Technology” von Lotus simuliert die traditionellen Geräusche von Verbrennungsmotoren. Bei geringen Geschwindigkeiten werden Hybridautos von Elektromotoren angetrieben, die nur ein Summen von sich geben. In dieser Phase schaltet sich die Geräusch-Simulation von Lotus automatisch ein. Sobald bei höheren Geschwindigkeiten der herkömmliche Verbrennungsmotor den Antrieb übernimmt, schalten sich die künstlichen Geräusche aus. Produziert werden die falschen Motorengeräusche durch einen wasserabweisenden Lautsprecher, der direkt neben dem Motorkühler angebracht ist. So wird der Eindruck erweckt, die Geräusche kämen wirklich aus dem Motor unter der Motorhaube. Tonlage und Frequenz passen sich der Geschwindigkeit des Autos an, damit Fußgänger den Abstand und die Geschwindigkeit des Autos abschätzen können. Das System ist bereits in einem Toyota Prius Modell in Anwendung, kann aber auch nachträglich in Autos eingebaut werden.

Auto_Hybrid, Auto_Neuheiten

Audi Q7 kommt nicht als Hybridmodell

Laut dpa wird Audi seinen Geländewagen Q7 nicht mit einem Hybrid-Antrieb ausstatten. Ursprünglich sollte der Hybrid-Q7 noch in diesem Jahr auf den US-Markt kommen. Mit dem Hightech-Wagen wollten die Audi-Ingenieure demonstrieren, dass sie die neue Antriebstechnik beherrschen, mit dem auch die Wettbewerber im hart umkämpften Markt punkten. Hintergrund der wenig prestigeträchtigen Kehrtwende soll die aktuelle Marktsituation sein: Mit den erwarteten Verkaufszahlen von weniger als 100 Fahrzeugen hätte sich das Projekt nicht gerechnet. Außerdem würde der Hybrid-Q7 dem geplanten 3,0-Liter-TDI-Bruder Konkurrenz machen. Das Unternehmen steige aber trotzdem nicht aus den Hybrid-Projekten aus und arbeite weiter zusammen mit Porsche, VW und anderen an der Entwicklung solcher Antriebe, betonte der Sprecher Udo Rügheimer. Man wolle die derzeit üblichen Nickel-Metall-Hybrid-Batterien überspringen und gleich mit den modernen Lithium-Ionen-Batterien einsteigen, heißt es bei Audi. Diese leichteren und leistungsfähigeren Akkus sollen ab 2010 oder 2011 im kleineren Q5 eingesetzt werden.