Wie Städte Elektromobilität vorausplanen

Studie zur Bedeutung der Elektromobilität für Städte und Kommunen
Sieben von zehn deutschen Städten schätzen die Bedeutung der Elektromobilität in den nächsten zehn bis 15 Jahren als sehr hoch oder hoch ein. Etwa jede vierte Stadt engagiert sich bereits. Dennoch sehen sich etliche Städte nicht als Treiber des Themas. So lautet das Ergebnis einer repräsentativen Befragung unter den Verantwortlichen für das Thema der Elektromobilität in 105 deutschen Städten mit mehr als 20.000 Einwohnern.
Die heute erschienene Studie der con|energy unternehmensberatung „Elektromobilität – Städte und Kommunen als Partner der Energieversorger“ stellt Rahmenbedingungen, aktuelle und zukünftige Aktivitäten sowie Konsequenzen der Elektromobilität für Städte und Kommunen vor. Basis der Studie ist eine im Mai 2009 durchgeführte repräsentative Befragung unter den für das Thema „Elektromobilität“ verantwortlichen Ansprechpartnern in 105 deutschen Städten bzw. Kommunen mit mehr als 20.000 Einwohnern.
Schon heute ist etwa jede vierte Stadt im Bereich der Elektromobilität aktiv. Hierbei befindet sich die Mehrheit dieser Städte im Süden Deutschlands. Jede fünfte Stadt, die heute hingegen noch nicht in puncto Elektromobilität aktiv ist, plant ein konkretes Engagement in den nächsten Jahren – knapp die Hälfte dieser Städte möchte bereits bis 2011 in das Thema einsteigen. Der Großteil, fast 40 %, dieser Städte liegt dabei im Osten Deutschlands. Deutschlandweit ist die Entwicklungsrichtung des Themas „Elektromobilität“ damit klar umrissen: 70 % der Städte schätzen die generelle Bedeutung der Elektromobilität in zehn bis 15 Jahren bereits jetzt als sehr hoch oder hoch ein.
Weiterhin lässt sich feststellen: Je größer die Stadt, desto häufiger werden bereits Aktivitäten im Bereich der Elektromobilität unternommen. So sind 46 % der Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern heute schon aktiv, bei den mittleren Städten mit 20.000 bis 100.000 Einwohnern sind dies jedoch erst 20 %.
Bezüglich der inhaltlichen Ausgestaltung des Engagements der Städte im Bereich der Elektromobilität ist festzuhalten, dass sich über 40 % der engagierten Städte mit der Einführung von Elektrofahrzeugen im eigenen Fuhrpark befassen. Der Aufbau bzw. die Erweiterung der städtischen Ladeinfrastruktur spielt mit 38 % eine ähnlich wichtige Rolle. Als weitere wesentliche Themen werden die Integration in die Stadtentwicklung (29 %) sowie der Ausbau des ÖPNV (25 %) genannt. Hingegen beschäftigen sich erst 13 % der Städte mit den Genehmigungsverfahren bezüglich des Aufbaus von Ladeinfrastrukturen durch Dritte und lediglich 8 % der Städte treiben das Thema der „Elektrofahrräder“ derzeit voran. Immerhin jede fünfte Stadt hat jedoch bereits Fördermittel im Rahmen der Elektromobilität beantragt.
Von den Anbietern, die erst zukünftig im Bereich der Elektromobilität aktiv werden wollen, beabsichtigt eine Mehrheit von 75 % die Einführung von Elektroautos im eigenen Fuhrpark. „Damit setzt sich der schon heute sichtbare Trend fort“, so Dr. Roman Dudenhausen, Vorstandsmitglied der con|energy ag: „Der Aufbau und die Erweiterung bereits bestehender städtischer Ladeinfrastruktur wird zukünftig eine der zentralen Aufgaben für die Städte und Kommunen im Bereich der Elektromobilität sein“. Entsprechend wird dieses Tätigkeitsfeld auch von 44 % der Städte, die ein zukünftiges Engagement im Bereich der Elektromobilität planen, als kommender Aufgabenbereich genannt.
Die Gründe der Städte, die derzeit hingegen keine Aktivitäten im Bereich der Elektromobilität planen, sind breit gestreut. 20 % nennen zu hohen Aufwand bzw. zu hohe Kosten. Fast ebenso viele Städte (18 %) melden „keinen Bedarf“. In diese Richtung gehen auch die mit 45 % sehr zahlreichen sonstigen Antworten: So ist man unsicher darüber, ob man als Stadt bzw. Kommune überhaupt für dieses Thema zuständig ist oder nicht viel mehr Wirtschaft und Bürger das Thema der Elektromobilität voran treiben sollten. Einigen fehlen auch Anstöße aus dem politischen Raum oder klare gesetzliche Rahmenbedingungen. Wiederum andere warten vorerst die Ergebnisse von Pilotprojekten und eigenen Förderungsanträgen ab. Folglich sehen sich etliche Städte derzeit nicht als Treiber des Themas, sondern warten vielmehr auf gesetzliche bzw. politische Vorgaben oder auch auf schlüssige und praktikable Konzepte Dritter.
Die aktuelle Studie der con|energy unternehmensberatung ist beim Fachverlag ener|gate erschienen und kann kostenlos eingesehen werden unter: http://www.energate.de/elektromobilitaet2
(con|energy ag, Essen) (rl)
ALLGEMEINES, Auto_Elektro, Auto_Neuheiten, ecomobil_AKTUELLMitsubishi i MiEV auf der Hannover Messe
Mitsubishi i MiEV - das komplizierte Buchstabengemenge klingt ausgesprochen nach „iii, Mief“, hat aber nix mit Muffigem aus vergangener Zeit zu tun, im Gegenteil: Das „weltweit erste Großserien-Elektrofahrzeug“ kommt nächste Woche auf die größte Technologiemesse der Welt, die Hannover Messe vom 20. bis 24. April.
Der Mitsubishi i MiEV (Mitsubishi innovative Electric Vehicle) ist derzeit auf Promotion-Tour durch Europa und wird im Rahmen von Flottentests Entscheidungsträgern aus Regierungskreisen, Unternehmen und Energiewirtschaft vorgestellt. Außerhalb Europas finden zur Zeit Alltagstests in den USA, Kanada, Hongkong und Neuseeland statt.
Noch für diesen Sommer kündigt der Hersteller den Start der Serienproduktion und Markteinführung in Japan an, Anfang 2010 soll eine Rechtslenker-Version in Großbritannien an den Start rollen, gefolgt von einer modifizierten Linkslenker-Version in den übrigen europäischen Ländern. Nach Deutschland soll der i MiEV Ende 2010 kommen.
Der Mitsubishi i MIEV wiegt 1080 Kilogramm (davon 200 kg für die Batteriemodule) und ist mit einem Synchronmotor ausgestattet, der 64 PS leistet. Damit kann der knapp 3,40 Meter lange Viersitzer maximal 130 km/h schnell sein. Eine Ladung der im Fahrzeugboden eingebauten Lithium-Ionen Batterien garantiert eine Reichweite von 144 Kilometern. Eine Schnellladung der Batterien ist in knapp 25 bis 30 Minuten möglich, die On-board-Ladung dauert 5-7 Stunden.
– darue/Mitsubishi -AUTO, Auto_Wasserstoff+Brennstoffzelle, ecomobil_AKTUELL
Honda FCX Clarity ist “World Green Car” 2009
Mal wieder ein Honda: Als „umweltfreundlichstes Auto der Welt“ mit Null CO2-Emission wurde das Brennstoffzellenfahrzeug Honda FCX Clarity ausgezeichnet. Mal wieder deshalb, weil 2006 der Civic Hybrid diesen Preis erhielt. Der FCX Clarity setzte sich gegen 22 Mitbewerber durch, die von 59 Autoexperten aus 25 Ländern nominiert wurden.
Das “World Grren Car” wird allährlich während der New York International Auto Show ausgezeichnet. Die diesjährigen drei Top-Finalisten waren neben dem Honda FCX Clarity der Mitsubishi iMiEV und der Toyota iQ. Nach Meinung der Juroren ist der FCX Clarity „eine tatsächlich völlig wasserstoffbetriebene Limousine mit 430 km Reichweite, einem äquivalenten Verbrauch von 3,3 Litern/100km und Null Emissionen, welche den Komfort bietet, den Menschen von einem Premiumfahrzeug erwarten. Das ist das Maximum, was Automobilhersteller im Bereich dieser Technologie tun können.“ Der FCX fährt seit 2008 in Kleinserien-Leasing in Japan und in Kalifornien (USA).
Die Jury ging mit denen ins Gericht, die für die richtigen Rahmenbedingungen zu sorgen haben, und lobte den Innovationsmut des japanischen Autobauers: „Jetzt ist es an den Regierungen, an Bord zu kommen und mitzuhelfen, eine tragfähige Tankstellen-Infrastruktur aufzubauen. Honda muss hoch angerechnet werden, dass das Unternehmen den mutigen Schritt wagt, den FCX Clarity an Kunden in Kalifornien für 600 US-Dollar zu verleasen. Es ist noch ein langer Weg zurückzulegen, bevor Brennstoffzellenfahrzeugen ein kommerzieller Erfolg winkt. Deshalb Hut ab vor Honda, die eine solch teure Technologie weiter vorantreiben in Zeiten, in denen jeder Cent zählt.”
Für Honda ist die Auszeichnung Wasser auf die Mühlen ihrer Wasserstoff-Forschung: Für ein neues europäisches Forschungs- und Entwicklungszentrum in Offenbach am Main erfolgte jüngst der Spatenstich. Dieses neue Zentrum hat zur Aufgabe, die Wasserstofftechnologie unter europäischen Bedingungen auszuwerten und in Zusammenarbeit mit Interessenvertretern die Entwicklung einer adäquaten Infrastruktur für ein Wasserstoff-Tankstellennetz zu unterstützen. Der FCX soll auch in Europa Teil eines weit reichenden Forschungsprojektes unter realen Bedingungen mit realen Kunden werden.
- darue / Honda -
ALLGEMEINES, AUTO, MOBIL, ecomobil_AKTUELL
Alternative Antriebe im Web 2.0: Big Infratest is watching you
Was Blogger schreiben, ist wichtig. Und was Blogger zu den Themen „Alternative Antriebe“ zu sagen haben, interessiert Autohersteller: Marktforscher TNS Infratest hat ermittelt, dass „die Marken Mercedes-Benz, Volkswagen und BMW im deutsch-sprachigen Internet in erster Linie in Bezug auf innovative Antriebsarten wie Elektro, Biokraftstoff oder Brennstoffzelle erwähnt und diskutiert werden.“ Bei den japanischen Herstellern Toyota und Honda ginge es hingegen vor allem um den bereits serienreifen Hybrid-Antrieb.
“In erster Linie” bedeutet nicht immer “gut”
Das – so meinen wir – bedeutet aber nicht, dass Mercedes-Benz, Volkswagen und BMW bei den Diskussionen in Blogs, Foren und Communitys hinsichtlich des Themas „innovative Antriebsarten“ besonders positiv ”erwähnt und diskutiert” werden. Das Ergebnis, dass die Automobilmarktforscher in ihrer Studie “Alternative Antriebstechnologien” jetzt vorstellten, bedeutet nüchtern betrachtet, dass die Schlüsselwörter Elektro, Biokraftstoff, Brennstoffzelle und Hybrid häufig im Zusammenhang mit den genannten Herstellernamen verwendet werden, und umgekehrt. Ob das von Infratest ermittelte Ergebnis auch von der Tatsache beeinflusst wird, dass Daimler seit Herbst 2007 einen eigenen Daimler-Blog betreibt, “der einzige Unternehmensblog eines Dax30-Konzerns”, wie die Stern-Autobauer selbst von sich sagen? http://blog.daimer.de/ Ziel der Studie sei gewesen “herauszufinden wie intensiv und in welcher Weise bestimmte Automarken im Internet in Verbindung mit alternativen Antrieben und weiteren Umweltthemen diskutiert werden”, sagt Infratest. Und ohne dies weiter zu belegen, lässt man uns außerdem wissen, dass “im social web insgesamt Hybrid- vor Elektro-Antrieb dominiert”.
“Könnte wichtig für uns sein”
Wie auch immer: Alternative Antriebe sind längst im Web 2.0 angekommen, täglich diskutieren, schreiben und informieren sich Web-User darüber. „Könnte wichtig für uns sein“, haben nun auch Autohersteller begriffen. Dass die deutschen Hersteller Mercedes-Benz und Volkswagen derzeit „den höchsten Share-of-Voice im Internet (= Anzahl an Kontakten, die man bei einer Zielgruppe erreicht) zum Thema „Alternative Antriebe“ erzielen, ermittelte TNS Infratest „durch die gezielte Auswertung von Blogs, Foren und Newsgroups.“ Und was dort geschrieben und diskutiert wird, entscheidet künftiges Käuferverhalten, glauben Marktforscher, Trendscouts und Hersteller. Dr. Stefan Wünschmann von TNS Infratest Automotive sagt dazu:
In aller Munde sein – besser: in allen Blogs
„Besonders wichtig für den künftigen Markterfolg der Automobilhersteller im Bereich „alternative Antriebe“ ist ein hoher Share-of-Voice im Internet. Dies gilt vor allem für Blogs und Foren im sogenannten Web 2.0. Das Web 2.0 wird zukünftig eine bedeutende meinungsbildende Rolle spielen und die Wahrnehmung und das markenbezogene Kaufverhalten der Kunden maßgeblich beeinflussen.“ Infratest habe deshalb ein kontinuierliches Web-Monitoring zum Thema „Alternative Antriebe“ aufgelegt.
Also, Blogger und Kommentatoren dieser Welt, vereinigt euch und sagt den Autoherstellern, was ihr zu sagen habt zum Thema Alternative Antriebe, Elektro-Mobilität und Hybrid. Big Infratest is watching – pardon – monitoring you.
Alternative Antriebe: Anzahl verschwindend gering, Bedeutung hoch
Denn, so sagt Infratest in seiner Erläuterung zur Studie, „der aktuelle Bestand an alternativ angetriebenen Fahrzeugen mit derzeit unter einem Prozent ist in Deutschland immer noch verschwindend gering“. Ebenso eindeutig sei allerdings „die künftige Bedeutung alternativer Antriebe für die Automobilindustrie“. Auch das Käuferverhalten in diesem Zusammenhang wird von TNS Infratest eindeutig belegt: „Neun von zehn Bundesbürgern sind bereit, für umweltfreundliche Produkte mehr zu bezahlen. Das gilt auch für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben: Rund zwei Drittel aller Autofahrer würden damit verbundene Mehrkosten und sogar eine geringere Fahrleistung akzeptieren.“ Und jeder vierte Autofahrer, so wissen wir, denke „ernsthaft darüber nach, beim nächsten Autokauf einen alternativen Antrieb zu wählen.“ Weil all diese künftigen Käuferwünsche insgesamt einem Potenzial von mehr als 6 Millionen Käufern entsprechen, halten es Autohersteller für wichtig ihr Ohr am Puls der Zeit, respektive am Web 2.0 zu halten.
- darue -
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Klimaschutz und Verbrauch entscheiden beim Autokauf
Die Abwrackprämie, umweltfreundliche Fahrzeuge und die vielen Probefahrt-Angebote standen im Zentrum des Interesses bei den Besuchern der AMI Leipzig. Die offiziellen Besucherumfragen ergaben außerdem: Jeder zweite Besucher will sich in den nächsten 24 Monaten ein neues Fahrzeug anschaffen, für 87 Prozent der AMI-Besucher sind die Themen Klimaschutz, Schadstoff-Emissionen und Kraftstoffverbrauch entscheidende Kaufargumente.
93 Prozent der befragten Besucher fühlten sich dazu an den Messeständen der AMI gut informiert. Kein Wunder: Gleichberechtigt neben ihren jeweiligen PS-Boliden zeigten die Aussteller in Leipzig ihre ganze Palette umweltschonender Technologien von Erdgas und Flüssiggas über Hybrid und Wasserstoff, sparsamste Dieselmotoren bis hin zu Elektro- und Bioethanolantrieben. Mit fast 2.000 Interessenten erlebte die AMI-Spritsparstunde von 14 Ausstellern einen großen Andrang.
Die Automesse in Leipzig ging gestern zu Ende und zählte 250.000 Besucher. „Erfreulich“ findet die Messegesellschaft auch die Quote der Aussteller, die bereits jetzt ihre Teilnahme für 2010 angekündigt haben: 84 Prozent der AMI- und AMITEC-Aussteller wollen nächstes Jahr wieder kommen (AMI 2010 vom 10. bis 18. April).Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass immer mehr Autohersteller ihren Gürtel mächtig straff ziehen und deshalb einige große Namen ihre Teilnahme in Leipzig abgesagt hatten, klingt dies erst einmal nach Berufsoptimismus. „Bemerkenswert“ finden die AMI-Veranstalter jedoch, dass 61 Prozent der Aussteller bereits während der Messelaufzeit Geschäftsabschlüsse getätigt haben, und über 80 Prozent ein gutes Nachmessegeschäft erwarten.
Stellvertretend für die „zahlreichen positiven Stimmen“ zitieren die Veranstalter Werner H. Frey, Geschäftsführer Hyundai Deutschland GmbH: „Die AMI ist für uns auch in 2009 durch die Qualität des Publikums, den Zeitpunkt im Frühjahr und den Standort Leipzig ein voller Erfolg.” Ähnlich gelobt wurde die Automesse bereits vor einigen Tagen von Dr. Alexander Heintzel, Sprecher von Honda Motor Europe North, gegenüber ecomobil-magazin: Honda: Zufrieden mit AMI, Absage für IAA 2009
- darue -
ALLGEMEINES, Auto_Hybrid, ecomobil_AKTUELL, mobil_PolitikHonda: Zufrieden mit AMI, Absage für IAA 2009
Geld? Es kommt drauf an, was man draus macht! Mal eben einen zweistelligen Millionenbetrag spart sich branchenüblich ein Autohersteller, der nicht an der IAA in Frankfurt teilnimmt – auch Honda sagte nach Nissan, Mitsubishi und Daihatsu jetzt die Teilname für dieses Jahr ab.
Mit einer „Retourkutsche“ (deutsche Hersteller gaben mit Ausnahme von Porsche bereits unisono der Tokyo Motor Show 2009 einen Korb) habe die Absage jedoch nichts zu tun, bestätigte uns Dr. Alexander Heintzel, Sprecher von Sprecher von Honda Motor Europe North.
Hier Millionen einsparen . . .
Der japanische Hersteller reagiere vielmehr „auf das globale ökonomische Klima“ – will heißen: Sparen an allen Ecken ist angesagt. Dabei trifft es sich gut, dass die Absage auch gleich dem globalen ökologischen Klima zugute kommt. Statt Millionen in Frankfurt auszugeben „stärken wir die Aktivitäten in den Bereichen, die direkt der Umwelt und den Kunden zugute kommen.“ Es gibt viel zu tun: Honda plant u. a. für 2010 die Markteinführung eines sportlichen Hybriden basierend auf dem CR-Z Concept. Danach wird der Jazz Hybrid folgen.
. . . dort Millionen investieren
Was in diesem Jahr in Frankfurt gespart wird, wird andernorts in Deutschland anlegt: Statt in Messestand, Techniktross, Werbungs-, Hotel- und Reisekosten, investiert Honda Millionen in ein neues Forschungsprojekt und ein Schulungszentrum: Die Honda Research & Development in Offenbach wird im Herbst 2009 mit einer Langzeitstudie beginnen. Dabei sollen auf Basis des FCX Brennstoffzellentechnik und Wasserstoffeinsatz unter europäischen Bedingungen erprobt werden. In Hanau fand am 23. März der Spatenstich für die neue Honda Akademie statt, ein Schulungszentrum mit einem Investitionsvolumen von rund 15 Millionen Euro. Das Trainings Zentrum soll nicht nur für Deutschland, sondern für Honda Europa und auch Dritten als Schulungsstätte dienen. Schließlich müssen Mitarbeiter von Honda ihren Kunden auch künftig fundiert erklären können, wie ein Hybrid funktioniert.
Volle Bude auch dank Insight
Das geschieht inzwischen hunderte Male am Honda-Messestand auf der AMI Leipzig: Dort herrscht „volle Bude trotz rückläufiger Besucherzahlen“. Diesen erfreulichen Zwischenbericht gab uns Alexander Heintzel ebenfalls. Erfreulich deshalb, weil wir u. a. erfuhren, dass der neue Insight nicht nur in Japan bereits läuft wie geschnitten Brot (in zwei Monaten 18.000 Bestellungen) sondern auch in Leipzig sehr gut ankommt: Das neue Hybridfahrzeug steht ab 18. April bei den deutschen Händlern und die, sagte Heintzel, „bestellten auf der Messe bereits recht gut“. Lob also für die Automesse in Leipzig: „Das ist eine sehr wichtige, lohnende Regionalmesse“.
Das beste Ergebnis seit 17 Jahren
Über 400 Testfahrten haben Messebesucher bereits für den Insight Hybrid gebucht (Stand 2. April). Händler und Kunden geben sich das Lenkrad zu Probefahrten in die Hand und demonstrieren dem eingebauten Ecoassistenten mit Feuereifer ihr Fahr&Spar-Können. Mit einem Rekord-Durchschnittsverbrauch von 4,0 Liter sei der sparsamste Insight-Fahrer aus einem Wettbewerb unter Verbrauchern hervorgegangen – damit läge dieser Spritspar-King noch um 0,8 Liter unter den Herstellerangaben. Hybrid fahren kann also Spaß machen, lautet die Quintessenz: „Das Auto passt jetzt genau“, resümiert Heintzel deshalb „sehr zufrieden“ – und das, obwohl das stärkste Messewochenende in Leipzig erst noch bevorsteht. Zufrieden kann Honda auch mit der aktuellen Verkaufsbilanz sein, die das Kraftfahrt-Bundesamt jetzt turnusmäßig veröffentlichte: Mit 7799 verkauften Einheiten (vor allem Jazz und Civic) fuhr der japanische Importeur hierzulande sein bestes Ergebnis seit 1992 ein, 90 Prozent mehr als im März 2008.
- darue –
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Renault-Nissan: Mit Null-Emission gegen die Krise
Ruckzuck, so macht man Umweltpolitik: Prüfen, Chance erkennen und die Tür zur Zukunft öffnen. Monaco und Renault-Nissan besiegelten ihre Zusammenarbeit. Das bedeutet: Ab 2011 soll im Fürstentum Monaco flächendeckend eine vollkommen emissionsfreie Mobilität etabliert werden.
Der Plan sieht vor, dass in zwei Jahren in Monaco jedes zweite Neufahrzeug der öffentlichen Fahrzeugflotte emissionsfrei mit Strom angetrieben wird. Bei der Allianz mit Nissan-Renault geht es nicht nur darum die Elektrofahrzeugflotte auszubauen (siehe weiter unten), sondern auch das bereits bestehende Ladenetz mit derzeit 176 Stationen. An 300 Stellen wird man künftig in Monaco Strom tanken können, darunter an drei spezielle Stationen, die Schnellladevorgänge innerhalb weniger Minuten ermöglichen. So schnell kann’s gehen: Monaco ist nach Portugal damit das zweite europäische Land, das mit der Allianz Renault-Nissan ein Abkommen über ein Null-Emissions-Programm vereinbart hat.
Die monegassische Regierung erwägt darüber hinaus Kaufanreize für Elektrofahrzeuge, meldet Nissan anlässlich der jetzt beschlossenen Kooperation. Weitere Maßnahmen, wie zum Beispiel spezielle Parkplätze mit bevorzugter Nutzung durch Besitzer von Elektrofahrzeugen sowie vergünstigte Parkgebühren werden ebenfalls geprüft. Um den Bekanntheitsgrad des Zero-Emissions-Programms zu steigern und der Öffentlichkeit die neue Technologie näher zu bringen, planen die Partner Informationsveranstaltungen und Fahrzeug-Demonstrationen während des Formel 1 Grand Prix in Monaco. Denn Fürst Albert II. von Monaco ist fest überzeugt: „Die aktuelle Weltkrise bietet innovativen Automobilherstellern wie Renault-Nissan eine einmalige Gelegenheit, und diese Chance muss für fortschrittliche Lösungen genutzt werden.“ Wir meinen: Europäische Regenten könnten sich von Entschlossenheit und Weitblick des Fürsten ein Scheibchen abschneiden. Und deshalb unser Gruß an den G-20-Gipfel nach London: Yes you can – Just do it!
Und weil der Fürst gleich Nägel mit Köpfen machen wollte, unterzeichnete er auch gleich eine weitere Absichtserklärung mit Mitsubishi Motors Europe und MC Automobile Europe. Das Fürstentum Monaco will mit einer Flotten von Elektrofahrzeugen den CO2-Ausstoß im Land senken und beabsichtigt, weltweit eine führende Rolle für den Einsatz dieser Automobile zu übernehmen. Mitsubishi Motors, sieht das Fürstentum als idealen Partner für weitere Tests und die Vermarktung des Mitsubishi i MIEV. Ende 2009 wird eine Fahrzeugflotte bei der Post und der Telefongesellschaft, aber auch von Hotels und dem Kasino in Monte Carlo eingesetzt werden. Ziel ist es dabei, die Alltagstauglichkeit der Elektrofahrzeuge zu demonstrieren. Derzeit wird der Mitsubishi I MIEV in Japan, Neuseeland, Amerika und Europa vorgestellt und getestet. Die Markteinführung in Japan ist für den Sommer dieses Jahres vorgesehen. Der Europa-Start des Elektrofahrzeugs (Linkslenker-Version) ist für das Jahr 2010 vorgesehen.
AUTO, MOBIL, Nachaltig leben
smart car2go – mobil sein für 19 Cent
Was gibt’s für 19 Cent? Eine Telefoneinheit verplaudern, eine SMS verschicken, anderthalb Liter Mineralwasser beim Discounter und eine Minute Autofahren. Klingt wenig, ist aber so. Wo es das gibt? Vorerst nur in Ulm Stadt, ab Herbst auch in Austin/Texas und wenn alles gut läuft (und es wird gut laufen), dann auch bald in anderen Städten.
Car2go heißt das pfiffige Konzept und pfiffig ist es, weil es sich in drei entscheidenden Punkten vom – leider noch – behäbigen car-sharing abhebt:
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Man rechnet minutengenau ab (19 Cent pro Minute, 9,90 Euro pro Stunde und 49 Euro pro Tag); Steuern, Versicherung, zurück gelegte Kilometer und Kraftstoff sind inklusive.
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Man muss sich nicht umständlich voranmelden und schon vor Fahrtantritt wissen, wie lange man das Auto braucht.
Mit diesen Vorteilen wird car2go gegenüber car-sharing oder Automieten zu einem Mobilitätskonzept für Leute, die gerne an der nächsten Ecke ins Auto steigen, damit fahren und es am Ziel stehen lassen – so wie man Auto fahren mit dem eigenen Wagen gewöhnt ist. „Gute Gründe für die Neuentdeckung des Autofahrens im Stadtverkehr“ nennt das die Daimler AG, die heute in Ulm die Pilotphase für ihr neues Mobilitätskonzept offiziell und mit einem Aufmarsch von 200 smart fortwo cdi vor dem Ulmer Münster in Szene setzte. „Buchstäblich an jeder Ecke“, fände sich künftig in Ulm ein car2go. Vorausgesetzt es gäbe in Ulm nur 200 Ecken, würde das „Buchstäbliche“ Realität werden und Autofahren kann dann in Ulm „so einfach sein, wie mobiles Telefonieren“.
Nachhaltige Mobilität, die denkbar einfach funktioniert: Öffnen mit Chip, einsteigen und PIN eingeben, losfahren. Das Fahrzeug kann dann beliebig lange genutzt und auf jedem freien öffentlichen Parkplatz innerhalb des Gebietes zurückgegeben werden. Einzige Voraussetzung für smart-to-go-Nutzer: Eine einmalige und kostenlose Registrierung als Kunde und ein gültiger Führerschein. Auf den kleben smarte Serviceleute einen kleinen Chip – das ist das „Sesam-Öffne-Dich!“ für die Fahrzeuge hinter deren Windschutzscheibe ein elektronischer Kartenleser montiert ist. Einmal registriert, lässt sich so jedes car2go öffnen, das Handschuhfach öffnet sich nach Eingabe eines PIN, den man via SMS oder bei der Onlinebuchung erhalten hat und dort liegt der Zündschlüssel. Mit diesem Schlüssel kann man den smart (alles fortwo-Diesel mit 3,3 Liter Verbrauch und 88g CO2/km) ganz normal benutzen, die Fahrt mehrmals unterbrechen und wieder starten. Erst beim Ausloggen mit dem Führerschein-Chip wird die Fahrtdauer gebucht. Wo immer ein freier smart steht, kann ein registrierter Kunde diesen sofort “vom Fleck weg” mieten. Freie Fahrzeuge können „jederzeit auch schnell und einfach“ über das Internet oder eine Telefon Service-Hotline aufgefunden werden. Wer mag, kann auch bis zu 24 Stunden im Voraus buchen und erhält eine SMS mit dem genauen Standort des reservierten Fahrzeugs.
„Der Erfolg der ersten Pilotphase hat uns selbst überrascht“, sagte Robert Henrich, verantwortlicher Projektleiter der Daimler AG. „In nur zwei Wochen hatten sich bereits über 500 Kunden bei car2go registriert – eine Zahl, die wir so nicht erwartet hatten. Teilweise konnte ich aus meinem Büro beobachten, wie Mitarbeiter nach Feierabend zum Parkplatz sprinteten, um noch ein car2go zu erwischen.“ Zu den Spitzenzeiten war die komplette Flotte voll ausgelastet. Seit dem Start gab es über 8.000 Mietvorgänge und pro Tag nutzten bis zu acht Kunden ein und dasselbe Fahrzeug.
Wer jetzt in Ulm nicht mitmachen kann, der will vielleicht zumindest mitbloggen: Heute ging smart mit dem car2go-Blog ins Netz (http://blog.car2go.com/), betreut von Unternehmens-Sprecher Andreas Leo. „Es soll etwas Neues probiert werden“, sagt Leo in seinem ersten Beitrag (http://blog.car2go.com/2009/03/25/herzlich-willkommen-im-car2g-blog), man sei offen nicht nur für car2go-User sondern auch „andere Leute, die zum Thema „Mobilität“ etwas beitragen können.“ Das können wir!
- darue -
ALLGEMEINES, Auto_CNG_Erdgas, ecomobil_AKTUELL, mobil_Politik
NABU rettet jetzt mit VW-Transporter
Ganz ehrlich: Wir finden es klasse, wenn Autohersteller sich für Naturschutz, Sport oder sozial engagieren. Jeder kleine Fußballverein träumt davon, einen T-Transporter gesponsert zu bekommen. Der Naturschutzbund Deutschland hatte jetzt das Glück: Im niedersächsischen Leiferde können die Artenschützer ab sofort mit einem funkelnagelneuen Volkswagen Transporter verletzte Wildtiere, Futter und Baumaterialien transportieren.
„Volkswagen engagiert sich seit langem für eine nachhaltige Entwicklung in der Region“, sagte Hans Rohlfing, Leiter der T-Modellreihe in der Nutzfahrzeug-Entwicklung, als er Bärbel Rogoschik, Leiterin des NABU-Zentrums in Leiferde, den Schlüssel übergab. Und das ist gut so, denn NABU braucht dringend finanzielle Hilfe „damit wirkungsvoller Beitrag zum Tier-, Arten- und Naturschutz geleistet werden kann“. Zur Unterstützung der engagierten Artenschützer und Storchenpfleger leiht Volkswagen NABU regelmäßig aktuelle Modelle und gemeinsam werden Spritspartrainings durchgeführt. Und so ein Training brauchen die ehrenamtlichen Helfer des NABU vermutlich auch wenn sie einen T-Transporter fahren. Die verbrauchen nämlich laut Herstellerangaben je nach Aufbau, Radstand und Motorisierung durchschnittlich zwischen 8,0 l/100km (1,9-l-TDI / 62 kW) im Kastenwagen und Kombi mit Normaldach (das ist die Economy-Version) und sage und schreibe 13,9 l/100 km (3,2-l-Otto V6 173 kW / 4MOTION) für den Kastenwagen und Kombi mit Hochdach.
Das wären in CO2 umgerechnet Quoten zwischen 199 und 331 g/km. Ganz ehrlich? Wir hoffen, dass die Artenschützer zwecks Vogelschutz nicht mit einem allradgetriebenen 4MOTION fahren müssen. Und wir fragen uns, ob VW vielleicht so klug war und den NABUs die Economy-Version des T-Transporters geliehen hat. Noch klüger hätten wir es gefunden, wenn als Leihgabe ein Caddy Economy mit 2,0-l-Erdgas-Motor (80 kW) in Leiferde zum Einsatz käme. Der verbraucht 6,0 kg (8,8 m³) Gas und emittiert 157 g CO2. Immerhin 2 Liter/kg und 42 Gramm Kohlendioxid weniger als der große Bruder T. Der Caddy ist zwar mit 140 cm Höhe auf der Ladefläche nicht ganz so hoch, aber ein niedersächsischer Storch (sie sind schon da! http://www.nabuzentrum-leiferde.de/presse.html) könnte wohl stehend mitfahren.
- darue – Quelle: http://www.nabuzentrum-leiferde.de/
Auto_Fahrberichte, Auto_Hybrid, Auto_Neuheiten, ecomobil_AKTUELL
Hybrid fahren für alle
Darauf haben Hybridfans gespannt gewartet: 19.550 Euro soll er kosten, der neue Insight, das gab Honda vor Eröffnung des Autosalons in Genf bekannt. Um 450 Euro unterboten hat der japanische Hersteller die Preisspekulationen. Als Volkshybrid mit dicken Lorbeeren bevorschusst, ist der Insight damit das günstigste Hybridfahrzeug auf dem deutschen Markt.
Sein Einstiegspreis ist knapp 4.000 Euro niedriger als der des hausinternen Mitbewerbers Civic Hybrid und liegt 6.000 Euro unter dem des Konkurrenten Toyota Prius, den beiden einzigen Hybridalternativen im C-Segment. Übrigens: Er ist auch billiger als ein Golf Diesel. Ab 18. April steht er bei den Händlern, in Deutschland können Hybrid-Fans erstmals am 28. März in Leipzig auf der AMI Probe sitzen.
Testen konnten wir den erschwinglichen Familien-Fünfsitzer (hinten drei Sitzplätze auch für große Kinder) bereits Ende Januar. Dabei lagen wir mit 5,8 Litern „nur respektable“ 1,4 Liter/100 Kilometer über den Angaben des Herstellers. Mit 4,4 l/100 km, 101 g CO2/km und Euro5-Steuerbefreiung möchte Honda mächtig Appetit aufs Hybrid fahren machen und in diesem Jahr 5.000 Insights in Deutschland verkaufen, 300.000 sollen es weltweit werden. Ob sparsame Autofahrer im Insight auf ihre Kosten kommen und ob der serienmäßige EcoAssist in Wirklichkeit eher ein Spartrainer oder ein eingebauter Spaßfaktor ist – darüber in Kürze mehr.
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