Jetzt gibt’s Bares für Dieselpartikelfilter
Immer schön sauber bleiben! Sonst heißt es für Dieselfahrer ohne Rußpartikelfilter ab 1. Januar 2010 „Du kommst hier nicht rein!“ in den Umweltzonen deutscher Städte. In Berlin und Hannover bedeutet das: Innerhalb der Zone nur noch Schadstoffklasse 4 = grüne Plakette.
Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH) geht davon aus, dass dem Beispiel Berlin und Hannover noch im kommenden Jahr „bis zu zehn weitere Kommunen folgen werden“.
Für Dieselfahrer ohne Rußpartikelfilter wird’s deshalb jetzt langsam knapp: Nicht nur, dass ihnen künftig die Zufahrt zur Innenstadt versperrt bleibt, die DUH sieht außerdem empfindliche Einbußen voraus: „Im Einzugsbereich der insgesamt 34 Umweltzonen (weitere in Planung) wird es einen deutlichen Wertverlust für Dieselstinker ohne Filter geben.“ Eine Umfrage unter Gebrauchtwagenverkäufern habe dort einen überproportionalen Wertverlust für Diesel-Pkw mit gelber oder gar roter Plakette ermittelt, bei einem Mittelklassewagen könnte dieser Wertverlust zwischen 1.500 und 2.000 Euro liegen.
Deshalb liebe rußpartikelfilterlose Autofahrer: Investiert etwa 660 bis 700 Euro und nehmt endlich die Nachrüstung in Angriff, denn etwa die Hälfte (330 Euro) gibt’s von Vater Staat als Zuschuss. Aber nur und endgültig bis zum 31.12. 2009.
Um diese Frist noch einmal eindringlich ins Gedächtnis der von der Abwrackprämie bereits berauschten Autofahrer zu rufen, hat die Bundesregierung kurz vor Auslaufen der Nachrüstförderung jetzt eine Vereinfachung beschlossen (die Umwelt- und Verkehrsverbände seit Jahren unisono forderten):
Ab dem 1. August 2009 gibt es den Zuschuss statt als Steuerrückzahlung cash auf die Hand. Nach Adam Riese also noch 153 Tage. „Obwohl in den Kassen des Finanzministers mehrere hundert Millionen Euro schlummern, die für die Filterförderung vorgesehen waren, ist die Barförderung auf ganze 200.000 Nachrüstfilter beschränkt“, macht die DUH in ihrer Meldung von heute klar.
„Diese 66 Millionen Euro Haushaltsmittel für die Barförderung werden voraussichtlich nicht reichen, um die über eine Million in den Umweltzonen regelmäßig fahrenden Diesel-Pkw mit einem Filter nachzurüsten“, sagte Jürgen Resch, und empfiehlt Haltern ungefilterter Dieselfahrzeuge, sich deshalb rechtzeitig einen Nachrüstfilter zu sichern. Es sei zu befürchten, dass zum Jahresende Lieferengpässe entstehen könnten und der Barzuschuss dann verfällt.
Bislang seien nur etwa 400.000 Fahrzeuge nachgerüstet worden, hatte die Bundesregierung unlängst mitgeteilt. 1,5 Millionen Nachrüstungen bis Ende des Jahres hieß aber das Ziel. Weil der Weg über die Steuererklärung vielen wohl zu kompliziert war, will der Staat jetzt mit Bargeld locken und so den Rußpartikeln Dampf machen. Weil viele Werkstätten die Abrechnung gleich selbst übernehmen, muss der Kunde nur noch den Restbetrag löhnen.
- darue – / Quelle: DUH Deutsche Umwelthilfe Fotos: Peugeot
ALLGEMEINES, AUTO, Auto_Elektro, Auto_Hybrid, Auto_Technik, Nachaltig lebenFrauen wissen mehr über Hybridtechnik – Männer wollen Spaß
Tja, meine Herren, das zum Thema Fahrspaß: Entweder 19,9 Prozent von euch wissen nach einer Infratest-Umfrage* wirklich nichts davon, dass ein elektrisch angetriebenes Auto, ebenso wie ein Hybrid, ein testosterongesteuertes Drehmoment zu bieten hat, oder Frauen sind einfach die cleveren Autofahrer: Beim Hybrid fahren den Appetit holen, daheim Spaß haben
Wir haben es geahnt: Etwa 76 Prozent der Autofahrer wissen nicht genug über „alternative Mobilität“. Das zumindest hat das Meinungsforschungsinstitut forsa in einer anderen Erhebung herausgefunden. Jeder dritte Autofahrer wünscht mehr Aufklärung über Elektroautos, jeder fünfte interessiert sich für Biodiesel und 45 Prozent der Autofahrer wollen mehr über andere alternative Antriebe wissen.
„Gerade die Vor- und Nachteile der „alternativen Mobilität“ sind vier von fünf Autofahrern nicht klar“, teilte das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) mit, das die Umfrage** im Mai beauftragt hatte. Und wie sollte es auch anders sein: „Vor allem Frauen (86 Prozent) fühlen sich wenig informiert“, heißt es in dem Ergebnisbericht. Nun wissen wir nicht, ob sich die Formulierung „fühlen sich wenig informiert“, auf die subjektive Gefühlslage der befragten Frauen im Allgemeinen zurückführen lässt, oder auf deren objektiven Mangel an Information oder – dritte Möglichkeit – auf die möglicherweise suggestive Fragestellung. Haben die Mitarbeiter von forsa womöglich gefragt: „Fühlen Sie sich wenig informiert?“
Fragen über Fragen! Kaum veröffentlicht, verblüfft uns dieser Tage eine weitere Umfrage in Sachen alternative Antriebe. TNS/Infratest stellte im Auftrag des Autozubehör-Herstellers Continental ebenfalls Fragen an tausend repräsentative Autofahrer. Schwerpunkt der Studie waren wie im Vorjahr das Fahrverhalten, der Kenntnisstand sowie die Ansichten der Autofahrer zu Hybridantriebssystemen. Denn Continental baut Komponenten für elektrische Antriebssysteme und erwartet für das Jahr 2012 rund zwei Millionen Hybrid- und Elektrofahrzeuge weltweit.
Ein Ergebnis der Conti/Infratest-Umfrage lautet: Der Bekanntheitsgrad alternativer Antriebe und insbesondere Hybridtechnologien steigt deutschlandweit stetig. Auf die Frage, ob sie schon mal etwas darüber gelesen oder gehört hätten, antworteten nach 86,9 Prozent im Vorjahr nun 88,9 Prozent mit Ja. Und: Besonders bei den weiblichen Befragten sei – so steht es in der Mitteilung von Continental – „eine positive Tendenz erkennbar“. Damit nicht genug: Frauen haben nicht nur schon mal was von Hybridtechnik gehört, sondern sie wissen sogar WAS DAS IST! Und mehr als ein Drittel kann sich sogar vorstellen einen Hybriden zu fahren, JAWOHL!
In Zahlen: Während 2007 weniger als zwei Drittel (61,6 Prozent) der Autofahrerinnen Hybridtechnologien kannten, konnten bereits im Jahr drauf rund 75 Prozent und 2009 sogar gut 79 Prozent diese entsprechend einordnen. Der Anteil der Frauen, die wissen, dass es sich bei Hybridantrieben um eine alternative Antriebsart handelt, die Elektro- und Verbrennungsmotor kombiniert, hat sich seit dem vergangenen Jahr sogar um rund 36 Prozent gesteigert. Knapp jede fünfte Befragte (18,4 Prozent; 2007: 13,5 Prozent) konnte diese Technologie ungestützt erklären.
Übrigens: Neben den Anschaffungskosten beeinflussen Fahr- und Umweltfaktoren die Entscheidung über einen Hybridkauf – allerdings mit unterschiedlicher Priorität bei männlichen und weiblichen Befragten. Fast jede vierte (23,2 Prozent) deutsche Autofahrerin würde sich der Umwelt zu Liebe für ein Hybridauto entscheiden. Der Fahrspaß steht mit 11,2 Prozent hingegen nicht im Vordergrund. Die deutschen Männer glauben jedoch, dass der Fahrspaß (19,9 Prozent) wichtiger ist als der Umweltgedanke (12,0 Prozent). Die Wahrscheinlichkeit für den Kauf eines Hybridautos ist marginal gestiegen. 28,4 Prozent (2008: 27,4 Prozent) der Deutschen kann sich vorstellen, bestimmt oder mit großer Wahrscheinlichkeit einen Hybridwagen zu kaufen.
Und last and least haben wir auch noch eine Frage: Verstehen Sie das Foto (s.o.), das Continental zur Illustration seiner Pressemitteilung über Hybrid-Versteherinnen zur Verfügung stellt?
- darue -
ALLGEMEINES, Auto_Elektro, Auto_Technik, Auto_Wasserstoff+BrennstoffzelleNeue Brennstoffzellen von Nissan
Manche tragen es ringförmig, andere bauen es in die Brennstoffzelle ein: Platin. Nicht gerade billig, das Edelmetall. (Nicht nur) deshalb sind auch Brennstoffzellenfahrzeuge (Fuel Cell Vehicle – FCV) bis dato nicht preiswert. Jetzt gelang es der Nissan Motor Co. mit einer Innovation des so genannten Brennstoffzellenstapels (Fuel Cell Stack) nicht nur die Leistungsdichte des Energiewandlers zu verdoppeln sondern auch den Einsatz von Platin, einem Schlüsselmaterial dieser Technologie, zu vermindern. Um 35 Prozent konnten so die Produktionskosten reduziert werden, teilte der japanische Autobauer mit. Der erste Einsatz dieser jüngsten Brennstoffzellen-Generation ist in einer Testflotte Ende 2008 geplant.
Außerdem gelang den Nissan-Ingenieuren eine Verdoppelung der Energiedichte. Bei gleich bleibender Leistung reduziert sich die Größe des Brennstoffzellenstapels um rund ein Drittel. Im Vergleich zum Vorgängermodell wurde die Nennleistung der jüngsten Generation um etwa das 1,4-fache von 90 kW auf 130 kW gesteigert.
Spritspartipp für ältere Autos
Neulich im Münchner Stadtverkehr: Unser guter, zehn Jahre alter Opel Zafira ruckelt von Ampel zu Ampel. Der Meister in der Werkstatt weiß gleich was kaputt ist. Ein Motor braucht pro Kilogramm Kraftstoff zirka 14,7 Liter Luft, erklärt er mir. Und er fragt auch gleich mit hochgezogener Augenbraue und kritischem Blick nach dem Verbrauch in letzter Zeit. Na ja, zehn, elf Liter auf 100 Kilometer waren’s schon. Dann sagt er was von Lambdasonde, Was ist das? Ein Verschleißteil, das nach zehn Jahren schon mal kaputt gehen darf. Und – so erfahre ich staunend – eine kaputte Lambdasonde sorgt für höheren Spritverbrauch, denn das ist ihr Job!
Die Lambdasonde regelt das Luft-Kraftstoff-Gemisch im Motor, in dem sie den Restsauerstoff im Abgas misst. Diese wichtige Information der Lambdasonde trägt dazu bei, dass die Motorsteuerung das Gemisch so einstellen kann, dass die Verbrennung möglichst vollständig ist und die Schadstoffe vom Katalysator nahezu komplett unschädlich gemacht werden. Ist die Lambdasonde allerdings defekt, geht der Motor auf Nummer Sicher und gibt mehr Benzin hinzu als nötig. Das führt dazu, dass bis zu 15 Prozent mehr Sprit verbraucht werden und die Umweltbelastung zunimmt.
Weitere Erklärungen hier. Es gibt auch Infos für alle, die vielleicht kein so altes Auto daheim haben: Zum Beispiel die Formel Ökonomisches Fahren + regelmäßige Motorwartung = geringer Spritverbrauch. Weitere Spritspar-Tipps gibt es ebenfalls. Und damit man seinen persönlichen Spritverbrauch ermitteln kann, bietet das Internetportal einen tollen Spritspar-Rechner an.
Auto_Elektro, Auto_Hybrid, Auto_Neuheiten, Auto_Technik
Hybridautos mit künstlichem Motorlärm
Der britische Autohersteller Lotus hat eine Technologie entwickelt, die auch fast geräuschlose Hybridautos mit klassischen Motorengeräuschen ausstattet. Damit soll das Sicherheitsrisiko für Fußgänger und Radfahrer gesenkt werden, die oft zu spät auf die leise herannahenden Hybridautos aufmerksam werden. Die “Safe and Sound Hybrid Technology” von Lotus simuliert die traditionellen Geräusche von Verbrennungsmotoren. Bei geringen Geschwindigkeiten werden Hybridautos von Elektromotoren angetrieben, die nur ein Summen von sich geben. In dieser Phase schaltet sich die Geräusch-Simulation von Lotus automatisch ein. Sobald bei höheren Geschwindigkeiten der herkömmliche Verbrennungsmotor den Antrieb übernimmt, schalten sich die künstlichen Geräusche aus. Produziert werden die falschen Motorengeräusche durch einen wasserabweisenden Lautsprecher, der direkt neben dem Motorkühler angebracht ist. So wird der Eindruck erweckt, die Geräusche kämen wirklich aus dem Motor unter der Motorhaube. Tonlage und Frequenz passen sich der Geschwindigkeit des Autos an, damit Fußgänger den Abstand und die Geschwindigkeit des Autos abschätzen können. Das System ist bereits in einem Toyota Prius Modell in Anwendung, kann aber auch nachträglich in Autos eingebaut werden.
ALLGEMEINES, Auto_Technik, MOBILIntelligentes Gaspedal von Nissan
Weil ein sparsames und vorausschauendes Fahrverhalten zwar wirkungsvoll aber nicht selbstverständlich ist, will Nissan mit seinem neuen Spritsparassistent „ECO Pedal” helfen. Das ECO-Pedal-System wird während der Fahrt laufend mit aktuellen Daten zum Kraftstoffverbrauch und zur Getriebeeffizienz gefüttert. Hieraus berechnet der Assistent den bestmöglichen Beschleunigungswert. Eine Elektronik kontrolliert unterdessen die Gaspedalstellung. Registriert das System einen durch übermäßiges Gasgeben unnötig hohen Spritverbrauch, reagiert es mit einem Gegendruck im Pedal. Wer’s im Fuß nicht fühlt, den informiert ein zusätzlicher Indikator im Armaturenbrett (in Echtzeit) über das aktuelle Verbrauchsniveau. Die grün leuchtende Diode bedeutet: Ich fahre im optimalen Bereich. „Übertritt” der Fahrer diesen verbrauchsoptimalen Bereich, fängt der Indikator an zu blinken und leuchtet schließlich gelb auf, falls der Fahrer nicht reagieren sollte.
Der Sparassistent lässt sich je nach Bedarf manuell ein- und ausschalten. Bereits 2009 soll er in ersten Modellen zum Einsatz kommen. Abhängig von der jeweiligen Fahrsituation kann das ECO-Pedal den Kraftstoffverbrauch um fünf bis zehn Prozent senken.
Auto_Neuheiten, Auto_Technik, Auto_Wasserstoff+BrennstoffzelleGrüner Rekord von Nissan
Der japanische Automobilhersteller schickte Mitte Juli ein „grünes“ Fahrzeug auf die Nürburgring-Nordschleife. Mit dem Nissan X-TRAIL FCV (Fuel Cell Vehicle) kam ein Automobil zum Einsatz, bei dem Wasser eine übergeordnete Rolle spielt. Weil das umweltfreundliche Zukunftsauto seine Antriebsenergie aus einer Brennstoffzelle gewinnt, entsteht bei einer chemischen Reaktion aus Wasserstoff und Sauerstoff Strom, der die Elektromotoren antreibt. Einziges Nebenprodukt des sonst völlig abgasfreien Fahrzeugs ist Wasser.
