Honda FCX Clarity ist “World Green Car” 2009
Mal wieder ein Honda: Als „umweltfreundlichstes Auto der Welt“ mit Null CO2-Emission wurde das Brennstoffzellenfahrzeug Honda FCX Clarity ausgezeichnet. Mal wieder deshalb, weil 2006 der Civic Hybrid diesen Preis erhielt. Der FCX Clarity setzte sich gegen 22 Mitbewerber durch, die von 59 Autoexperten aus 25 Ländern nominiert wurden.
Das “World Grren Car” wird allährlich während der New York International Auto Show ausgezeichnet. Die diesjährigen drei Top-Finalisten waren neben dem Honda FCX Clarity der Mitsubishi iMiEV und der Toyota iQ. Nach Meinung der Juroren ist der FCX Clarity „eine tatsächlich völlig wasserstoffbetriebene Limousine mit 430 km Reichweite, einem äquivalenten Verbrauch von 3,3 Litern/100km und Null Emissionen, welche den Komfort bietet, den Menschen von einem Premiumfahrzeug erwarten. Das ist das Maximum, was Automobilhersteller im Bereich dieser Technologie tun können.“ Der FCX fährt seit 2008 in Kleinserien-Leasing in Japan und in Kalifornien (USA).
Die Jury ging mit denen ins Gericht, die für die richtigen Rahmenbedingungen zu sorgen haben, und lobte den Innovationsmut des japanischen Autobauers: „Jetzt ist es an den Regierungen, an Bord zu kommen und mitzuhelfen, eine tragfähige Tankstellen-Infrastruktur aufzubauen. Honda muss hoch angerechnet werden, dass das Unternehmen den mutigen Schritt wagt, den FCX Clarity an Kunden in Kalifornien für 600 US-Dollar zu verleasen. Es ist noch ein langer Weg zurückzulegen, bevor Brennstoffzellenfahrzeugen ein kommerzieller Erfolg winkt. Deshalb Hut ab vor Honda, die eine solch teure Technologie weiter vorantreiben in Zeiten, in denen jeder Cent zählt.”
Für Honda ist die Auszeichnung Wasser auf die Mühlen ihrer Wasserstoff-Forschung: Für ein neues europäisches Forschungs- und Entwicklungszentrum in Offenbach am Main erfolgte jüngst der Spatenstich. Dieses neue Zentrum hat zur Aufgabe, die Wasserstofftechnologie unter europäischen Bedingungen auszuwerten und in Zusammenarbeit mit Interessenvertretern die Entwicklung einer adäquaten Infrastruktur für ein Wasserstoff-Tankstellennetz zu unterstützen. Der FCX soll auch in Europa Teil eines weit reichenden Forschungsprojektes unter realen Bedingungen mit realen Kunden werden.
- darue / Honda -
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ADAC-Straßenwacht mit Brennstoffzellen unterwegs
Die ADAC-Straßenwacht wird ab Januar 2009 mit dem Opel HydroGen4 ein Brennstoffzellenauto im Pannendienst einsetzen. Die Gelben Engel testen das Auto zunächst bis 2010 in Berlin, um herauszufinden, ob Fahrzeug und Betankungstechnologie den hohen Anforderungen beim Pannendienst standhalten. Die im Langzeittest ermittelten Ergebnisse werden dem Hersteller im permanenten Datenaustausch zur Verfügung gestellt. Die Emissionsfreiheit im Betrieb ist ein klarer Vorteil des Brennstoffzellenantriebs. Statt eines Verbrennungsmotors besitzt der HydroGen4 einen Elektromotor. Dieser erhält seinen Strom von der wasserstoffbetriebenen Brennstoffzelle. Sie liefert Strom für Antrieb und Steuerungselektronik. Das Fahrzeug verfügt über einen leisen und effizienten Antrieb. Als „Abgas“ entsteht nur Wasserdampf.
Neue Brennstoffzellen von Nissan
Manche tragen es ringförmig, andere bauen es in die Brennstoffzelle ein: Platin. Nicht gerade billig, das Edelmetall. (Nicht nur) deshalb sind auch Brennstoffzellenfahrzeuge (Fuel Cell Vehicle – FCV) bis dato nicht preiswert. Jetzt gelang es der Nissan Motor Co. mit einer Innovation des so genannten Brennstoffzellenstapels (Fuel Cell Stack) nicht nur die Leistungsdichte des Energiewandlers zu verdoppeln sondern auch den Einsatz von Platin, einem Schlüsselmaterial dieser Technologie, zu vermindern. Um 35 Prozent konnten so die Produktionskosten reduziert werden, teilte der japanische Autobauer mit. Der erste Einsatz dieser jüngsten Brennstoffzellen-Generation ist in einer Testflotte Ende 2008 geplant.
Außerdem gelang den Nissan-Ingenieuren eine Verdoppelung der Energiedichte. Bei gleich bleibender Leistung reduziert sich die Größe des Brennstoffzellenstapels um rund ein Drittel. Im Vergleich zum Vorgängermodell wurde die Nennleistung der jüngsten Generation um etwa das 1,4-fache von 90 kW auf 130 kW gesteigert.
Grüner Rekord von Nissan
Der japanische Automobilhersteller schickte Mitte Juli ein „grünes“ Fahrzeug auf die Nürburgring-Nordschleife. Mit dem Nissan X-TRAIL FCV (Fuel Cell Vehicle) kam ein Automobil zum Einsatz, bei dem Wasser eine übergeordnete Rolle spielt. Weil das umweltfreundliche Zukunftsauto seine Antriebsenergie aus einer Brennstoffzelle gewinnt, entsteht bei einer chemischen Reaktion aus Wasserstoff und Sauerstoff Strom, der die Elektromotoren antreibt. Einziges Nebenprodukt des sonst völlig abgasfreien Fahrzeugs ist Wasser.
Auto_Neuheiten, Auto_Wasserstoff+Brennstoffzelle, Auto_xperimentalSuzuki präsentiert SX4 beim G8-Gipfel
Suzuki Motor Corporation präsentierte, im Rahmen der Umweltausstellung zum G8-Gipfel auf der japanischen Halbinsel Hokkaido vom 7. bis 9. Juli , den Prototyp SX4-FCV mit Hochleistungs-Brennstoffzelle.
Anstelle eines herkömmlichen Fahrzeugtanks setzt die Nummer vier im japanischen Automobilmarkt im SX4-FCV einen selbstentwickelten Wasserstofftank mit 70 Megapascal (700 bar) ein. Zudem erlaubt eine besonders leichte und kompakte Kondensator-Batterie die Verwertung überschüssiger Bremsenergie
beim Beschleunigen und reduziert dadurch die Ladezeit der Brennstoffzelle.
Als zwölftgrößter Automobilhersteller der Welt beschäftigt sich Suzuki schon seit Jahren intensiv mit alternativen Antriebstechnologien. Seit 2001 forscht der japanische Mobilitätsanbieter an Kleinwagen mit Brennstoffzelle. Drei Modelle wurden bislang auf ihre Straßentauglichkeit getestet: im Jahr
2003 der MR Wagon-FCV und der Wagon R-FCV, im Dezember 2004 abermals der MR Wagon-FCV. Bereits 2005 hat Suzuki ein Serienfahrzeug mit Hybrid-Motor auf den japanischen Markt gebracht, das international als Suzuki Twin für Aufsehen sorgte. Für das im Jahr 2010 auf den Markt kommende D-Segment-Fahrzeug wird derzeit an einem Hybrid-Antrieb sowie einem extrem sparsamen Dieselmotor gearbeitet.
Auch heute schon kann Suzuki mit einem niedrigen, umweltschonenden Flottenverbrauch aufwarten, denn als Spezialist für Kleinwagen und kompakte Geländefahrzeuge bietet Suzuki hauptsächlich kleine und sparsame Motoren an. Durch den Swift Diesel, das Mini-MPV Splash sowie ab Frühjahr 2009 den Alto
wird der Flottenausstoß weiter verringert. Darüber hinaus arbeiten die Entwicklungsingenieure an der Reduzierung der CO2-Emissionen durch Gewichtsersparnis, Aerodynamik und Leichtlaufmaßnahmen.
Technische Angaben SX4-FCV
Sitzplätze: 5
Abmessungen: 4.190 mm (Länge), 1.730 mm (Breite), 1.585 mm (Höhe)
Radstand: 2.500 mm
Brennstoffzellenleistung: 80 kW
Motorleistung: 68 kW
Treibstoff: Wasserstoff
Hochspannungsbatterie: Kondensator
Höchstgeschwindigkeit: 150 km/h
Reichweite: 250 km
