Spritspartipp für ältere Autos
Neulich im Münchner Stadtverkehr: Unser guter, zehn Jahre alter Opel Zafira ruckelt von Ampel zu Ampel. Der Meister in der Werkstatt weiß gleich was kaputt ist. Ein Motor braucht pro Kilogramm Kraftstoff zirka 14,7 Liter Luft, erklärt er mir. Und er fragt auch gleich mit hochgezogener Augenbraue und kritischem Blick nach dem Verbrauch in letzter Zeit. Na ja, zehn, elf Liter auf 100 Kilometer waren’s schon. Dann sagt er was von Lambdasonde, Was ist das? Ein Verschleißteil, das nach zehn Jahren schon mal kaputt gehen darf. Und – so erfahre ich staunend – eine kaputte Lambdasonde sorgt für höheren Spritverbrauch, denn das ist ihr Job!
Die Lambdasonde regelt das Luft-Kraftstoff-Gemisch im Motor, in dem sie den Restsauerstoff im Abgas misst. Diese wichtige Information der Lambdasonde trägt dazu bei, dass die Motorsteuerung das Gemisch so einstellen kann, dass die Verbrennung möglichst vollständig ist und die Schadstoffe vom Katalysator nahezu komplett unschädlich gemacht werden. Ist die Lambdasonde allerdings defekt, geht der Motor auf Nummer Sicher und gibt mehr Benzin hinzu als nötig. Das führt dazu, dass bis zu 15 Prozent mehr Sprit verbraucht werden und die Umweltbelastung zunimmt.
Weitere Erklärungen hier. Es gibt auch Infos für alle, die vielleicht kein so altes Auto daheim haben: Zum Beispiel die Formel Ökonomisches Fahren + regelmäßige Motorwartung = geringer Spritverbrauch. Weitere Spritspar-Tipps gibt es ebenfalls. Und damit man seinen persönlichen Spritverbrauch ermitteln kann, bietet das Internetportal einen tollen Spritspar-Rechner an.
ALLGEMEINES, Nachaltig leben
MINI-Rikscha in Peking
Ein ganz spezielles MINI-Fahrzeug erlaubt den Fahrgästen ein intensives und unvergessliches Zero-Emission-Fahrerlebnis der außergewöhnlichen Art und macht derzeit in Peking mobil – „bei Arbeit, Sport und Spiel“.
Pure Muskelkraft bewegt das aufregende Gefährt – eigens gebaut zu Olympia 2008 – gänzlich emissionsfrei durch die Straßen der Olympiastadt. Die MINI Rikscha fängt dabei die Pekinger Dynamik zwischen Tradition und Fortschritt perfekt ein, gepaart mit einer Prise Fantasie und Individualität – so lobt Mutterkonzern BMW das mobile Gesamtkunstwerk.
Seit dem 11. August können alle, die Peking auf die etwas andere Art erkunden möchten, die Mischung aus Fahrrad und MINI Clubman in Club- und Szenevierteln wie dem alten Pekinger Stadtviertel Hu Tong erleben. Außerdem ist es möglich, beim örtlichen MINI Händler das einzigartige Transportmittel zu erproben.
Automobilbau kurz vor Revolution
Die hohen Rohstoff- und Energiepreise erzwingen eine technologische Neuorientierung der Automobilbranche, der nicht alle deutschen Zulieferer gewachsen sein werden. Die Folge wird eine Konsolidierungswelle in der Zulieferbranche sein. Das sind Ergebnisse einer Studie des Prüfungs- und Beratungsunternehmens Ernst & Young. Die aktuelle Untersuchung basiert auf einer telefonischen Befragung der Geschäftsführung von 150 deutschen Automobilzulieferbetrieben, die im Mai und Juni 2008 durchgeführt wurde.
„Die Perspektiven für die Automobilindustrie haben sich in den vergangenen Monaten erheblich eingetrübt”, sagte Peter Fuß, Partner bei Ernst & Young, und Autor der Studie bei der Präsentation am 7. August. Hinzu käme, dass die Automobilbranche angesichts der Klimadebatte und der hohen Kraftstoffpreise vor schwierigen Herausforderungen stünde: Sie müsse die Verringerung des Kraftstoffverbrauchs und die Reduzierung bzw. Vermeidung von Emissionen erreichen sowie in alternative Kraftstoffe und neue Antriebstechnologien investieren. „Vor uns liegt so etwas wie eine Revolution im Automobilbau”, stellte Fuß fest. „Viele Zulieferer müssen sich jetzt neu ausrichten und erhebliche Investitionen tätigen. Ein ‚Weiter so’ wird es nicht geben.”
Der kostenbedingte Aufbau von Produktionskapazitäten im Ausland werde sich in den kommenden Jahren erheblich verlangsamen. „Die steigenden Energiepreise machen eine Produktion im Ausland – sofern sie in erster Linie das Ziel verfolgt, den westeuropäischen Markt zu beliefern – zunehmend unattraktiv, da die Logistikkosten sowie Probleme bei Qualität und Flexibilität einen erheblichen Teil der Kosteneinsparung wieder auffressen”, sagte Fuß. Gut jeder dritte Zulieferer will deshalb innerhalb der kommenden zwölf Monate die Zahl der Mitarbeiter erhöhen, 88 Prozent der Unternehmen planen, die Beschäftigung in Deutschland mindestens konstant halten.
Download der Studie bei Ernst & Young
ALLGEMEINES, MOBIL, Nachaltig leben
Weltweit größtes Solardach-Kraftwerk
85.000 leichte Solarmodule mit einer solaraktiven Gesamtfläche von 183.000 Quadratmetern: Diese Anlage ist das weltweit größte Solardach-Kraftwerk der Welt und entsteht derzeit auf dem GM-Werk im spanischen Zaragoza.
Um 6.700 Tonnen jährlich kann der Autobauer damit seine CO2-Emissionen senken. General Motors Europa, Veolia Environnement, Weltmarktführer mit Umweltservices, das Energieberatungsunternehmen Clairvoyant Energy und die Regionalregierung von Aragonien, Spanien, sind gemeinsam am Bau und Betrieb des Solardach-Kraftwerks beteiligt. Die jährliche Produktionskapazität des Photovoltaik-Kraftwerks wird rund 15,1 Millionen Kilowattstunden (kWh) betragen. Damit kann der Strombedarf von 4.600 Haushalten mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch von jeweils 3.300 kWh jährlich abgedeckt werden. Ende September soll das Solarkraftwerk seinen Betrieb aufnehmen und Strom in das lokale Netz von Red Electrica einspeisen; der Strom wird an den Energiekonzern Endesa verkauft. Die gewaltige Solaranlage ist die dritte auf einer GM-Liegenschaft.
Die Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe AG unterstützt alternative Antriebe
Die Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe AG (BDK) ist seit Juni 2008 Partner der Initiative Autogas-Wald in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Verband Flüssiggas e.V. (DVFG) und der Stiftung Unternehmen Wald. Für jede Umrüstung auf Autogas und jedes Fahrzeug mit einem alternativen Antrieb – finanziert über die BDK – hat sich die Bank verpflichtet, 2,- Euro an den DVFG für Anpflanzung zu spenden.
Interessierte Kunden können sich auf der Homepage der BDK über alternative Antriebe und die Umrüstung auf Autogas informieren.
Tipps zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs
Die konstant hohen und ständig noch steigenden Spritpreise reißen derzeit tiefe Löcher ins Budget. Doch ein Bleifuß ist kein Schicksal. „Durch vorausschauende Fahrweise kann jeder Autofahrer ohne Zeitverlust bis zu 25 Prozent Kraftstoff sparen”.
Tüv Rheinland hat deshalb etliche, leicht umsetzbare Spritspartipps zusammengetragen. Vorausschauende Fahrweise senkt den Verbrauch um bis zu 25 Prozent, bei rund 2000 Umdrehungen hoch schalten, vor Ampeln und im Stau Motor abschalten, Energiefresser wie die Klimaanlage möglichst sinnvoll einsetzen und kein unnötiger Ballast sind nur einige davon. Mehr.
ALLGEMEINES, Nachaltig leben, mobil_PolitikVerkehrspolitik statt Autopolitik
Bund Naturschutz/BUND kritisieren CSU-Forderungen zur Pendlerpauschale und Lobbyarbeit für Spritfresser als ökologisches Harakiri und Griff in die verkehrspolitische Mottenkiste.
Bei steigenden Verkehrskosten hilft nicht die Wiedereinführung der Pendlerpauschale, sondern der Bau von verkehrsarmen Siedlungsstrukturen und der Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Nur so kann bezahlbare Mobilität nachhaltig gesichert werden. Weitere Infos hier.
ALLGEMEINES, Nachaltig lebenUmweltpreis an kreative Mitarbeiter von Volkswagen
Mit der Verleihung des internen Umweltpreises am 15. Juli 2008 zeichnet Volkswagen bereits zum fünften Mal Mitarbeiter aus, die sich in besonderer Weise und mit viel Kreativität für den Umweltschutz engagiert haben. Preise wurden für den Bereich Produktion und für den Bereich Produkt vergeben.
Um den internen Umweltpreis konnten sich alle europäischen Mitarbeiter der Marken Volkswagen und Volkswagen Nutzfahrzeuge, der Volkswagen Sachsen GmbH sowie Abteilungen, die am Standort Wolfsburg Konzernfunktionen wahrnehmen, bewerben. Es konnten Vorschläge eingereicht werden, die sich mit dem Einsatz neuer Verfahren, Materialien und Produkte beschäftigen und sich in der Praxis bereits bewährt haben.
Wegen der positiven Resonanz wird der Interne Umweltpreis nicht wie bisher im zweijährigen Turnus, sondern seit diesem Jahr jährlich ausgeschrieben.
Der erste Preis geht in diesem Jahr im Bereich Produktion an den Standort Pamplona in Spanien. Dort hat Pablo Romero Zalba, Mitarbeiter im Karosseriebau in Eigeninitiative eine Vorrichtung zur Nutzung von Restmengen eines Klebers, der in Fässern transportiert wird, entwickelt und gebaut. Dadurch können Ressourcen eingespart und 5800 kg Sondermüll pro Jahr vermieden werden.
Die Idee von Holger Jerzewski aus Braunschweig, Kolbenstangen, die blau anlaufen und dadurch nicht mehr verwendbar sind, zukünftig nicht zu verschrotten, sondern mit einem lösemittelfreien Kaltreiniger zu behandeln, wird mit dem zweiten Platz geehrt. Die erzielten Einsparungen dieser simplen Methode belaufen sich im Jahr auf circa 120.000 Euro.
Auf den dritten Platz wurden Andreas Kwiecinski und Holger Eigenbrod aus Kassel gewählt, die in der Härterei beschäftigt sind und für die Wartung und Instandhaltung der Härtereiöfen zuständig sind. Durch eine optimierte Isolation und die Verwendung eines dickeren Isolationsmaterials kann durch die damit einhergehende Brennraumverkleinerung der Erdgasverbrauch in den Öfen enorm reduziert werden. Die CO2-Emissionen lassen sich ebenfalls auf diese Weise mindern.
Für den Produkt-Bereich wurde der erste Preis an Matthias Leifheit, VW Individual, Jörg Worm, Uwe Behlendorf und Christian Eigen für die Entwicklung des Erdgasfahrzeuges Passat TSI-CNG vergeben. Diese Mitarbeiter haben mit einem hohen Maß an Eigeninitiative, die weit über den Arbeitsauftrag hinausging, ein Antriebskonzept als Kombination eines aufgeladenen Motors mit Erdgas entwickelt. Mit der Twincharger-Technik hat Volkswagen eine einzigartige Ausgangsposition zur Realisierung eines verbrauchs – und fahrleistungsoptimierten CNG-Erdgasmotors. Darüber hinaus sorgt die große Gewichtseinsparung durch dünnwandige Gastanks für eine CO2-Emission des Fahrzeuges von 129 g/km. Dieser geringe Wert trägt zur CO2-Flottenminderung bei.
Der zweite Platz geht an Steffen Hunkert und sein Team aus der Dieselmotorenentwicklung, die durch intelligente Motorsteuerung den Gesamtkompromiss zwischen Leistung, Verbrauch und Emissionen zugunsten eines geringen Kraftstoffverbrauches optimiert haben. Die Motorapplikation wurde zuerst beim Polo, Passat und Audi A3 angewendet, dann auch bei allen weiteren BlueMotion-Modellen. Diese Abstimmarbeiten ergänzten die Fahrzeugmaßnahmen wie Fahrwiderstandsabsenkung und Verlängerung der Getriebeübersetzung zu einem erfolgreichen Gesamtkonzept.
ALLGEMEINES, MOBIL, Nachaltig lebenUmweltfreundlicher Autokauf bei Toyota
Toyota führt europaweit Umweltstandards für Händler ein. “Nachhaltige Autohändler” sind das Ziel der neuen Umweltinitiative von Toyota. Europaweit sollen über 3.000 Toyota-Händler ihre Betriebe strikt an den Kriterien Umweltschutz und Klimaschonung ausrichten.
Bei Neubau und Sanierung von Niederlassungen sollen die Kriterien: Energie-Eingesparung, Senkung des Wasserverbrauchs und des Kohlendioxid-Ausstoßes, stärker forciert werden. “Die Architektur, die Bauweise und der Umgang mit den Gebäuden, in denen wir arbeiten, hat erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt,” betonte Andrea Formica, Senior Vice-President Toyota Europe beim Start der Initiative: “Nicht nur unsere Produkte, sondern alle unsere Operationen – von der Produktion der Fahrzeuge bis zum Verkauf – müssen so schonend wie möglich mit der Umwelt umgehen.” Mit Hilfe von Energieberatern will Toyota die Umweltinitiative verwirklichen. Zunächst beginnt Toyota mit zwei Betrieben in Schweden und Frankreich. Ab 2009 sollen jedes Jahr 60 weitere Betriebe umgerüstet werden, um Kohlendioxid-Einsparungen von insgesamt zwölf Prozent zu erreichen. In Malmö/Schweden handelt es sich um einen bestehenden Betrieb, dessen Kohlendioxid-Ausstoß durch Sanierung der Anlagen halbiert wird. In La Rochelle/Frankreich liefern bei einem neuen Händler Solarzellen auf dem Parkdeck bis zu 200.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr – was etwa dem Verbrauch eines kleinen Dorfes entspricht. Neben den größeren Investitionen werden alle Toyota-Händler aktiv unterstützt, das japanische Kaizen- Prinzip der ständigen Verbesserung einzusetzen, um die Umwelt noch mehr zu schonen.
Rund ein Drittel der 600 Händler in Deutschland – alle eigenständige Unternehmen – haben bereits durch Neubauten oder Sanierungen ihre Niederlassungen umweltgerechter gestaltet. Drei deutsche Händler haben allein durch Veränderungen ihrer Betriebsabläufe eine Verringerung des Kohlendioxid-Ausstoßes um zwölf Prozent erreicht.

