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Jetzt gibt’s Bares für Dieselpartikelfilter

Peugeot_Rußpartikel1_small Immer schön sauber bleiben! Sonst heißt es für Dieselfahrer ohne Rußpartikelfilter ab 1. Januar 2010 „Du kommst hier nicht rein!“ in den Umweltzonen deutscher Städte. In Berlin und Hannover bedeutet das: Innerhalb der Zone nur noch Schadstoffklasse 4 = grüne Plakette.

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH) geht davon aus, dass dem Beispiel Berlin und Hannover noch im kommenden Jahr „bis zu zehn weitere Kommunen folgen werden“.

Für Dieselfahrer ohne Rußpartikelfilter wird’s deshalb jetzt langsam knapp: Nicht nur, dass ihnen künftig die Zufahrt zur Innenstadt versperrt bleibt, die DUH sieht außerdem empfindliche Einbußen voraus: „Im Einzugsbereich der insgesamt 34 Umweltzonen (weitere in Planung) wird es einen deutlichen Wertverlust für Dieselstinker ohne Filter geben.“ Eine Umfrage unter Gebrauchtwagenverkäufern habe dort einen überproportionalen Wertverlust für Diesel-Pkw mit gelber oder gar roter Plakette ermittelt, bei einem Mittelklassewagen könnte dieser Wertverlust zwischen 1.500 und 2.000 Euro liegen.

Peugeot_Rußpartikel2_smallDeshalb liebe rußpartikelfilterlose Autofahrer: Investiert etwa 660 bis 700 Euro und nehmt endlich die Nachrüstung in Angriff, denn etwa die Hälfte (330 Euro) gibt’s von Vater Staat als Zuschuss. Aber nur und endgültig bis zum 31.12. 2009.

Um diese Frist noch einmal eindringlich ins Gedächtnis der von der Abwrackprämie bereits berauschten Autofahrer zu rufen, hat die Bundesregierung kurz vor Auslaufen der Nachrüstförderung jetzt eine Vereinfachung beschlossen (die Umwelt- und Verkehrsverbände seit Jahren unisono forderten):

Ab dem 1. August 2009 gibt es den Zuschuss statt als Steuerrückzahlung cash auf die Hand. Nach Adam Riese also noch 153 Tage. „Obwohl in den Kassen des Finanzministers mehrere hundert Millionen Euro schlummern, die für die Filterförderung vorgesehen waren, ist die Barförderung auf ganze 200.000 Nachrüstfilter beschränkt“, macht die DUH in ihrer Meldung von heute klar.
„Diese 66 Millionen Euro Haushaltsmittel für die Barförderung werden voraussichtlich nicht reichen, um die über eine Million in den Umweltzonen regelmäßig fahrenden Diesel-Pkw mit einem Filter nachzurüsten“, sagte Jürgen Resch, und empfiehlt Haltern ungefilterter Dieselfahrzeuge, sich deshalb rechtzeitig einen Nachrüstfilter zu sichern. Es sei zu befürchten, dass zum Jahresende Lieferengpässe entstehen könnten und der Barzuschuss dann verfällt.

Bislang seien nur etwa 400.000 Fahrzeuge nachgerüstet worden, hatte die Bundesregierung unlängst mitgeteilt. 1,5 Millionen Nachrüstungen bis Ende des Jahres hieß aber das Ziel. Weil der Weg über die Steuererklärung vielen wohl zu kompliziert war, will der Staat jetzt mit Bargeld locken und so den Rußpartikeln Dampf machen. Weil viele Werkstätten die Abrechnung gleich selbst übernehmen, muss der Kunde nur noch den Restbetrag löhnen.

- darue – / Quelle: DUH Deutsche Umwelthilfe Fotos: Peugeot

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Im Verkehrsbereich: Bis 2020 mehr als 30 Millionen Tonnen CO2 weniger

CO2 gauge Hallo Bundesregierung! Habt ihr eigentlich alles im Griff in Sachen CO2-Minderung im Verkehrsbereich? Habt ihr eure Versprechen gehalten, die ihr euch und uns im Dezember 2007 in Meseberg gegeben habt?

Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen wollte das ganz genau wissen, und stellte deshalb am 4. Juni eine „Kleine Anfrage“ im Bundestag. Die „kleine“ Anfrage enthielt 57 Fragen, darunter: Wie viel Tonnen CO2 könnten die Deutschen sparen, würden sie in den Städten bessere Verkehrskonzepte vorfinden, hätten sie kürzere Wege zwischen Wohnen und Arbeiten zurück zu legen, und würden mehr mit dem Fahrrad fahren.

Die Antwort: Wir alle könnten „ . . . laut Schätzungen des UBA (Kommunal mobil, 2008) 10 Mio. Tonnen CO2-Emission bis zum Jahr 2020 durch eine Verminderung und Umkehrung der Zersiedlungstendenz einsparen. Die Wege müssten dafür bis 2020 um 10 Prozent kürzer werden. Und würden wir 30 Prozent aller bisherigen Pkw-Fahrten im Entfernungsbereich bis 6 km mit dem Fahrrad erledigen, ließen sich nach Berechungen des Umweltbundesamtes pro Jahr 7,5 Mio. t CO2 einsparen.

Wissen wollten die Fragesteller außerdem auch, ob „die Bundesregierung dem Beispiel des Deutschen Bundestages folgen wird, und in ihren Behörden nur noch Dienstwagen der oberen Mittelklasse beschaffen wird, die ab sofort weniger als 140 g CO2/km emittieren und ab 2012 weniger als 120 g CO2/km?
Die Antwort hierauf und alle anderen Fragen und Antworten können Sie hier nachlesen: (Fragen mit Antworten, veröffentlicht am 21. Juli 2009 in einer elektronischen Vorabfassung des Bundestages).

Für alle, die in aller in Kürze wissen wollen, was hinten raus kommen soll: Im Verkehrsbereich sollen durch das Integrierte Energie- und Klimaprogramm(IEKP) bis zum Jahr 2020 insgesamt rund 30,4 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Größter Posten ist dabei die so genannte CO2-Strategie Pkw, mit der die CO2-Emissionen im Verkehrsbereich um 17 Millionen Tonnen verringert werden sollen. Damit wird eine Verordnung der EU umgesetzt, mit der der CO2-Ausstoß von Neuwagen ab 2012 bis 2015 in vier Schritten auf 130 Gramm begrenzt wird. Auch der Ausbau von Biokraftstoffen (4,6 Millionen Tonnen) und die Umstellung der Kfz-Steuer auf CO2-Basis (3,1 Millionen Tonnen) sollen weitere Einsparungen bringen.

Die Bundesregierung schreibt in ihrer Antwort außerdem, sie halte weiter an ihrem Ziel fest, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 Prozent unter das Niveau von 1990 zu senken. Weil wir Autofahrer uns darauf (und auf andere Versprechen und Prognosen) klugerweise nicht verlassen wollen (und können), fangen wir heute mit dem Treibstoffsparen an und nehmen für Strecken unter sechs Kilometer Länge nur noch das Fahrrad – versprochen!

Apropos Prognose: Bis ins Jahr 2030 blickte in Berlin eine Forschungsgruppe im Rahmen des Projektes renewbility. Was die Gruppe aus Vertretern der Automobil-, Bahn-, Energie- und Logistikbranche sowie Umwelt- und Verbraucherschutzverbänden zusammen mit dem Öko-Institut (Projektleitung) und DLR – Institut für Verkehrsforschung sowie dem Institut für Energie- und Umweltforschung (IFEU Heidelberg), dem Institut für Energetik und Umwelt (IE Leipzig) und der Technischen Universität Dresden (TU-DD) als wissenschaftliche Partner für das Jahr 2030 prognostizieren, können Sie hier lesen:

Das wichtigste Ergebnis dieser Prognose-Forschung,die auf der Abschlussveranstaltung des Forschungsvorhabens in Berlin am 30. Juni veröffentlicht wurde: Der Verkehrssektor kann unter den gesetzten Rahmenbedingungen und Annahmen bis zum Jahr 2030 seine Treibhausgasemissionen unter Einbeziehung der Vorkette um bis zu einem Viertel gegenüber 2005 senken. Ein Viertel – das konnte selbst das Bundesumweltministerium in zwei Jahren mit seiner verbrauchsreduzierten Dienstwagenflotte einsparen.

Whale breachUnd fürs Allgemeinwissen noch dies: 30,4 Millionen Tonnen CO2, das entspricht wieder verflüssigt und umgerechnet 12.773.109.244 Liter Benzin, was wiederum 80.334.020 Barrel Rohöl entspräche (sofern wir richtig gerechnet haben). Zum heutigen Tagespreis hätte die Bundesregierung mit den 30,4 Millionen Tonnen CO2 also „umgerechnet“ 5.334.178.954 US Dollar an Rohölkosten eingespart. Und wir Autofahrer in unserer deutschen Gesamtheit hätten bei einem Literpreis von derzeit 1,30 Euro noch 16.605.042.017 Euro und 20 Cent mehr in der Tasche. Und noch ein Vergleich zu Veranschaulichung: 30,4 Millionen Tonnen – das entspricht etwa dem Gewicht von 250.000 Blauwalen, so viele hat es wohl irgendwann einmal auf dieser Welt maximal gegeben (heute nur noch geschätzt 5.000).

darue Quellen: Bundestag, BUM, www.renewability.de

Fotos © Robert Kelly – Fotolia.com (CO2) und © outdoorsman – Fotolia.com (Wal)

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Wie man besser fährt. Bundesweite Spritsparaktion startet

DruckDie Fahrer von mehr als 720 Millionen Pkw auf den Straßen der Welt (bis 2020 sollen schätzungsweise noch einmal 130 Millionen dazu kommen) müssen lernen wie man besser fährt. Denn noch verbrennen diese Pkw jährlich etwa 500 Milliarden Liter Diesel und Benzin, und pusten rund 1,2 Milliarden Tonnen CO2 in die Luft. Zuviel zum Überleben.

Gut, dass es heute bereits kluge Technik (z.B. Eco Assist und eco:DRIVE), kluge Fahrschullehrer und kluge Autofahrer gibt, die wissen wie man Sprit spart. Ohne dieses Wissen läuft in Zukunft nichts mehr.

„Für Geldbeutel und Klima“ startet der ökologische Verkehrsclub gemeinsam mit den bundesdeutschen Verbraucherzentralen (vzbv) jetzt eine bundesweite Spritsparaktion. Autofahrer erhalten Spritspartipps, mit denen sie „bis zu 30 Prozent Kraftstoff sparen und damit zum Klimaschutz beitragen können”. Ab Montag, 20.Juli informieren Verbraucherzentralen und der Verkehrsclub Deutschland an Straßen, Rastplätzen oder Ausflugszielen Autofahrer, wie sie mit einfachen Tricks Sprit, CO2 und Geld sparen können.

Sprit sparen ist das, was wir alle JETZT tun können, solange die Ingenieure noch am Tüfteln sind und die Autohersteller händeringend grübeln, wie sie ihre Produktionsbänder endlich komplett umstellen können auf effiziente(re) Sparmodelle. Denn: „Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Automobilwirtschaft hängt mehr denn je von der Leistungsfähigkeit, den Kosten für Schlüsseltechnologien sowie der Kooperation der Akteure in Forschung, Wirtschaft und Politik ab“, sagt Univ.-Prof. Dr. Marion Weissenberger-Eibl, Institutsleiterin des Fraunhofer ISI.

Jedes Milchmädchen weiß, dass clevere Autofahrer, die den Fuß vom Gas und die Zementsäcke aus dem Kofferraum nehmen, ebenso unabdingbar sind für unsere Welt, wie neue Schlüsseltechnologien für den Individualverkehr: Denn von den knapp 170 Millionen Tonnen CO2, die der gesamte Verkehrssektor pro Jahr verantwortet, gehen über die Hälfte auf das Konto der 41 Millionen in Deutschland zugelassenen Pkw, rechnet der VCD vor, und: “Wenn nur ein Prozent der Autofahrer(und -innen) in Deutschland alle Spritspartipps beherzigt und ihren Kraftstoffverbrauch um 30 Prozent reduziert, würden pro Jahr knapp 265.000 Tonnen CO2 eingespart”, sagt vzbv-Vorstand Gerd Billen.

Billen appelliert zugleich an die Autohersteller, bei der Entwicklung klimaverträglicher Antriebstechniken „nicht nachzulassen“ und sparsame Modelle stärker zu bewerben – “allerdings mit realistischen Angaben über den Sprit-Verbrauch”. “Denn noch immer schönt die Autoindustrie bei vielen Modellen die Verbrauchswerte”, warnte Billen. Die Klimakampagne “für mich. für dich. fürs klima.” mahnte bereits mehrere Hersteller und Händler wegen falscher oder fehlender Angaben zum Kraftstoffverbrauch einzelner Modelle ab.

“Wenn Hersteller, Handel und Verbraucher an einem Strang ziehen, kann der CO2-Ausstoß im Verkehrsbereich erheblich gesenkt werden”, so Billen. “Die Autofahrer können schon mit einfachen Tricks ihre Tankkosten um bis zu mehrere hundert Euro im Jahr senken – ohne auf Komfort zu verzichten oder weniger mobil zu sein.”
Wir meinen: Sprit sparen sollte zu einer grundsätzlichen sozialen Kompetenz werden. So wie höflich grüßen, Hausaufgaben machen, Steuer zahlen und die Toilettentür hinter sich schließen.

darue

Zehn Spritspartipps zum Mitnehmen
Ein Faltblatt der Kampagne “für mich. für dich. fürs klima.” in Kooperation mit dem Verkehrsclub Deutschland (VCD) gibt “Zehn Spritspartipps”. Die vier größten Einsparhelfer sind:
Kurzstrecken: Bei kurzen Strecken unter fünf Kilometer ist der Verbrauch und der Verschleiß besonders hoch. Deshalb lieber öfter das Auto stehen lassen und zu Fuß gehen oder Rad fahren.
Reifendruck: Hoher Reifendruck sowie Leichtlaufreifen verringern den Rollwiderstand des Wagens.
Hochschalten: Zügiges Anfahren und schnelles Hochschalten sparen Sprit.
Ballast: Jedes unnötige Gewicht im Kofferraum oder ein unbenutzter Dachgepäckträger kostet zusätzlich Treibstoff.
Details zu Aktionen gibt es in den einzelnen Bundesländern bei den Klimateams der Verbraucherzentralen vor Ort (Kontakt unter www.verbraucherzentrale.de).

Die Verbraucherallianz
“für mich. für dich. fürs klima.” ist eine Kampagne des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) mit den 16 Verbraucherzentralen, dem Deutschen Mieterbund (DMB), der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO), dem Verkehrsclub Deutschland (VCD) dem VerbraucherService (VS) im Katholischen Deutschen Frauenbund und Germanwatch. Die Allianz klärt mit bundesweiten Aktionen über die Chancen jedes Einzelnen beim CO2-Einsparen auf. Gegenüber Politik und Wirtschaft vertritt sie die Interessen der Verbraucher für einen Klimaschutz ohne Hürden. Unlautere Werbung mit Klimaschutzargumenten stoppt sie mit juristischen Mitteln

Quelle: VCD

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Gewinn für alle: Effizient mobil

effizient_mobil-1Die Sieger sind gekürt: “Best Practice im Mobilitätsmanagement” hieß der bundesweite Wettbewerb, bei dem innovative Mobilitätsprogramme gesucht wurden.

Gesucht haben Bundesumweltministerium und die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), gewonnen haben sechs Betriebe und Kommunen. Ausgezeichnet wurden die Sieger heute “für vorbildliche Projekte, mit denen Pkw-Fahrer zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel und das Fahrrad sowie zur Bildung von Fahrgemeinschaften motiviert werden”. Der Wettbewerb ist Teil des dena-Aktionsprogramms „effizient mobil“, das vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Klimaschutzinitiative mit 3,8 Mio. Euro gefördert wird. Das Projekt zielt darauf ab, die Emissionen im Verkehrssektor zu reduzieren.

Uwe Lahl, Abteilungsleiter im Bundesumweltministerium, sagte bei der Preisverleihung: „Der Verkehrsbereich macht etwa ein Fünftel der CO2-Emissionen in Deutschland aus. Wir müssen uns deshalb noch deutlich mehr anstrengen, damit auch der Verkehr einen angemessenen Beitrag zur Minderung der klimaschädlichen Emissionen und damit zur Bekämpfung des Klimawandels erbringt. Es müssen nicht nur unsere Autos sauberer werden, sondern wir müssen auch unser Verhalten ändern.”

In der Kategorie betriebliches Mobilitätsmanagement hat das Uniklinikum Freiburg den Wettbewerb für sich entschieden. Überzeugt hat die Jury eine sehr innovative Parkraumbewirtschaftung, in der 30 Prozent der Einnahmen in die Finanzierung von Jobtickets und ein Bonussystem fließen, das diejenigen belohnt, die auf einen Parkplatz verzichten. Darüber hinaus wurden die Fahrradabstellplätze ausgebaut sowie eine Mitfahrbörse und Mobilitätsberatung für die Beschäftigten eingeführt. Den zweiten Preis in dieser Kategorie erhielt die Lincoln AG in Walldorf, die sehr effektiv die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen fördert. Zudem hat das Unternehmen eine neue standortnahe Haltestelle gebaut. Die Verwaltung der Region Hannover wurde für ein sehr breites Bündel von Maßnahmen, das vom Jobticket bis zur Fahrradförderung reicht, mit dem dritten Platz ausgezeichnet.

In der Kategorie kommunales Mobilitätsmanagement gewann die bayerische Landeshauptstadt München, die schon seit Jahren ein umfassendes kommunales Mobilitätsmanagement betreibt. Die Maßnahmen reichen vom innovativen Marketing für den öffentlichen Nahverkehr bis zur Mobilitätsberatung speziell für Unternehmen. Die Stadt Dortmund konnte sich den zweiten Platz mit der Verknüpfung von Stadtplanung und Mobilitätsmanagement, der Reduzierung des Individualverkehrs zu und von den Schulen und gezielten Maßnahmen unter anderem für die Beschäftigten der Stadtverwaltungen sichern. Den dritten Platz in dieser Kategorie erhielt die Stadt Brühl, die vor allem aufs Fahrrad und vielfältige Kommunikations- und Serviceangebote setzt.

Wer’s genauer wissen will, wie’s geht und beim nächsten Wettbewerb siegen möchte: www.effizient-mobil.de

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Wie Städte Elektromobilität vorausplanen

Elektromob

Studie zur Bedeutung der Elektromobilität für Städte und Kommunen
Sieben von zehn deutschen Städten schätzen die Bedeutung der Elektromobilität in den nächsten zehn bis 15 Jahren als sehr hoch oder hoch ein. Etwa jede vierte Stadt engagiert sich bereits. Dennoch sehen sich etliche Städte nicht als Treiber des Themas. So lautet das Ergebnis einer repräsentativen Befragung unter den Verantwortlichen für das Thema der Elektromobilität in 105 deutschen Städten mit mehr als 20.000 Einwohnern.

Die heute erschienene Studie der con|energy unternehmensberatung „Elektromobilität – Städte und Kommunen als Partner der Energieversorger“ stellt Rahmenbedingungen, aktuelle und zukünftige Aktivitäten sowie Konsequenzen der Elektromobilität für Städte und Kommunen vor. Basis der Studie ist eine im Mai 2009 durchgeführte repräsentative Befragung unter den für das Thema „Elektromobilität“ verantwortlichen Ansprechpartnern in 105 deutschen Städten bzw. Kommunen mit mehr als 20.000 Einwohnern.

Schon heute ist etwa jede vierte Stadt im Bereich der Elektromobilität aktiv. Hierbei befindet sich die Mehrheit dieser Städte im Süden Deutschlands. Jede fünfte Stadt, die heute hingegen noch nicht in puncto Elektromobilität aktiv ist, plant ein konkretes Engagement in den nächsten Jahren – knapp die Hälfte dieser Städte möchte bereits bis 2011 in das Thema einsteigen. Der Großteil, fast 40 %, dieser Städte liegt dabei im Osten Deutschlands. Deutschlandweit ist die Entwicklungsrichtung des Themas „Elektromobilität“ damit klar umrissen: 70 % der Städte schätzen die generelle Bedeutung der Elektromobilität in zehn bis 15 Jahren bereits jetzt als sehr hoch oder hoch ein.

Weiterhin lässt sich feststellen: Je größer die Stadt, desto häufiger werden bereits Aktivitäten im Bereich der Elektromobilität unternommen. So sind 46 % der Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern heute schon aktiv, bei den mittleren Städten mit 20.000 bis 100.000 Einwohnern sind dies jedoch erst 20 %.

Bezüglich der inhaltlichen Ausgestaltung des Engagements der Städte im Bereich der Elektromobilität ist festzuhalten, dass sich über 40 % der engagierten Städte mit der Einführung von Elektrofahrzeugen im eigenen Fuhrpark befassen. Der Aufbau bzw. die Erweiterung der städtischen Ladeinfrastruktur spielt mit 38 % eine ähnlich wichtige Rolle. Als weitere wesentliche Themen werden die Integration in die Stadtentwicklung (29 %) sowie der Ausbau des ÖPNV (25 %) genannt. Hingegen beschäftigen sich erst 13 % der Städte mit den Genehmigungsverfahren bezüglich des Aufbaus von Ladeinfrastrukturen durch Dritte und lediglich 8 % der Städte treiben das Thema der „Elektrofahrräder“ derzeit voran. Immerhin jede fünfte Stadt hat jedoch bereits Fördermittel im Rahmen der Elektromobilität beantragt.

Von den Anbietern, die erst zukünftig im Bereich der Elektromobilität aktiv werden wollen, beabsichtigt eine Mehrheit von 75 % die Einführung von Elektroautos im eigenen Fuhrpark. „Damit setzt sich der schon heute sichtbare Trend fort“, so Dr. Roman Dudenhausen, Vorstandsmitglied der con|energy ag: „Der Aufbau und die Erweiterung bereits bestehender städtischer Ladeinfrastruktur wird zukünftig eine der zentralen Aufgaben für die Städte und Kommunen im Bereich der Elektromobilität sein“. Entsprechend wird dieses Tätigkeitsfeld auch von 44 % der Städte, die ein zukünftiges Engagement im Bereich der Elektromobilität planen, als kommender Aufgabenbereich genannt.

Die Gründe der Städte, die derzeit hingegen keine Aktivitäten im Bereich der Elektromobilität planen, sind breit gestreut. 20 % nennen zu hohen Aufwand bzw. zu hohe Kosten. Fast ebenso viele Städte (18 %) melden „keinen Bedarf“. In diese Richtung gehen auch die mit 45 % sehr zahlreichen sonstigen Antworten: So ist man unsicher darüber, ob man als Stadt bzw. Kommune überhaupt für dieses Thema zuständig ist oder nicht viel mehr Wirtschaft und Bürger das Thema der Elektromobilität voran treiben sollten. Einigen fehlen auch Anstöße aus dem politischen Raum oder klare gesetzliche Rahmenbedingungen. Wiederum andere warten vorerst die Ergebnisse von Pilotprojekten und eigenen Förderungsanträgen ab. Folglich sehen sich etliche Städte derzeit nicht als Treiber des Themas, sondern warten vielmehr auf gesetzliche bzw. politische Vorgaben oder auch auf schlüssige und praktikable Konzepte Dritter.

Die aktuelle Studie der con|energy unternehmensberatung ist beim Fachverlag ener|gate erschienen und kann kostenlos eingesehen werden unter: http://www.energate.de/elektromobilitaet2

(con|energy ag, Essen) (rl)

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Klimaschutz und Verbrauch entscheiden beim Autokauf

Die Abwrackprämie, umweltfreundliche Fahrzeuge und die vielen Probefahrt-Angebote standen im Zentrum des Interesses bei den Besuchern der AMI Leipzig. Die offiziellen Besucherumfragen ergaben außerdem: Jeder zweite Besucher will sich in den nächsten 24 Monaten ein neues Fahrzeug anschaffen, für 87 Prozent der AMI-Besucher sind die Themen Klimaschutz, Schadstoff-Emissionen und Kraftstoffverbrauch entscheidende Kaufargumente. 

93 Prozent der befragten Besucher fühlten sich dazu an den Messeständen der AMI gut informiert. Kein Wunder: Gleichberechtigt neben ihren jeweiligen PS-Boliden zeigten die Aussteller in Leipzig ihre ganze Palette umweltschonender Technologien von Erdgas und Flüssiggas über Hybrid und Wasserstoff, sparsamste Dieselmotoren bis hin zu Elektro- und Bioethanolantrieben. Mit fast 2.000 Interessenten erlebte die AMI-Spritsparstunde von 14 Ausstellern einen großen Andrang.

Die Automesse in Leipzig ging gestern zu Ende und zählte 250.000 Besucher. „Erfreulich“ findet die Messegesellschaft auch die Quote der Aussteller, die bereits jetzt ihre Teilnahme für 2010 angekündigt haben: 84 Prozent der AMI- und AMITEC-Aussteller wollen nächstes Jahr wieder kommen (AMI 2010 vom 10. bis 18. April).Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass immer mehr Autohersteller ihren Gürtel mächtig straff ziehen und  deshalb einige große Namen ihre Teilnahme in Leipzig abgesagt hatten, klingt dies erst einmal nach Berufsoptimismus. „Bemerkenswert“ finden die AMI-Veranstalter jedoch, dass 61 Prozent der Aussteller bereits während der Messelaufzeit Geschäftsabschlüsse getätigt haben, und über 80 Prozent ein gutes Nachmessegeschäft erwarten.

Stellvertretend für die „zahlreichen positiven Stimmen“ zitieren die Veranstalter Werner H. Frey, Geschäftsführer Hyundai Deutschland GmbH: „Die AMI ist für uns auch in 2009 durch die Qualität des Publikums, den Zeitpunkt im Frühjahr und den Standort Leipzig ein voller Erfolg.” Ähnlich gelobt wurde die Automesse bereits vor einigen Tagen von Dr. Alexander Heintzel, Sprecher von Honda Motor Europe North, gegenüber ecomobil-magazin: Honda: Zufrieden mit AMI, Absage für IAA 2009

- darue -

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Honda: Zufrieden mit AMI, Absage für IAA 2009

Geld? Es kommt drauf an, was man draus macht! Mal eben einen zweistelligen Millionenbetrag spart sich branchenüblich ein Autohersteller, der nicht an der IAA in Frankfurt teilnimmt – auch Honda sagte nach Nissan, Mitsubishi und Daihatsu jetzt die Teilname für dieses Jahr ab. 

Mit einer „Retourkutsche“ (deutsche Hersteller gaben mit Ausnahme von Porsche bereits unisono der Tokyo Motor Show 2009 einen Korb) habe die Absage jedoch nichts zu tun, bestätigte uns Dr. Alexander Heintzel, Sprecher von Sprecher von Honda Motor Europe North.

Hier Millionen einsparen . . .

Der japanische Hersteller reagiere vielmehr „auf das globale ökonomische Klima“ – will heißen: Sparen an allen Ecken ist angesagt. Dabei trifft es sich gut, dass die Absage auch gleich dem globalen ökologischen Klima zugute kommt. Statt Millionen in Frankfurt auszugeben „stärken wir die Aktivitäten in den Bereichen, die direkt der Umwelt und den Kunden zugute kommen.“ Es gibt viel zu tun: Honda plant u. a. für 2010 die Markteinführung eines sportlichen Hybriden basierend auf dem CR-Z Concept. Danach wird der Jazz Hybrid folgen.

. . . dort Millionen investieren

Was in diesem Jahr in Frankfurt gespart wird, wird andernorts in Deutschland anlegt: Statt in Messestand, Techniktross, Werbungs-, Hotel- und Reisekosten, investiert Honda Millionen in ein neues Forschungsprojekt und ein Schulungszentrum: Die Honda Research & Development in Offenbach wird im Herbst 2009 mit einer Langzeitstudie beginnen. Dabei sollen auf Basis des FCX Brennstoffzellentechnik und Wasserstoffeinsatz unter europäischen Bedingungen erprobt werden. In Hanau fand am 23. März der Spatenstich für die neue Honda Akademie statt, ein Schulungszentrum mit einem Investitionsvolumen von rund 15 Millionen Euro. Das Trainings Zentrum soll nicht nur für Deutschland, sondern für Honda Europa und auch Dritten als Schulungsstätte dienen. Schließlich müssen Mitarbeiter von Honda ihren Kunden auch künftig fundiert erklären können, wie ein Hybrid funktioniert.

Volle Bude auch dank Insight

Das geschieht inzwischen hunderte Male am Honda-Messestand auf der AMI Leipzig: Dort herrscht „volle Bude trotz rückläufiger Besucherzahlen“. Diesen erfreulichen Zwischenbericht gab uns Alexander Heintzel ebenfalls. Erfreulich deshalb, weil wir u. a. erfuhren, dass der neue Insight nicht nur in Japan bereits läuft wie geschnitten Brot (in zwei Monaten 18.000 Bestellungen) sondern auch in Leipzig sehr gut ankommt: Das neue Hybridfahrzeug steht ab 18. April bei den deutschen Händlern und die, sagte Heintzel, „bestellten auf der Messe bereits recht gut“. Lob also für die Automesse in Leipzig: „Das ist eine sehr wichtige, lohnende Regionalmesse“.

Das beste Ergebnis seit 17 Jahren

Über 400 Testfahrten haben Messebesucher bereits für den Insight Hybrid gebucht (Stand 2. April). Händler und Kunden geben sich das Lenkrad zu Probefahrten in die Hand und demonstrieren dem eingebauten Ecoassistenten mit Feuereifer ihr Fahr&Spar-Können. Mit einem Rekord-Durchschnittsverbrauch von 4,0 Liter sei der sparsamste Insight-Fahrer aus einem Wettbewerb unter Verbrauchern hervorgegangen – damit läge dieser Spritspar-King noch um 0,8 Liter unter den Herstellerangaben. Hybrid fahren kann also Spaß machen, lautet die Quintessenz: „Das Auto passt jetzt genau“, resümiert Heintzel deshalb „sehr zufrieden“ – und das, obwohl das stärkste Messewochenende in Leipzig erst noch bevorsteht. Zufrieden kann Honda auch mit der aktuellen Verkaufsbilanz sein, die das Kraftfahrt-Bundesamt jetzt turnusmäßig veröffentlichte: Mit 7799 verkauften Einheiten (vor allem Jazz und Civic) fuhr der japanische Importeur hierzulande sein bestes Ergebnis seit 1992 ein, 90 Prozent mehr als im März 2008.   

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Renault-Nissan: Mit Null-Emission gegen die Krise

Ruckzuck, so macht man Umweltpolitik: Prüfen, Chance erkennen und die Tür zur Zukunft öffnen. Monaco und Renault-Nissan besiegelten ihre Zusammenarbeit. Das bedeutet: Ab 2011 soll im Fürstentum Monaco flächendeckend eine vollkommen emissionsfreie Mobilität etabliert werden.

Der Plan sieht vor, dass in zwei Jahren in Monaco jedes zweite Neufahrzeug der öffentlichen Fahrzeugflotte emissionsfrei mit Strom angetrieben wird. Bei der Allianz mit Nissan-Renault geht es nicht nur darum die Elektrofahrzeugflotte auszubauen (siehe weiter unten), sondern auch das bereits bestehende Ladenetz mit derzeit 176 Stationen. An 300 Stellen wird man künftig in Monaco Strom tanken können, darunter an drei spezielle Stationen, die Schnellladevorgänge innerhalb weniger Minuten ermöglichen.  So schnell kann’s gehen: Monaco ist nach Portugal damit das zweite europäische Land, das mit der Allianz Renault-Nissan ein Abkommen über ein Null-Emissions-Programm vereinbart hat.

Die monegassische Regierung erwägt darüber hinaus Kaufanreize für Elektrofahrzeuge, meldet Nissan anlässlich der jetzt beschlossenen Kooperation. Weitere Maßnahmen, wie zum Beispiel spezielle Parkplätze mit bevorzugter Nutzung durch Besitzer von Elektrofahrzeugen sowie vergünstigte Parkgebühren werden ebenfalls geprüft. Um den Bekanntheitsgrad des Zero-Emissions-Programms zu steigern und der Öffentlichkeit die neue Technologie näher zu bringen, planen die Partner Informationsveranstaltungen und Fahrzeug-Demonstrationen während des Formel 1 Grand Prix in Monaco. Denn Fürst Albert II. von Monaco ist fest überzeugt: „Die aktuelle Weltkrise bietet innovativen Automobilherstellern wie Renault-Nissan eine einmalige Gelegenheit, und diese Chance muss für fortschrittliche Lösungen genutzt werden.“ Wir meinen: Europäische Regenten könnten sich von Entschlossenheit und Weitblick des Fürsten ein Scheibchen abschneiden. Und deshalb unser Gruß an den G-20-Gipfel nach London: Yes you can – Just do it!

Und weil der Fürst gleich Nägel mit Köpfen machen wollte, unterzeichnete er auch gleich eine weitere Absichtserklärung mit Mitsubishi Motors Europe und MC Automobile Europe. Das Fürstentum Monaco will mit einer Flotten von Elektrofahrzeugen den CO2-Ausstoß im Land senken und beabsichtigt, weltweit eine führende Rolle für den Einsatz dieser Automobile zu übernehmen. Mitsubishi Motors, sieht das Fürstentum als idealen Partner für weitere Tests und die Vermarktung des Mitsubishi i MIEV. Ende 2009 wird eine Fahrzeugflotte bei der Post und der Telefongesellschaft, aber auch von Hotels und dem Kasino in Monte Carlo eingesetzt werden. Ziel ist es dabei, die Alltagstauglichkeit der Elektrofahrzeuge zu demonstrieren. Derzeit wird der Mitsubishi I MIEV in Japan, Neuseeland, Amerika und Europa vorgestellt und getestet. Die Markteinführung in Japan ist für den Sommer dieses Jahres vorgesehen. Der Europa-Start des Elektrofahrzeugs (Linkslenker-Version) ist für das Jahr 2010 vorgesehen.

- darue -

 

 

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NABU rettet jetzt mit VW-Transporter

Ganz ehrlich: Wir finden es klasse, wenn Autohersteller sich für Naturschutz, Sport oder sozial engagieren. Jeder kleine Fußballverein träumt davon, einen T-Transporter gesponsert zu bekommen. Der Naturschutzbund Deutschland hatte jetzt das Glück: Im niedersächsischen Leiferde können die Artenschützer ab sofort mit einem funkelnagelneuen Volkswagen Transporter verletzte Wildtiere, Futter und Baumaterialien transportieren.

„Volkswagen engagiert sich seit langem für eine nachhaltige Entwicklung in der Region“, sagte Hans Rohlfing, Leiter der T-Modellreihe in der Nutzfahrzeug-Entwicklung, als er Bärbel Rogoschik, Leiterin des NABU-Zentrums in Leiferde, den Schlüssel übergab. Und das ist gut so, denn NABU braucht dringend finanzielle Hilfe „damit wirkungsvoller Beitrag zum Tier-, Arten- und Naturschutz geleistet werden kann“. Zur Unterstützung der engagierten Artenschützer und Storchenpfleger leiht Volkswagen NABU regelmäßig aktuelle Modelle und gemeinsam werden Spritspartrainings durchgeführt. Und so ein Training brauchen die ehrenamtlichen Helfer des NABU vermutlich auch wenn sie einen T-Transporter fahren. Die verbrauchen nämlich laut Herstellerangaben je nach Aufbau, Radstand und Motorisierung durchschnittlich zwischen 8,0 l/100km (1,9-l-TDI / 62 kW) im Kastenwagen und Kombi mit Normaldach (das ist die Economy-Version) und sage und schreibe 13,9 l/100 km (3,2-l-Otto V6 173 kW / 4MOTION) für den Kastenwagen und Kombi mit Hochdach.

Das wären in CO2 umgerechnet Quoten zwischen 199 und 331 g/km. Ganz ehrlich? Wir hoffen, dass die Artenschützer zwecks Vogelschutz nicht mit einem allradgetriebenen 4MOTION fahren müssen. Und wir fragen uns, ob VW vielleicht so klug war und den NABUs die Economy-Version des T-Transporters geliehen hat. Noch klüger hätten wir es gefunden, wenn als Leihgabe ein Caddy Economy mit 2,0-l-Erdgas-Motor (80 kW) in Leiferde zum Einsatz käme. Der verbraucht 6,0 kg (8,8 m³) Gas und emittiert 157 g CO2. Immerhin 2 Liter/kg und 42 Gramm Kohlendioxid weniger als der große Bruder T. Der Caddy ist zwar mit 140 cm Höhe auf der Ladefläche nicht ganz so hoch, aber ein niedersächsischer Storch (sie sind schon da! http://www.nabuzentrum-leiferde.de/presse.html) könnte wohl stehend mitfahren.  

- darue – Quelle: http://www.nabuzentrum-leiferde.de/   

 

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Autopolitik in der Sackgasse

Als konjunkturpolitisch weitgehend wirkungslos und ökologisch kontraproduktiv haben die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und der Verkehrsclub Deutschland (VCD) die im Rahmen des Konjunkturprogramms der Bundesregierung beschlossenen Hilfen für die Automobilindustrie kritisiert. Die Eckpunkte für eine am CO2-Ausstoß orientierte Kfz-Steuer und der als „Umweltprämie“ verbrämte reine Kaufzuschuss zur Ankurbelung des Autoabsatzes seien inakzeptabel.
„Jahrelang haben Bund und Länder die am CO2-Ausstoß orientierte Kfz-Steuerreform diskutiert, um den Individualverkehr Richtung Klimaschutz zu steuern – und nun sollen zukünftige Autokäufer ausgerechnet für die übelsten Klimakiller weniger zahlen als bisher“, sagte Resch. Mit dem Konzept eines „Sockelbetrags“ und nur schwach steigenden Belastungen pro Gramm CO2-Ausstoß, die zudem erst bei 120g CO2-Ausstoß pro Kilometer ansetzen, fehle für die Autobauer außerdem der Anreiz, Sprit sparende Fahrzeuge mit deutlich niedrigeren CO2-Emissionen voranzutreiben oder innovative Antriebe wie etwa Erdgas-, Hybrid- oder Elektro-Motoren weiter zu entwickeln.
Lottsiepen forderte stattdessen Investitionen in den öffentlichen Personenverkehr (ÖPNV), die viel höhere Beschäftigungs- und Umwelteffekte zur Folge hätten. Würde der Umweltverbund durch modernere Fahrzeuge und bessere Verbindungen gestärkt, führe dies zu mehr Fahrgästen in Bussen und Bahnen und somit zu einem Aufschwung bei Busherstellern und im Schienenfahrzeugbau. Mehr Bus-, Lok- und Straßenbahnfahrer würden gebraucht, dazu mehr Service- und Wartungskräfte. So könnten zigtausende Jobs geschaffen und eine zukunftsfähige Verkehrspolitik eingeleitet werden.
Resch und Lottsiepen erklärten, sie seien keineswegs grundsätzlich gegen konjunkturfördernde Umweltprämien im Autobereich. So wäre es nach Überzeugung von DUH und VCD vernünftig, Dieselpartikelfilter in Nutzfahrzeugen zu fördern, wovon allerdings im Konjunkturprogramm der Regierung keine Rede sei. Partikelfilter in Transportern und Lkw würden die Luftqualität in den Ballungszentren nachhaltig verbessern. Weil sie hauptsächlich in heimischen mittelständischen Betrieben gefertigt und in ortsansässigen Werkstätten eingebaut werden, hätte ein solches Programm tatsächlich eine konjunkturfördernde Wirkung.

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