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CDU/CSU plant Kfz-Steuergeschenke für Spritschleudern

Der Vorschlag von der CDU/CSU zur Ausgestaltung der Kfz-Steuerreform führt zu Quersubventionierung von Klimakiller-Pkw durch Kleinwagenhalter – deshalb fordert die Deutsche Umwelthilfe eine CO2-basierte Kfz-Steuer mit klarer Lenkungswirkung für klimafreundliche Fahrzeuge.
Der deutschen Umwelthilfe zufolge, dient der neue Vorschlag der Union für eine „aufkommensneutrale“ CO2-basierte Kfz-Steuerreform einmal mehr einer steuerlichen Entlastung übermotorisierter Luxus-Pkw aus den Häusern Daimler, VW/Porsche und BMW – zulasten klimafreundlicher Pkw. Zur für den kommenden Montag vorgesehenen Koalitionsrunde lassen die deutschen Autobauer die CDU/CSU einen Kfz-Steuer-Vorschlag unterbreiten, der dazu führen würde, dass der Opel Corsa Fahrer zukünftig einen Solidarbeitrag für den Porsche Cayenne Fahrer zahlen müsste: Da die neue Kfz-Steuer nach CO2 insgesamt zu keinen Steuermehreinnahmen führen soll, führt eine „Grundsteuer für emissionsarme Fahrzeuge“ wie von der Union vorgeschlagen automatisch zu einer Absenkung des Betrages pro Gramm CO2. Bei dem von der CDU geforderten linearen Verlauf wirkt sich diese Senkung umso stärker aus, je höher Spritverbrauch und damit CO2-Ausstoß des Fahrzeugs ist. Kritik übt die DUH aber auch an den SPD-Vorschlägen, die Besteuerung erst bei 250 – 300 g CO2/km progressiv zu erhöhen. Dies würde ganze 1 – 3 % der Neuzulassungen betreffen.

Konkret schlägt die DUH vor, alle Fahrzeuge unter 100 g CO2 / km von der Kfz-Steuer zu befreien und bereits bei 160 g CO2 / km die lineare CO2-Besteuerung progressiv und ab 210 g CO2 /km stark progressiv ansteigen zu lassen.

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Solarindustrie will Opel kaufen

Solarworld AG will Opel kaufen und den ersten grünen Automobilkonzern errichten. Ein Angebot ist bereits zu GM unterwegs. Die SolarWorld AG plant dem US-amerikanischen Automobilkonzern General Motors (GM) das Angebot zu unterbreiten, die vier deutschen Werke und das Entwicklungszentrum in Rüsselsheim der Adam Opel GmbH zu übernehmen. Damit materialisiert sich die strukturelle-tektonische Verschiebung und Umbau in der deutschen Industrielandschaft, wonach eine “grüne” Industrie rund um die Solarbranche sich anschickt, Leitindustrie zu werden und damit die Automobilindustrie als solche abzulösen. Dafür kann die SolarWorld AG Opel Barmittel in Höhe von 250 Mio. Euro und Banklinien von 750 Mio. Euro vorbehaltlich einer Bundesbürgschaft bereitstellen.
Der bisher ausschließlich in der Solartechnologie aktive Konzern würde damit Opel zum ersten ‘grünen’ europäischen Autokonzern weiterentwickeln. Kernvoraussetzung für die Abgabe des Angebotes zur Übernahme ist die komplette Trennung aus dem GM-Konzern und eine Kompensationszahlung von 40.000 Euro pro deutschem Arbeitsplatz (insgesamt 1 Mrd. Euro).
An den vier deutschen Opel-Standorten soll nach Vorstellung der SolarWorld AG künftig neben der nachhaltigen Weiterentwicklung der erfolgreichen Baureihen eine neue Fahrzeuggeneration mit energieeffizienten und emissionsarmen Antrieben produziert werden. Das europäische Entwicklungszentrum in Rüsselsheim arbeitet bereits an Lösungen für zukunftsfähige Elektrofahrzeuge wie dem ‘Volt’. Mit dem Umbau der Produktpalette würde der traditionsreiche deutsche Autobauer künftig insbesondere Elektro- und Hybridfahrzeuge und Typen neuester Technologie wie extended-range Elektrofahrzeuge anbieten, die Elektro- und Verbrennungsmotor hocheffizient kombinieren.

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Bundesregierung plant Subventionierung von Spritfressern

Das heute vorgestellte, angebliche Anreizprogramm zum Kauf umweltfreundlicher Neuwagen ist ein einseitiges Konjunkturprogramm zur Absatzförderung von Spritfressern. So wird der Kauf spritsparender Kleinwagen wie Smart mit 40,50 Euro subventioniert, der 500 PS-Monster Audi Q7 (12 Zylinder Dieselmotor) mit einem CO2-Ausstoß von 298 Gramm pro Kilometer hingegen mit 1.852,80 €. Die angebliche Einschränkung der heute angekündigten Förderung von Neufahrzeugen mit den Schadstoffklassen Euro 4, 5 und 6 heißt im Klartext:
- Alle Neufahrzeuge sollen finanziell gefördert werden – unabhängig von Spritverbrauch und Klimaschädlichkeit (Neufahrzeuge der Euroklassen 1-3 dürfen bereits seit 2005 nicht mehr zugelassen werden).
- Durch die ein- bzw. zweijährige Aussetzung der Kfz-Steuer werden spritdurstige Fahrzeuge mit großvolumigen Motoren um bis zum 50-fachen höher subventioniert als sparsame Klein- und
Mittelklassewagen.
Deshalb fordert die Deutsche Umwelthilfe den Bundestag auf, die von der Bundesregierung geplante absurde Subvention für Neuwagen zu stoppen. DUH-Bundesgeschäftsführer Resch meint dazu: „Die Bundesregierung verabschiedet sich mit dieser Verkaufsförderung für Klimakiller vom Klimaschutz im Verkehrsbereich. Anstatt, dass die Autoindustrie endlich marktgerechte verbrauchsarme Autos herstellt, setzt sie weiter auf die großen Fahrzeuge. Die geplante Steuerbefreiung ist eine weitere gigantische Verkaufsförderung für Klimakiller.“ Resch erinnerte daran, dass die nun von Umweltminister Sigmar Gabriel als „besonders saubere Fahrzeuge“ angepriesenen Autos ab dem kommenden Jahr EU-weiter gesetzlicher Standard sind. Und ab September 2009 dürfen nur noch Autos mit der Schadstoffklasse Euro 5 verkauft werden – sie erfüllen also lediglich die Gesetzeslage.

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Verhandlungen zum CO2-Grenzwert für Pkw in Brüssel

Umweltverbände warnen vor Desaster beim Klima- und Verbraucherschutz: Politiker müssen wirksamen CO2-Grenzwert gegen Autolobby durchsetzen

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD), die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und Greenpeace befürchten ein Desaster für den Klima- und Verbraucherschutz der EU. Bei den aktuellen Verhandlungen über einen europaweiten CO2-Grenzwert für Pkw zeichne sich ein vollständiges Einknicken der Politik vor den Interessen der Autolobby ab. Damit würde eine erhebliche Verbrauchs­minderung bei Neuwagen um weitere Jahre verzögert und die Entlastung des Klimas von Treibhausgasen aus dem Straßenverkehr verhindert. Auch die Autofahrer hätten das Nachsehen, da hoher Verbrauch bei steigenden Spritpreisen automatisch hohe Kosten an der Tankstelle zur Folge hätte.

„Das wäre ein Skandal. Die Autoindustrie hat bis heute eine gesetzliche Begrenzung des Treibhausgas­ausstoßes von Neuwagen mit aller Macht verhindert. Sie senkt den Verbrauch viel zu langsam und ignoriert ihre Verantwortung für den Klimaschutz“, kritisiert Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD. Der Industrieausschuss des Europäischen Parlaments habe in seiner Stellungnahme zum Entwurf der EU-Kommission eins zu eins den Vorschlag der Autoindustrie übernommen, einen CO2-Grenzwert mit dem sogenannten Phase-in erst stufenweise für die gesamte Flotte einzuführen und zusätzlich nicht genauer definierte »Öko-Innovationen« anzurechnen. „Das ist bewusste Irreführung der Wähler und Verbraucher“, moniert Lottsiepen. „Der Vorschlag des Industrieausschusses für 2012 entspricht dem heutigen Ist-Wert. Erst 2015 würde ein viel zu lascher Grenzwert greifen. Damit wird Klimaschutz zur Lachnummer und Autofahren für Millionen Autokäufer unnötig teurer.“

„Wir erleben dieser Tage das Musterbeispiel eines skrupellosen Industrielobbyismus, der noch dazu von der deutschen Bundesregierung aktiv unterstützt wird“, erklärt DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch und erinnert daran, dass schon der Vorschlag der EU-Kommission die Handschrift der deutschen Autobauer getragen habe. Statt der mit der europäischen Autoindustrie verbindlich vereinbarten 120 Gramm CO2 pro Kilometer (g CO2/km) sollte nunmehr ein Durchschnittsausstoß von 130 g CO2/km genügen. Mit dem Verschmutzungsprivileg für schwere Fahrzeuge sei ein weiteres Zugeständnis für die übermotorisierten deutschen Limousinen durchgesetzt worden. „Wir können in diesen Tagen hautnah erleben, was der Umweltminister und die frühere Klimakanzlerin unter dem Begriff »ökologische Industriepolitik« verstehen – nämlich nationale Industriepolitik zu Lasten von Umwelt und Verbrauchern in ganz Europa“, beklagt Resch. Berechnungen hätten ergeben, dass mit dem Phase-in und anderen Abschwächungen bis 2020 ein Einsparpotenzial von 400 Millionen Tonnen CO2 gegenüber einer klaren Grenzwertregelung mit 120 g CO2/km bis 2012 und 80 g CO2/km bis 2020 verschenkt würde.

VCD, DUH und Greenpeace fordern Umweltpolitiker in Brüssel und Berlin ultimativ auf, bei der Sitzung des EU-Umweltausschusses am 25. September die letzte Chance für ambitionierten Klimaschutz bei Pkw wahrzunehmen und sich nicht länger zu Erfüllungsgehilfen der Autoindustrie zu machen. Denn an der Entscheidung für einen wirksamen CO2-Grenzwert hänge nicht nur die Glaubwürdigkeit der Klimapolitik, sondern auch der Schutz der Verbraucher vor explodierenden Kosten.

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ÖkoGlobe ’08 prämiert zukunftsweisende Mobilitätskonzepte: Deutsche Autoindustrie zeigt Verantwortung für den Klimaschutz

„And the winner is …“: Am 9. September 2008 wurde in Köln zum zweiten Mal der ÖkoGlobe verliehen, der erste internationale Umweltpreis für die Automobilindustrie und ihre Zulieferer. Mit ihm werden in 11 Kategorien umweltfreundliche Verkehrs­innovationen ausgezeichnet.
Der ÖkoGlobe ist der erste und bisher einzige Umweltpreis, der die Themen Verkehr und Ökologie zusammenführt. Er wurde 2007 durch den Aktionskünstler HA Schult initiiert und wird durch die DEVK Versicherungen und den ACV Automobil-Club Verkehr Bundesrepublik Deutschland in Zusammenarbeit mit dem Institut CAR Center Automotive Research der Fachhochschule Gelsenkirchen verliehen. „Der ÖkoGlobe zeigt, wie schnell die Autoindustrie auf Erfor­dernisse des Marktes reagiert, denn er fokussiert die derzeit wichtigsten gesell­schaftlichen und politischen Themen: Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Energie sparende Innovationen“, sagt Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer, Direktor des CAR und Sprecher der ÖkoGlobe-Jury. „Er ist ein Ansporn für die Autohersteller zu zeigen, dass umweltfreundliche Autos heutzutage weder Utopien, noch Prototypen oder Versuchsreihen sind, sondern ausgereifte und alltagstaugliche Serien­fahr­zeuge“, so Dudenhöffer weiter. Denn die Automobilindustrie hat sich ihrer Verantwortung längst gestellt und kann bereits zahlreiche praxisgetestete Entwicklungen mit Umwelt­verträg­lichkeits­anspruch vorweisen. Immerhin
65 Bewerbungen um den Öko-Preis gingen bei der Jury ein. Keine Frage, dass das Who´s who der Autoindustrie persönlich bei der Preisverleihung anwesend war.

„Wir treffen mit dem ÖkoGlobe den Nerv der Zeit“, erläutert Friedrich W. Gieseler, Vorstands­vorsitzender der DEVK, „denn er signalisiert, wer die glaubwürdigen Förderer eines bewussten Umgangs mit der Mobilität sind.“ Schließlich konzentriere sich der ÖkoGlobe ausschließlich auf die ökologische Beurteilung der Innovationen, bewerte die Zahlen, Daten und Fakten. „Natürlich sind wir sind uns im Klaren darüber, dass die ausge­zeichneten Projekte nicht zur Lösung aller Zukunftsprobleme führen. Doch schaffen wir durch den ÖkoGlobe Öffentlichkeit und Transparenz, und zeigen, dass die Autoindustrie offensiv auf klimapolitische Herausforderungen reagiert und führen diejenigen ad absurdum, die Autos und deren Hersteller zum Feindbild stilisieren. Denn wir brauchen die Mobilität. Aber verantwortungsbewusst“, so Gieseler.

Besonders die deutschen Autohersteller und Zulieferer machen mit ökologisch verträglichen Automobilinnovationen von sich reden: Von den acht ÖkoGlobes, die für die deutschen Autobauer möglich waren, konnten sie die Vergabe von sechs für sich entscheiden. „Das ist ein Ergebnis, das die Leistungsfähigkeit und Innovationskraft der deutschen Autoindustrie wider spiegelt und zeigt, dass sie in Sachen Ökologie und Klimaschutz derzeit nach vorn prescht“, fasst Prof. Ferdinand Dudenhöffer diese Bilanz zusammen.

Die Preisträger

Kategorie 1: Kraftstoff-Forschung

Gewinner: BP mit alternativen Kraftstoffen aus Biobutanol und Jatropha

Biobutanol: Statt Ethanol kann der alternative Alkohol Biobutanol für Bezingemische ver­wen­det werden. Biobutanol verfügt über deutlich bessere Kraftstoffeigenschaften und kann Benzin in höherer Konzentration beigemischt werden als Ethanol, ohne dass das Fahrzeug nachgerüstet oder die Motorkonstruktion angepasst werden muss. Es verringert die welt­weite Abhängigkeit vom Öl und kann über Pipelines transportiert werden.

Jatropha: Biokraftstoffe konkurrieren vielfach mit der Nahrungsmittelproduktion. Die Wissen­schaftler von BP haben hier eine Alternative entwickelt: Biokraftstoff aus den Nüssen der Pflanze Jatropha Curcas (dt. Purgiernuss). Sie ist nicht zum Verzehr geeignet, wächst auf kargen Böden, die sie zudem vor Erosion schützt. Tests mit einer motorischen Verbrennung von Jatropha-Kraftstoff verliefen positiv.

Kategorie 2: Hybridantrieb/Elektroantrieb

Gewinner: Daimler mit dem smart fortwo electric drive

Der smart fortwo electric drive arbeitet mit einem 41 PS starken Magnetmotor, der durch eine dauerhaft leistungsstarke Hochtemperatur-Batterie aus umweltfreundlichem Natrium-Nickel-Chlorid angetrieben wird. Sie findet im Unterboden Platz, sodass der Innenraum vollständig erhalten bleibt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 112 km/h. Mit null Gramm Kohlendioxid­ausstoß ist dieses Auto die klimafreundlichste Alternative im Stadtverkehr. Einmal aufge­la­den, fährt der 41 PS starke Zweitürer rund 115 Kilometer weit. Die Batterie kann an jeder 230-Volt-Steckdose wieder aufgeladen werden, und das mindestens 1.000 Mal.

Kategorie 3: Verbrennungsmotor/Gasantrieb

Gewinner: BMW mit EfficientDynamics und dem thermoelektrischen Generator

EfficientDynamics: Die Maßnahmen, die unter der Bezeichnung BMW EfficientDynamics

zusammengefasst werden, sind vielschichtig: Sie reichen von neuen Verbrennungs­tech­nologien über eine Reduzierung des Fahrzeuggewichts und die Verringerung mechanischer Reibung und die Verbesserung der Aerodynamik bis hin zu einem optimierten ganzheitlichen Energiemanagement. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen lässt sich mit einem geringeren Verbrauch und einer verbesserten Beschleunigung belegen.

Thermoelektrischer Generator (TEG): Selbst in einem sehr effizient arbeitenden Verbren­nungs­motor wird nur rund ein Drittel der Energie, die im Kraftstoff steckt, in Fortbewe­gungs­energie umgesetzt. Die restlichen zwei Drittel gehen in Form von Wärme verloren, die über das Abgas und den Kühler an die Umgebung abgegeben wird. Mit dem TEG wird die Ver­lust­wärme im Abgas genutzt und im Schubbetrieb und beim Bremsen in die Batterie ein­ge­speist.

Kategorie 4: Zulieferer-Innovationen

Gewinner: Bosch mit Denoxtronic (Abgasnachbehandlungssystem für Diesel-Pkw)

Bei Denoxtronic handelt es sich um ein System zur Abgasnachbehandlung, das Stickoxid-Emissionen deutlich reduziert. Hierzu wird flüssiger Harnstoff, besser bekannt als Adblue, in den Abgasstrang eingespritzt. Im nachfolgenden Katalysator reagiert das Adblue mit den Stickoxiden zu harmlosen Wasserdampf und Stickstoff. Denoxtronic wird ab 2009 nicht mehr nur den Lkw vorbehalten sein, sondern im Pkw-Markt eingeführt werden.

Kategorie 5: Öko-Großserienauto

Gewinner: Ford mit ECOnetic

Alle Ford ECOnetic-Modelle kombinieren hochmoderne Common-Rail-Dieselmotoren mit einer Vielzahl intelligenter Einzellösungen, um den Kraftstoffverbrauch auf ein Minimum zu senken, wie die Reduzierung der Fahrtwiderstände durch Leichtlaufreifen oder eine Er­hö­hung des Wirkungsgrades im Antriebsstrang. Im Laufe des Jahres 2008 folgt eine ECOnetic-Version des neuen Ford Fiesta TDCi mit einem CO2- Emissionswert von nur 98 g/km.

Kategorie 6: Konzeptauto

Gewinner: Opel und General Motors Europe mit den E-REV (Chevrolet Volt, Opel Flextreme)

Mit E-REV (Extended-Range Electric Vehicles, reichweitenverlängerte Elektrofahrzeuge) bezeichnet GM künftig vollständig elektrisch angetriebene Fahrzeuge. Sie werden an der Steck­dose aufgeladen und verfügen zusätzlich zum Elektromotor über kleine Verbrennungs­aggregate zur Reichweitenverlängerung. Mit E-REV könnten zum Beispiel die meisten Berufspendler in Europa täglich ganz ohne CO2-Emissionen mobil sein.

Kategorie 7: Ökologischer Fuhrpark

Gewinner: Die DATEV eG mit ihrem Anreizsystem für verbrauchsoptimierte Fahrzeuge

Der DATEV-Flottenbestand umfasst für den Außendienst ca. 560 Fahrzeuge. Im Jahr 2000 wurde ein Anreizsystem für verbrauchsoptimierte Fahrzeuge eingeführt. Über den ausge­wiesenen Emissionswerterfolgt eine Klassifizierung. Für ein verbrauchsarmes Fahrzeug er­hält der Dienstwagenberechtigte einen monatlichen Bonus, während verbrauchs­intensive Fahrzeuge mit einem Malus belegt werden. Der Kraftstoffverbrauch der Gesamtflotte konnte in 7 Jahren um über 2 l/100 km auf 7,92 l/100km gesenkt werden.

Kategorie 8: Mobilitäts-Vision

Gewinner 1: Toyota mit dem iReal
Seit vergangenem Jahr wird der Mobilitätsroboter „iReal“ – ein futuristischer Rollstuhl, der selbstständig fahren und Treppen steigen kann – in Kliniken eingesetzt. Durch solche Versuche wollen die Entwickler herausfinden, welche Funktionen im Alltag gebraucht werden und welche reine Ingenieurs-Phantasien waren.

Gewinner 2: üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe

Als erstes deutsches Verkehrsunternehmen erfüllte die üstra 1998 mit ihren Stadtbahnen und Bussen die hohen Anforderungen der EU-Öko-Audit-Verordnung. Die aktuelle CO2-Bilanz der Landeshauptstadt Hannover hat gezeigt, dass die üstra das Ziel der Senkung des CO2-Ausstoßes um 25 Prozent im Zeitraum von 1990 bis 2005 mit 22 Prozent fast geschafft hat. Nächstes Ziel: Hybridbusse als neue Generation von umweltfreundlichen Stadtbussen. Es wurde bereits ein Hybridbus der Firma Solaris gekauft, der in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme getestet wird.

Kategorie 9: Ökologischer Impulsgeber

Gewinner: Prof. Dr. Klaus Töpfer

So zu leben, dass auch kommende Generationen eine sichere Heimat haben, ist das Motto von Prof. Dr. Klaus Töpfer. Und der Bundesumweltminister a.D. und ehemalige Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) hat so deutliche Spuren hinterlassen: Er wurde international zum „Mister Umwelt“. Er hat deutlich gemacht, dass wirtschaftliches Wachstum nur in Verbindung mit technologischem Wandel bei ressourcenschonender Ausrichtung möglich ist. Seine politischen Erfolge: Der Katalysator und das Drei-Liter-Auto.

Kategorie 10: Öko-Werbung

Gewinner: Volkswagen mit der Kampagne „Erst wenn ein Auto Innovationen allen zugänglich macht, ist es: Das Auto“.

Die Werbekampagne von Volkswagen zeigt das Engagement des Unternehmens für die Umwelt und spiegelt Technologien wie BlueMotion, DSG und Park Assist bzw. Lane Assist wider. Ausgezeichnet wird Volkswagen für das Motiv „Fahrradständer“, denn gerade dieses Motiv besitzt einen hohen Erinnerungswert und löst beim Betrachter einen positiven Öko-Impuls aus.

Kategorie 11: Entsorgung

Gewinner: Daimler mit dem Umweltzertifikat und dem Recycling-Managementsystem (MeRSy)

Umweltzertifikat: Daimler produziert seit 12 Jahren unter dem Leitgedanken „Design for Environment“ (Umweltgerechte Produktentwicklung). Die Strategie dabei: So sauber wie möglich und so effizient wie möglich – vom Design, über die Produktion und Produktnutzung bis hin zur Entsorgung und Wiederverwertung. Mercedes-Benz ist weltweit die einzige Automobilmarke mit zwei Umwelt-Zertifikaten gemäß ISO-Norm 14062.

Recycling-Managementsystem: 1993 hat Daimler MeRSy eingeführt. MeRSy organisiert die Sammlung und Entsorgung von Autoteilen und Altmaterialen, die in den Pkw- und Nutzfahrzeugwerkstätten anfallen. Das System funktioniert inzwischen flächendeckend in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Alleine im Jahr 2006 hat MeRSy insgesamt 30.240 Tonnen Altteile und Materialien gesammelt und einer Verwertung zugeführt.

Die Jury

  • Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer, Direktor des CAR – Center Automotive Research an der Fachhochschule Gelsenkirchen (Vorsitz und Sprecher der Jury)
  • Matthias Machnig, Staatssekretär Bundesumweltministerium
  • Prof. Dr. Claudia Kemfert, Inhaberin des Lehrstuhls für Umweltökonomie an der Humboldt-Universität zu Berlin
  • Prof. Dr. Bernd von Droste-Hülshoff, Founding Director Unesco-Weltkulturerbe
  • Prof. Dr. Bruno O. Braun, Präsident des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) und Vorstandsvorsitzender der TÜV Rheinland Group
  • DEVK-Vorstand Engelbert Faßbender

Schirmherr ist Bundesumweltminister Sigmar Gabriel.

Weitere Informationen im Internet unter www.oekoglobe.de.

Bild zum ÖkoGlobe’08
Von links: Friedrich W. Gieseler, DEVK Versicherungen, Bernhard Matthes, Ford-Werke GmbH, Dr. Peter Sauermann, Deutsche BP AG, Dr. Klaus Badenhausen, Daimler AG, Wilhelm Lindenberg, üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG, Hans H. Demanth, Adam Opel GmbH, Bruno Stark, Daimler AG, Hartmut Seeger, VW AG, Michael Leistenschneider, DATEV eG, Keiji Sudo, Toyota Deutschland GmbH, Dr. Ulrich Dohle, Robert Bosch GmbH, Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer, CAR Center Automotive Research, Prof. Dr. Klaus Töpfer, Vizepräsident Rat Nachhaltige Entwicklung, Franz-Georg Volpert, ACV Automobil-Club Verkehr.

– rl /DEVK -
Auto_Neuheiten, mobil_Politik

Smart fortwo cdi: Mogelpackung

CO2 hui, Feinstaub pfui! Mächtig viel Staub hat heute in Berlin der VCD aufgewirbelt – es ging um die Diesel-Variante des smart fortwo. Bei der Präsentation seiner Auto-Umweltliste 2008/2009 schubste der ökologisch orientierte Verkehrsclub Deutschland das „sauberste Straßenfahrzeug der Welt“ vom Thron und krönte die nachträgliche Disqualifizierung mit einer Kaufwarnung:
„Wir hatten das Fahrzeug in unser Umweltranking aufgenommen, weil uns die Daimler AG verbindlich zugesichert hatte, dass der Diesel-smart ab Oktober endlich serienmäßig mit einem geschlossenen Partikelfilter gegen krankmachenden Dieselruß ausgeliefert wird“, erklärt Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher und Auto-Experte des VCD. Erst nach Drucklegung der VCD Auto-Umweltliste habe Daimler mitgeteilt, dass sich die Auslieferung wegen technischer Probleme mit dem Filter ins nächste Jahr verschiebe. Bisher verfüge der Diesel lediglich über einen offenen Filter und blase deshalb ein Vielfaches an besonders gesundheitsschädlichen Feinststaubpartikeln in die Atemluft. Lottsiepen warnt: „Diese Mogelpackung entspricht nicht dem Stand der Technik und unterläuft den notwendigen Schutz der Gesundheit – insbesondere in Ballungsgebieten. Niemand sollte den Diesel-smart ohne vollwertigen Partikelfilter kaufen.“
Daimler gehe jetzt davon aus, dass das Fahrzeug ab dem ersten Quartal 2009 mit Vollfilter verfügbar ist. Der Diesel-smart sei eine „Mogelpackung mit gefährlichem Inhalt“. Mit seinem offenen Filtersystem bläst er 13 mg/km in die Atemluft und bleibt damit zwar unter dem derzeit aktuellen Grenzwert von 25 mg/km, schafft aber nicht die wesentlich höhere Hürde von 5 mg/km, die ab September 2009 in der Euro-5-Verordnung vorgeschrieben wird. „Das ist für ein modernes Auto völlig inakzeptabel“, wettert der VCD. „Falls Sie sich für den Kauf dieses Fahrzeugs entscheiden sollten, warten Sie unbedingt auf die Version mit Vollfilter.“
In der Druckfassung der brandaktuellen VCD Auto-Umweltliste 2008/2009 (s. hier) landete der smart fortwo coupé cdi mit einem kombinierten Verbrauch von 3,4 Liter und einem CO2-Ausstoß von 88 g/km auf Platz drei der Top Ten und an erster Stelle in der Rubrik „Die Klimabesten – CO2 in g/km“. Die Mitteilung, dass der cdi ab Herbst 2008 serienmäßig mit einem geschlossenen Dieselpartikelfilter ausgerüstet werden soll, hatte die Daimler AG am 11. Juli veröffentlicht.

ALLGEMEINES, Nachaltig leben, mobil_Politik

Automobilbau kurz vor Revolution

Die hohen Rohstoff- und Energiepreise erzwingen eine technologische Neuorientierung der Automobilbranche, der nicht alle deutschen Zulieferer gewachsen sein werden. Die Folge wird eine Konsolidierungswelle in der Zulieferbranche sein. Das sind Ergebnisse einer Studie des Prüfungs- und Beratungsunternehmens Ernst & Young. Die aktuelle Untersuchung basiert auf einer telefonischen Befragung der Geschäftsführung von 150 deutschen Automobilzulieferbetrieben, die im Mai und Juni 2008 durchgeführt wurde.
„Die Perspektiven für die Automobilindustrie haben sich in den vergangenen Monaten erheblich eingetrübt”, sagte Peter Fuß, Partner bei Ernst & Young, und Autor der Studie bei der Präsentation am 7. August. Hinzu käme, dass die Automobilbranche angesichts der Klimadebatte und der hohen Kraftstoffpreise vor schwierigen Herausforderungen stünde: Sie müsse die Verringerung des Kraftstoffverbrauchs und die Reduzierung bzw. Vermeidung von Emissionen erreichen sowie in alternative Kraftstoffe und neue Antriebstechnologien investieren. „Vor uns liegt so etwas wie eine Revolution im Automobilbau”, stellte Fuß fest. „Viele Zulieferer müssen sich jetzt neu ausrichten und erhebliche Investitionen tätigen. Ein ‚Weiter so’ wird es nicht geben.”
Der kostenbedingte Aufbau von Produktionskapazitäten im Ausland werde sich in den kommenden Jahren erheblich verlangsamen. „Die steigenden Energiepreise machen eine Produktion im Ausland – sofern sie in erster Linie das Ziel verfolgt, den westeuropäischen Markt zu beliefern – zunehmend unattraktiv, da die Logistikkosten sowie Probleme bei Qualität und Flexibilität einen erheblichen Teil der Kosteneinsparung wieder auffressen”, sagte Fuß. Gut jeder dritte Zulieferer will deshalb innerhalb der kommenden zwölf Monate die Zahl der Mitarbeiter erhöhen, 88 Prozent der Unternehmen planen, die Beschäftigung in Deutschland mindestens konstant halten.
Download der Studie bei Ernst & Young

 

ALLGEMEINES, Nachaltig leben, mobil_Politik

Die Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe AG unterstützt alternative Antriebe

Die Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe AG (BDK) ist seit Juni 2008 Partner der Initiative Autogas-Wald in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Verband Flüssiggas e.V. (DVFG) und der Stiftung Unternehmen Wald. Für jede Umrüstung auf Autogas und jedes Fahrzeug mit einem alternativen Antrieb – finanziert über die BDK – hat sich die Bank verpflichtet, 2,- Euro an den DVFG für Anpflanzung zu spenden.
Interessierte Kunden können sich auf der Homepage der BDK über alternative Antriebe und die Umrüstung auf Autogas informieren.

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Verkehrspolitik statt Autopolitik

Bund Naturschutz/BUND kritisieren CSU-Forderungen zur Pendlerpauschale und Lobbyarbeit für Spritfresser als ökologisches Harakiri und Griff in die verkehrspolitische Mottenkiste.

Bei steigenden Verkehrskosten hilft nicht die Wiedereinführung der Pendlerpauschale, sondern der Bau von verkehrsarmen Siedlungsstrukturen und der Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Nur so kann bezahlbare Mobilität nachhaltig gesichert werden.  Weitere Infos hier.


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